• Platzhalter-Journalismus


    Diverse Blogs amüsieren sich in letzter Zeit über die Unsitte einiger Websites, Texte auf Gedeih und Verderb zu bebildern, und sei es mit Symbol-Fotos, die nicht wirklich dem Inhalt entsprechen. Das kann mitunter verspielt wirken, meistens ist es affig, oft sogar absurd. Die üblichen Verdächtigen sind hier die Webseiten der Nachrichtensender – und die Netzeitung.

    Und in letzterer wurde ich eben auch bei einem Interview mit der Richard Wagner-Nachfahrin Katharina Wagner fündig.

    Muss man Dieter Nuhrs Spruch nicht langsam mal abwandeln, nach dem Motto: "Wenn man nichts zu zeigen hat, einfach mal mal das Bild-Archiv zulassen"…

  • Zwischendurch-Statistik


    Ich will zwar keine Besucherzahlen meines Blogs wissen, aber weil die Status-Seite von Wordpress es mir entgegen brüllt:

    100 Beiträge.

    333 Kommentare.

    Ersteres hat Spaß gemacht, für zweiteres bedanke ich mich.

  • Lieber Lech Kaczynski…


    … natürlich hätte Polen ohne die Toten des Zweiten Weltkriegs heute mehr Einwohner, vielleicht sogar 66 Millionen.

    Aber Deutschland in den Grenzen von 1937 auch.

    Wenn man in einem Verein mit 1:26 Stimmen (oder 25 – was is', Tschechien?) in der Minderheitenecke steht, sollte man zustimmen oder austreten. Alles andere wäre… diktatorisch irgendwie. Und damit haben Sie doch wahrlich keine guten Erfahrungen.

    Bei 1,57 kann Ihnen klein beigeben doch nicht schwer fallen.

    Willkommen in der Europäischen Gemeinschaft .

    Ich mein ja bloß zum Denkanstoß…

    Ihr Torsten Dewi…

  • Auch mein ältester Kumpel wird nicht jünger


    Das hier ist eine nordamerikanische Rotwangen-Schmuckschildkröte:

    Bis in die 80er Jahre konnte man diese Spezies in deutschen Zoogeschäften kaufen. Meistens nicht größer als ein Fünfmarkstück, und selten mit einer Lebenserwartung jenseits der drei oder vier Jahre. Erkennbar leicht an den knallroten Streifen auf den Wangen über dem (verdeckten) Hörkanal, deshalb auch der englische Name "Red Ear Slider". In den Florida Keys sieht man diese Tiere zu tausenden in den Sumpfgebieten hocken.

    Marlowe bekam ich, als ich eingeschult wurde. Damals war ich sechs, und er auch fast noch frisch geschlüpft…

  • Kein Problem


    … habe ich mit den Zeugen Jehovas. Moralisch wie historisch kann ich sie sogar respektieren – und mit dem "Wachturm" in der Hand vor der Apotheke sind sie auch nicht lästiger als Fahrradständer oder Verteilerkästen.

    Zweihundert Meter von meinem Haus entfernt befindet sich der Königreichssaal Giesing dieser Religionsgemeinschaft. Erwartungsgemäß hört und sieht man von denen nichts. Es gehen mitunter nur verdächtig viele sorgsam gekleidete Menschen durch mein Viertel.

    Ungefähr ein mal im Jahr klingeln sie bei mir – immer im Doppelpack. Dann lächel ich, bedanke mich für den Besuch, ehre ihren unerschütterlichen Glauben, erkläre aber unmissverständlich, als zufriedener Atheist leider kein geeignetes Konvertierungsobjekt zu sein…

  • Es gibt keine Entschuldigung mehr!


    Wie ich gerade erst erfahren habe, ist das Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier von 50 auf 20 Euro reduziert worden. Wir reden hier von einem immer noch brandaktuellen Hardcover-Schinken mit über 1500 Seiten.

    Meine Kaufempfehlung basiert aber nicht bloß auf dem Heizwert des Buches im heimischen Kamin: "Das Fernsehlexikon" ist mit Sicherheit das beste, ausführlichste und informativste Kompendium über die deutsche TV-Geschichte, das mir jemals das Regal durchbiegen durfte. Und hier spricht jemand, der schätzungsweise 150 Bücher zum Thema im Schrank hat.

    Wo andere Abhandlungen nur dröge Auflistungen bieten, oder sich stark auf ein Genre beschränken (dazu zähle ich auch meine eigenen "Science Fiction TV Guides"), da geht das "Fernsehlexikon" in die Vollen, und wirft mit seltenen Anekdoten und exzellent recherchierten Fakten nur so um sich…

  • Eidesstattliche Versicherung


    Heute habe ich mal wieder davon gelesen, dass immer mehr sogenannte "Community-Werbenetzwerke" die Blogosphäre mit Werbepartnern versorgen. Das fängt dann mit Google-Ads an, geht aber schnell wieder in die lästige Richtung Banner, Pop-Ups und so weiter.

    Der Untertitel meines Blogs verspricht "100 Prozent Torsten Dewi". Werbung gehört nach meinem Empfinden nicht zu meiner Person. Das Tor für Werbepartner zu öffnen würde auch bedeuten, die alleinige Hoheit über die Inhalte abzugeben.

    Ich denke, es ist normal, in ein Hobby eigenes Geld zu investieren, und der "Wortvogel" ist es mir allemal wert…

  • Das ist nicht mehr komisch


    Die USA haben eine neue Comedy-Serie über ihren Präsidenten. Gestern Abend lief die erste Episode von "li’l Bush" auf Comedy Central. Das Prinzip: der "kleine Bush" und seine Sandkasten-Freunde erleben spannende Abenteuer in der großen Welt der Politik.

    Braucht die Welt noch eine Comedy-Serie über den scheidenden Präsidenten, der sich selber besser zum Affen macht, als jeder Drehbuchautor das könnte? Hat nicht "That’s my Bush!" eigentlich schon alles gesagt? Lachen wir über den Deppen, der gleichzeitig mächtigster Mann der Erde ist, bei der "Daily Show" nicht genug…

  • The Trolls are back in town!


    (Update: Die meisten von Benduhn aufgemachten Seiten verschwanden nach kurzer Zeit auch wieder – diverse inaktive Links habe ich deshalb mittlerweile entfernt)

    Wer mein Blog aufmerksam liest, wird in letzter einen etwas unglücklichen "Troll-Befall" bemerkt haben. Das hat sich mittlerweile erledigt, zumal ich keine Probleme habe, unliebsame Kommentare zu löschen. Natürlich müssen die Trolle damit rechnen, dass ich ihnen genau die Öffentlichkeit biete, die sie so verzweifelt suchen.

    Heute schreibt zum Beispiel eine "Julia Leber" (Echt-Name der Redaktion bekannt) von zu meinem Beitrag "Der Crash ist da":

    "Ausgebrannt…