• Die Handgepäck-Falle: Spiel ohne Gewinner


    Ich habe keine Probleme damit, wenn Systeme fehlerhaft sind oder defizitär. Nix ist perfekt auf diesem miesen kleinen Planeten, wie Walter Moers es mal so schön ausgedrückt hat (wobei er sich dabei auf die Eignung von Schwämmen als Tennisbälle bezog). Shit happens.

    Was mich aufregt: Wenn Systeme unnötig versagen, wenn sie die Verantwortung auf den Kunden abladen, wenn kein Interesse besteht, die Defizite zu beseitigen. Das passiert besonders gerne, wenn ein Fehler das Ergebnis einer Reihe grundsätzlich richtiger Entscheidungen ist. Plus und plus ergibt dann eben minus…

  • Hyperland Redux (26): Kostenlos spielen – kostenpflichtig gewinnen: free2play, aber pay2win


    Originaltext Juli 2013:

    Immer mehr Spiele erlauben dem Benutzer einen kostenlosen Einstieg – und setzen auf immer raffiniertere Techniken, um über käufliche Gegenstände und freischaltbare Charaktere Geld zu verdienen. Wo hört der freiwillige Bonus auf und wo fängt die unzuverlässige Manipulation des Spielers an?

    Spiele nicht als Ware, sondern als Dienstleistung

    In den 80er und 90er Jahren waren PC-Spiele Produkte, die man im Laden kaufte wie Cornflakes und Bücher. Für 30, 40 oder 50 Euro erwarb man Eigentum. Das Spiel wurde „durchgezockt“, nach den ersten Levels aufgegeben oder an Freunde verschenkt…

  • Wortvogel vs. Uwe Boll – FIGHT!!!


    Ich habe heute einen Fastentag. Das heißt: Ich esse 36 Stunden lang gar nichts. Das macht mich sehr hangry. And you wouldn’t like me when I’m hangry.

    Also mache ich jetzt einfach mal das bodenlose Fass Uwe Boll auf.

    Uwe Boll hat nicht mehr alle Latten am Zaun, das ist bekannt. In seiner Zeit als Regisseur wurde er nicht selten (aber natürlich ungerechtfertigt) als "schlechtester Filmemacher aller Zeiten" bezeichnet – was in seinen Augen am korrumpierten System liegt, das Freidenker wie ihn unterdrückt und ausschließt:

    "Dreht man in Deutschland einen Film über deutsche Helden wie Stauffenberg oder die Geschwister Scholl oder John Rabe, bekommt man Subventionen, TV-Gelder, Festivaleinladungen und Preise…

  • Fantasy Filmfest 2025: Schnelldurchlauf


    Ich habe es mal wieder geschafft. 8 Tage, 32 Filme, geschätzte 60 Stunden Horror, Fantasy, Science Fiction, Thriller, Drama, Komödie, Irrsinn.

    So sieht der Wortvogel nach dem Festival aus – müde, unrasiert, aber sauber:

    Eine Foto-Rückschau gibt es heuer nicht, dafür hatte ich euch ja zu jedem Review ein "Bild des Tages" beigestellt. Das gibt einen guten Eindruck.

    Der Flug nach und von Berlin war sehr angenehm, aber über das Thema Handgepäck werden wir noch in einem separaten Beitrag sprechen müssen.

    Die acht Nächte in der Kapsel habe ich gut überstanden – es hilft, dass man auch um drei Uhr nachts problemlos duschen kann und die Kapsel groß genug ist, um darin sitzend die Reviews zu hacken…

  • Fantasy Filmfest 2025 (32): HI-FIVE


    Südkorea 2025

    Regie: Kang Hyeong-cheol

    Darsteller: Lee Jae-in, Ahn Jae-hong, Ra Mi-ran, Kim Hee-won, Yoo Ah-in, Oh Jung-se, Park Jin-young, Shin Goo u.a.

    Offizielle Synopsis: Gerade lag sie noch im Krankenhausbett, jetzt springt die Jugendliche Wan-seo über Hochhäuser. Ja, diese Herztransplantation bewirkte Wunder! Auch der eigenbrötlerische Ji-seong verfügt nach einer Lungenverpflanzung über überirdische Kräfte: Er pustet einfach alles weg. Schnell begegnen sie drei weiteren Personen, denen eine Organspende besonders gut bekommen ist: Ki-dong (neue Augenhornhaut) kontrolliert elektromagnetische Wellen, Yak-sun (Leber) regeneriert Verletzte durch Handauflegen und Sun-nyeo (Niere) ist in der Lage, die Fähigkeiten der anderen zu übertragen…

  • Hyperland Redux (25): Tag der Pressefreiheit: kein Grund zum Feiern


    Originaltext Mai 2013:

    Journalisten leben gefährlich: sie werden bedrängt, verprügelt, entführt, angeschossen und ermordet. Berichtet jemand aus einem Krisengebiet und begibt sich freiwillig zwischen die Fronten, kann man bedauernd sagen: Berufsrisiko. Aber wie der Bericht der „Reporter ohne Grenzen“ jedes Jahr aufs Neue aufzeigt, ist die Pressefreiheit nicht nur in Syrien bedroht, in Darfur oder im Kosovo.

    Seit 1994 wird am 3.Mai der „Internationale Tag der Pressefreiheit“ begangen. Die NGO „Reporter ohne Grenzen“ veröffentlicht an diesem Tag ihren Jahresbericht – und der wird auch heuer kein Grund zur Entwarnung sein…

  • Fantasy Filmfest 2025: Die Trailer


    Bevor wir zum letzten Film kommen…

    Jedes Jahr werden wir auf dem Fantasy Filmfest mit Trailern bombardiert. Es passiert immer wieder, dass wir von einem vielversprechenden Blockbuster die Nase voll haben, weil wir den gleichen Zusammenschnitt 30 mal gesehen haben. Die Übersättigung ist für Dauerkartenbesitzer ein echtes Problem. Man lernt, sich nebenher anders zu beschäftigen.

    In diesem Jahr war es allerdings gar nicht so schlimm – primär, weil die meisten Trailer was taugten und kaum Videospiele darunter waren.

    Braucht die Welt eine neue TV-Serie "basierend auf der Welt von Stephen King", in der ES erneut aufgekocht wird und anscheinend auch andere King-Werke verwurstet werden…

  • Fantasy Filmfest 2025 (31): DEATHSTALKER


    USA, Kanada 2025

    Regie: Steven Kostanski

    Darsteller: Daniel Bernhardt, Patton Oswalt (Stimme), Christina Orjalo, Paul Lazenby, Nina Bergman, Laurie Field, Conor Sweeney, Robert Hyland, u.a.

    Offizielle Synopsis: Das Königreich Abraxion steht kurz vor dem Untergang. Die untoten Dreadite-Armeen des Magiers Nekromemnon drohen, die Welt in ewige Finsternis zu stürzen. Helfen könnte ein als „Deathstalker“ bekannter Barbarenkrieger – doch der will nicht. Bis ein verfluchtes Amulett ihn zwingt, sich gemeinsam mit einem Kobold und einer Diebin auf eine gefährliche Queste ins Herz des Bösen zu begeben…

  • Fantasy Filmfest 2025 (30): THE HOME


    Schweden, Estland, Island 2025

    Regie: Mattias Johansson Skoglund

    Darsteller: Philip Oros, Gizem Erdogan, Anki Lidén, Malin Levanon, Lottie Ejebrant, Ayan Ahmed, Lily Wahlsteen, Bengt C.W. Carlsson u.a.

    Offizielle Synopsis: Nur widerwillig kehrt Joel ins Haus seiner schwierigen Kindheit zurück, um seiner Mutter Monika zu helfen. Diese ist wenig begeistert, ins Heim verfrachtet zu werden. Doch unbetreut kann Joel sie nach ihrem Herzinfarkt nicht mehr wohnen lassen. Ganze sieben Minuten war die alte Frau tot! Der Ausflug ins Jenseits hat sie auf seltsame Weise verändert. Woher kennt sie auf einmal die bestgehüteten Geheimnisse ihres Umfelds – und nutzt sie noch dazu brutal aus, um alle um sie herum zu quälen…