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  • Filmverbrechen-Fotostory (3): KAMIKAZE 1989 oder: Kein Gremm Koks zu wenig


    Vorab : Die schöne Version von KAMIKAZE 1989, auf der meine Fotostory basiert, ist noch bis zum 28.8. auf arte zu besichtigen. Solltet ihr reinschauen. In der FAZ gab es auch eine sehr oberflächliche Huldigung des Streifens, von der ich kackfrech unterstelle, dass sie von diesen Beiträgen initiiert wurde.

    Und damit sind wir auch schon wieder in Düsselin… oder Berldorf. Jansen sind alle relevanten Informationen zu den Tatverdächtigen und dem ominösen 31. Stockwerk weitgehend in den Schoß gefallen, weil die tatsächlichen Mechanismen des Krimi-Genres Regisseur Gremm weniger interessieren als die Huldigung seines Hauptdarstellers…

  • Hyperland Redux (22): Vorwahl +8816: Das wirklich weltweite Netz


    Originaltext Februar 2014:

    Mit viel Wirbel und noch mehr Geld ging nach rund zehnjähriger Vorbereitung 1998 das weltweite Satelliten-Netzwerk "Iridium" an den Start. Was die digitale Kommunikation revolutionieren sollte, musste 2000 bereits wieder Konkurs anmelden. Doch die Satelliten haben den ökonomischen Absturz überlebt – und funken weiter unverdrossen. Quasi mit Verspätung ist das System nach dem Fehlstart doch noch ein Erfolg geworden. Nun wird eine neue Phase eingeleitet: Nach der globalen, unabhängigen Telefonie folgt das globale, unabhängige Internet.

    Es ist ein Alptraum für Drehbuchautoren des 21…

  • Filmverbrechen-Fotostory (2): KAMIKAZE 1989 oder: Fass, Binder!


    Okayyyyy… once more unto the breach!

    Als wir Polizeileutnant Jansen das letzte Mal verließen, bekam er von seinem Polizeichef den Auftrag, den Absender der Bombendrohung gegen den Megakonzern zu finden. Vier Tage hat er Zeit. Aber Jansen ist mehr daran interessiert, den im Drohbrief erwähnten "Mord" aufzudecken, der irgendwie mit einem ominösen 31. Stockwerk in der Konzernzentrale zusammenhängt.

    Und Jansen ist noch an ganz anderen Sachen interessiert. In seinem abgewrackten Büro (was Sinn macht, wenn man unterstellt, dass diese Welt eigentlich kaum noch Bedarf an Polizisten hat) schaut er sich die gemachten Aufnahmen an:

    Der nölige Neffe…

  • Hyperland Redux (21): Warum TV-Serien keine TV-Sender mehr brauchen


    Originaltext März 2013:

    Ein Format emanzipiert sich von seinem Medium: Wo 50 Jahre lang Fernsehproduzenten ihre Fernsehserien für Fernsehsender produzierten, mischen nun alte und neue Player den Markt auf. Sie experimentieren mit Formaten, Vertriebswegen – und investieren Millionen.

    Eine Idee aus Web-Steinzeit

    Die Idee, das Internet als direkten Vertriebsweg für neue Programme zu nutzen und so das "alte Medium Fernsehen" zu umgehen, ist wahrlich nicht neu. In den 90er Jahren finanzierte eine englische Firma die Vampirserie "New Blood" über Product Placement von Mode und Musik…

  • Filmverbrechen-Fotostory (1): KAMIKAZE 1989 oder: Deutschtopia


    Brace yourself!

    Ich dachte, das hier würde eine relative geradlinige Geschichte werden, die ich in zwei Etappen durchboxen kann. Aber es passiert, was immer passiert, wenn ich recherchiere – Zusammenhänge wurden klar, Fragezeichen tauchten auf, Nebenstränge drängten sich in Vordergrund.

    Ich gestehe vorab: KAMIKAZE 1989 ist ein großer Verhau, dem ich nur mangelhaft gerecht werden kann – weil das verlangen würde, in den ganzen Sumpf der Abhängigkeiten, Nepotismen, Seilschaften und "Freundschaftsdienste" der deutschen Film/TV-Kultur der letzten 60 Jahre hinabzusteigen. Das ist nicht stemmbar und zudem hochriskant…

  • Hyperland Redux (20): „Influencer“-Rabatte: Product Placement unter Freunden


    Originaltext November 2014:

    Kann man in Zukunft den sozialen Status im Netz für Rabatte nutzen? In New York gab es jüngst ein Experiment, bei dem genau das möglich war. Nutzer mit einem bestimmten Score bekamen einen Dollar Nachlass für je 500 Follower/Freunde in den sozialen Netzen. Daraus könnte sich eine Celebrity-Kultur mit ungewöhnlichen Folgen entwickeln.

    Es ist seit jeher die Macht, die denen Vergünstigungen bringt, die sie eigentlich am wenigsten brauchen: Im Mittelalter mussten Könige ebenso wenig für Speis und Trank zu zahlen wie kirchliche Würdenträger und lokale Politiker…