• KI pervers: Vokuhila in Full HD!


    Ich arbeite an einer neuen Fotostory und kann nur die Werbezeile von David Cronenbergs DIE FLIEGE zitieren: Be afraid. Be very afraid.

    Your taste will be tested, your limits, your patience, your sanity even.

    Weil es sich um den Rip von einer extrem seltenen VHS-Kassette handelt, sind Bild und Ton natürlich bestenfalls akzeptabel. Nachdem ich fast 400 Screenshots auf handhabbare 160 reduziert habe, komme ich auf die Idee, die KI mal mit einer Aufhübschung des Materials zu beauftragen. Die Ergebnisse sind… interessant.

    Das ist hier ist das Ausgangsmaterial – etwas zu farbsatt, verrauscht, niedrig aufgelöst und mit kaum noch lesbaren Texteinblendungen:

    Ich werfe Gemini an, lade den Screenshot hoch und prompte wie folgt:

    Please de-noise and sharpen the picture

    Tatsächlich gibt sich die KI mit der Restaurierung mehr Mühe als erwartet:

    Nicht nur ist das Bild rauschfreier, höher aufgelöst und in Sachen Farbbalance ausgeglichener – Gemini hat das Motiv zu beiden Seiten ergänzt und das, was als ein unschöner Farbblock identifiziert wurde, durch einen neu generierten Hintergrund ergänzt…

  • Der Wortvogel spricht zum Volke: Freiburger Thesen


    Der Besuch beim Black Forest Film Festival in Freiburg war ein kurzes Vergnügen – also genau die Sorte Vergnügen, die ich bevorzuge. Zeit für einen Bericht.

    Man hatte mich gebeten, vor dem ersten Panel einen Impulsvortrag zu halten – ich musste erstmal perplexity.ai anwerfen, um mir den Begriff "Impulsvortrag" erklären zu lassen. Einleitend, einführend, knapp, präzise. Aha. Kann ich.

    Außerdem schickte man noch ein paar vorbereitende Fragen für das KI-Panel.

    Alles keine Zauberei. Ich schrieb meine Gedanken im Zug nach Freiburg zusammen, der übrigens – bei aller habituellen Kritik an der DB – pünktlich und erfreulich leer war:

    Nicht weniger erfreulich: Bahnhof, Veranstaltungsort und Hotel lagen fußläufig in der Innenstadt…

  • Digital heartbeat: Computergrafik in den Musikvideos der 80er


    Kommen wir nun zu etwas völlig Anderem…

    Ich weiß nicht genau, wie ich über dieses Thema gestolpert bin. Es mag das Reel eines Retro-Bloggers gewesen sein, der belegen kann, dass das Video "You might think" von den Cars in den 80ern einmal Premiere hatte, ohne dass die Computertricks vollständig fertig waren. Das löste was in mir aus.

    Wie dem auch sei: Es geht heute um Musikvideos als "early adopter" von CGI in den 80er Jahren. Denn wahrlich, damals waren Videos nicht nur die bloße Bebilderung von Stars, Musik und Text, sondern auch ein künstlerischer Sandkasten, in dem man viel ausprobieren konnte…

  • Kino Kritik: SILENT NIGHT, DEADLY NIGHT 2025


    USA 2025. Regie: Mike P. Nelson. Darsteller : Rohan Campbell, Ruby Modine, Mark Acheson, David Lawrence Brown, David Tomlinson, Sharon Bajer u.a.

    Offizielle Synopsis: Als kleiner Junge muss Billy mitansehen, wie seine Eltern brutal von einem Mann im Weihnachtsmann-Kostüm ermordet werden. Jahre später ist er selbst zu einem Killer herangewachsen. Getrieben vom Trauma seiner Kindheit und mit seinem ganz eigenen Sinn für Gerechtigkeit wird Billy selbst zu „Santa“. Und mit jedem Türchen des Adventskalenders beginnt eine neue Nacht des Schreckens. Die Kleinstadt, in der er Unterschlupf sucht, wird zum blutigen Schauplatz seiner Abrechnung, denn in Billys Welt gilt nur eine Regel: Wer unartig war, muss bezahlen…

  • MAX HEADROOM im Würgegriff der Marketingmaschinen (NSFW)


    1985. MTV war noch so jung wie das deutsche Privatfernsehen und der Commodore Amiga. STAR TREK: THE NEXT GENERATION war noch nicht gestartet, Reagan Präsident und Kohl Kanzler. Die Yuppies prägten das Jahrzehnt. Um mit den Worten von Gordon Gecko zu sprechen: greed is good.

    Aber es gab eine kleine, kurzlebige Science Fiction-Serie, die sich gegen die "corporate culture" auflehnte, die von Manipulation der Zuschauer und Konsumenten erzählte, die vor der Lethargie der Masse warnte und einer Technologie, die wie Fortschritt scheint, aber die Zivilisation langsam auffrisst…

  • "Let’s all meet up in the year 2000…" – Erinnerungen an 35 Jahre Pressevorführungen (2)


    Die 90er Jahre könnt ihr hier nachlesen.

    Es waren gute Zeiten, das lässt sich nicht bestreiten. Raubkopien aus dem Internet saugen war noch keine Option, Streaming unbekannt, und eine gesunde Menge an Studios und Verleihern pumpte nicht nur viel Geld in Filme, sondern auch in deren Vermarktung. So bekam man 1998 zu LOST IN SPACE diese geile Uhr geschenkt:

    MATRIX war der Film, der uns ins neue Jahrtausend brachte – und es sollte sich einiges in Sachen Pressevorführungen ändern. Vieles davon wurde von den Nerds unter den Journalisten heftig kritisiert, muss aber faktisch als Verbesserung angesehen werden…

  • Lights! Camera! Christmas!


    Ich wollte den Weihnachtsbaum nicht vor unserem Ibiza-Urlaub kaufen, aber die LvA deutete leichte Enttäuschung an, dass wir an diesem Wochenende den Advent nicht einläuten können. Also bin ich zum Baum-Dealer unseres Vertrauens gefahren und habe eine schöne zwei Meter hohe Nordmann-Tanne abgeschleppt.

    Der Baum bleibt bei uns üblicherweise bis zur tatsächlichen Weihnacht auf der Terrasse, manchmal sogar komplett. Die hauptsächliche Dekoration während der Outdoor-Phase war in den letzten Jahren immer eine Lichterkette mit einem beleuchteten Stern, die wir mal günstig bei Amazon geschossen hatten:

    Die ist schon ziemlich gut, hat aber einige Macken: die acht Stränge müssen sehr vorsichtig ab- und aufgerollt werden, damit sie nicht hoffnungslos verheddern…

  • Der Wind schlägt um – aber wohin? Die Diät-Spritze als Zeitenwende


    Disclaimer : Ich bin mir der Problematik der folgenden Diskussion bewusst. Ich habe in meinem Leben viele Menschen mit Essstörungen kennen gelernt, habe sogar Menschen daran sterben sehen. Ich habe selber die erste Hälfte meines Lebens nach klassischem Verständnis zu wenig, die zweite Hälfte zu viel gewogen.

    Ich habe in den letzten Wochen mit gleich mehreren Menschen gesprochen, die auf die Spritze als Mittel zur Gewichtsreduktion setzen, darunter gestresste Manager ebenso wie Frauen, die zeitlebens mit schwankendem Gewicht kämpfen. So skeptisch man sein mag: bei allen scheint es zu diesem Zeitpunkt sehr gut zu funktionieren…