Thema: TV-Kritik
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Unglaublich, aber wahr: Alle South Park-Episoden sind nun offiziell, online, und in guter Qualität abrufbar.
Angesichts der Tatsache, dass man auch alle "Daily Show"- Episoden, und sämtliche Kinokritiken von Siskel & Ebert abrufen kann, gibt es endgültig gar keinen Grund mehr, den Arsch vom Sofa zu heben.
Es ist ein gutes Jahr für die Fans von phantastischen Serien – nur hat es scheinbar niemand gemerkt. Gerade der prototypische SF-Fan scheint auf Genre-Shows nur anzuspringen, wenn sie Raumschiffe und Aliens zeigen. Dabei hat gerade die TV-Saison 2007/08 aufgezeigt, dass SciFi/Fantasy/Horror eine Bandbreite hat, die noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre.
Natürlich war nicht alles Gold, was glänzt, und einige Shows sind nicht so gelaufen, wie man es sich gewünscht hätte. Trotzdem verdient der Mut der Macher Respekt. Und ich verwurste meine Gedanken zu den neuen Serien jetzt mal zu einem Rundum- schlag…
Die Serie "Knight Rider" ist besser als ihr Ruf. Großartiger Vorspann, klasse Musik, coole Autostunts, und ein simples 80er Jahre-Actionkonzept: Michael Knight jagt als Fahrer der Foundation für Recht und Verfassung mit seinem Superauto K.I.T.T. die Bösewichte in den ländlichen Gegenden der amerikanischen Westküste. Gelitten hat die Serie seit damals durch die zunehmend peinlichen Selbstproduktionen des Hauptdarstellers Hasselhoff, und seinen kompletten modischen Supergau mit Dauerwelle und Lederblouson.
"Knight Rider 2008", der nach "Knight Rider 2000", "Knight Rider 2010", und "Team Knight Rider" vierte Versuch, Leben aus der Franchise zu quetschen, schafft das erstaunliche Kunststück, so schlecht zu sein, wie die Originalserie in unserer Erinnerung heute erscheint…
Kürzlich bei Schmidt & Pocher:
Seit 2006 auf YouTube:
Ich habe leider den Nachspann der ARD-Sendung nicht zur Hand, um zu checken, ob man den Gag ordnungsgemäß eingekauft hat (wie seinerzeit bei "RTL Samtag Nacht", "Sketchup", etc.)
Dank an Kommentator Ron für den Hinweis
Gestern habe ich mir die 43. Verleihung der Goldenen Kamera angesehen, weil DWDL mich um einen Bericht dazu gebeten hatte. Den findet ihr übrigens hier. Um nichts zu vergessen, habe ich die Sendung "live mitgebloggt". Hier meine Notizen:
21:14 Bassige Off-Stimme wie beim Boxen – muss der Moderator angekündigt werden?
21:15 Thea Gottschalk – grausam gekleidet, Thomas mit alt werdendem „Schwung"
21:16 Platte Witzchen über Spears, Bohlen, Pooth – streiken die deutschen Autoren auch?
21:17 Schon der erste Preis – das ging ja fix. Für beste Schauspielerin (Laudator: Walter Sittler)
21:18 Schlechte Laudatio: Muss man die Leistung der Frauen immer besonders betonen…
Ich erwähnte ja vor ein paar Tagen den FAS-Artikel von Peer Schader, in dem auch ich zitiert wurde. In meinem Gespräch mit dem Journalisten am Donnerstag wurde eine ganze Reihe von Themen angesprochen, die dann aus Platzgründen keinen Eingang in den Artikel fanden.
Das finde ich schade.
Darum kapere ich die Idee der Story ganz frech, und beantworte für euch nochmal ein paar Fragen, die ihr gar nicht gestellt habt.
Warum gibt es in Deutschland keine mächtige Autorengewerkschaft wie in Amerika?
Richtiger wäre: Warum gibt es in Amerika eine mächtige Autorengewerkschaft…
Ich denke, wer diesen Clip noch nicht kennt, sollte jetzt emotional ganz tief einatmen – Jon Stewart in seiner ersten "Daily Show" nach den Anschlägen vom 11. September 2001:
The Daily Show with Jon Stewart Mon – Thurs 11p / 10c September 11, 2001 www.thedailyshow.com Daily Show Full Episodes Political Humor & Satire Blog The Daily Show on Facebook Schade nur, wie schnell die Einigkeit Amerikas und der (w/r)estlichen Welt politischen Ego-Trips geopfert wurde…
Die konservative Medienlokomotive Bill O’Reilly meinte kürzlich, der Autorenstreik in den USA würde die Moderatoren der Comedy-News-Shows wie "Colbert Report" und "Daily Show" als Marionetten entlarven, die ohne Skript nicht einmal wüßten, in welche Kamera sie schauen müßten.
Natürlich war auch hier der Wunsch der Vater des Gedankens – Stephen Colbert und Jon Stewart sind feste politische Größen, und das nicht erst, seit Stewart als Gast in "Crossfire" den aufgeblasenen Tucker Carlson plattgemacht hat:
Ich habe mir nun eine Woche lang "Daily Show" und "Colbert Report" angeschaut, die derzeit ohne Autoren auskommen müssen…
NACHTRAG : miserable 6,8 Prozent in der Zielgruppe – schlechteste Quote von den vier Comedy-Formaten des Abends. Soviel zu der These, dass der deutsche Zuschauer jeden Scheiß guckt.
Ich wollte nicht über "Das iTeam" schreiben. Das sind immer so vorhersehbare Verrisse, die keinen Spass machen. Und außerdem haben mir diverse Kollegen die Arbeit schon abgenommen – mit erwartbarem Ergebnis. Der Tenor: Brutal unkomisch, schlecht gespielt, Billig-Look.
Auf der Webseite des Senders konnte man sich die erste Episode vorab ansehen, und in der Tat: Das deutsche Remake der britischen Erfolgsserie "IT Crowd" schmerzt…
Ja ja, bin ja schon weg. Aber hinterher heißt es wieder, ich hätte doch darauf hinweisen sollen, dass am 1. Weihnachtstag um 23.40 Uhr auf RTL der maßgeblich von mir verbrochene "Apocalypse Eis" nochmal ausgestrahlt wird. Wer ihn noch nicht kennt, kann hier zuschlagen.
Wahrlich kein guter Film, aber ich stehe dazu.
Und weil wir gerade bei den Fernseh-Tipps sind: ProSieben zeigt am gleichen Tag die zweiteilige Terry Pratchett- Verfilmung "Hogfather", die ich ausgesprochen gelungen fand (auch wenn ich für die Synchro nicht bürgen kann)…