• Unser TV: Umschalten, nicht abschalten!


    Ich bin gerade mal wieder spontan geladen: Beim Kollegen Niggemeier hat gerade ein "Jörg" zum Rausschmiß von Andrea Kiewel folgendes abgelassen:

    "Weil ich nicht nur „halbwegs” aufnahmefähig und mein kognitives Potenzial nicht nur „ausreichend” ist, habe ich meine Glotze vor Jahren auf den Müll geworfen. Damit gehörte ich schon damals zu denen, die Soziologen heute als Kulturelite bezeichnen ;-)"

    Da hilft auch der Smiley nicht – das ist Dummgewäsch der wirklich üblen Sorte, und ich bin "Sebastian" für seine Replik dankbar:

    "Das heisst, man verliert ab einem gewissen Elitestatus die Fähigkeit, sich ein gescheites Programm auszuwählen und gibt lieber ganz auf"…

  • O tempora! O mores! O US-Splatter-TV!


    Es ist doch erstaunlich, wie sehr sich die Maßstäbe verschieben: In den 80ern war es noch ein Skandal, als in der "Schwarzwaldklinik" eine Vergewaltigung (und kurz darauf eine Entmannung) angedeutet wurde. Oder als fünf Folgen der "Profis" wegen angeblicher Gewaltverherrlichung aus der Erstausstrahlung genommen wurden.

    2007 kann man sowas im Fernsehen bestaunen:

    Wer es nicht gleich erkennt – es handelt sich um die Leiche eines Mannes, der aus einem Flugzeug geworfen wurde. Gesehen in der Serie "Bones".

    Und so ein Motiv hätte doch in den 80ern jedem Cover einer Italo-Schlachtplatte gut zu Gesicht gestanden:

    Wem’s noch nicht reicht – ein Klick vergrößert die Bilder…

  • Das beste TV-Jahr aller Zeiten


    Ich vermisse die 90er. Nicht generell. War so ein Jahrzehnt, das man auch hätte weglassen können. Alles nur retro, nix Neues mehr, scheiß Musik, scheiß Klamotten, und scheiß Politik. Kannze eigentlich knicken. Oder die 80er wiederholen.

    Aber Fernsehen gab’s da!

    Vor ein paar Tagen fiel mir auf, wie sehr ich die klassische Sitcom vermisse. Das, was man in Fachkreisen "multiple camera sitcom" nennt. Derzeit regiert ja die "single camera sitcom", die im Stil von Dramaserien produziert wird: "The Office", "My Name is Earl", "Scrubs", "Arrested Development"…

  • TV-Tipp zur Geisterstunde Sonntag (mdr)


    Scheißer geht’s nimmer, aber gesehen haben muss man es trotzdem, damit man den Enkeln davon erzählen kann:

    Klick auf das Bild leitet zu einer grandiosen Kritik weiter!

    NACHTRAG : Die immer zuverlässige Empfehlungs-Engine der Internet Movie Database dient Fans dieses Films u.a. "Lethal Weapon 2" als vergleichbar an!

  • Trüffelsucher TV-Tipp: Von Sex bis Simmel


    Weil ich mich letzte Woche so geärgert habe, ein paar TV-Delikatessen im Nacht- programm der Öffentlich- Rechtlichen verpaßt zu haben, schaue ich mittlerweile wieder genauer hin, was das Wochenende televisionär zu bieten hat. Und damit ich euch nicht immer a posteriori eine lange Nase drehe, teile ich künftig mit, wenn ich was Verheißungsvolles finde.

    In den frühen Morgenstunden (3 Uhr, Samstag auf Sonntag) beglückt uns arte mit einer Dokumentation über den deutschen Film der 70er Jahre. 65 Minuten, für die es sich vielleicht nicht lohnt, wach zu bleiben – aber dafür gibt es ja DVD-Rekorder…

  • Fernsehen in Zahlen


    In diesen Wochen beginnt in den USA die neue TV-Saison, und über die neuen Serien werde ich sicher noch ein oder zwei Kilobyte Text zu verlieren haben. Vorab: Es wird eine vergleichs- weise lahme Saison ohne wirkliche Highlights.

    Im neuen Cynopsis-Newsletter las ich dazu heute ein paar Zahlen, die ich interessant fand:

    Noch im Jahr 2003 strahlten die Networks in Amerika 49 komödiantische Fiction-Formate aus, und 48 Dramas. Im Herbst 2007 werden es nur noch 22 Comedys sein, und 46 Dramas. Der Rest? Reality und Talentshows…

  • Mehr Fernsehkult, bitteschön!


    Ich wollte schon vor einigen Tagen einen Frustbericht darüber schreiben, wie armselig das deutsche Fernsehen mit seiner eigenen Geschichte umgeht – und dass z.B. die BBC ein ganz anderes Verhältnis zum britischen Film pflegt.

    Dann sendete 3Sat diesen wunderschönen Thementag mit alten Schwarzweiß-Sendungen, und Katrin Bauernfeind als bezaubernd hintoupierter Ansagerin. Da steckte Liebe drin, die ich von den Öffentlich-Rechtlichen gar nicht mehr erwartet hatte.

    Und was soll ich sagen? In der gleichen Woche entdecke ich bei SAT.1 Comedy (einem digitalen Spartenkanal) "Lachen Sie mit Stan und Ollie"- zur Primetime…

  • Das Gesicht des Erfolges


    28,7 und 15,4 – Zahlen, aus denen Sieger gemacht sind. Wenn es sich dabei um Einschaltquoten auf ProSieben handelt…

    Heute will ich zur Abwechslung mal nicht mich selber loben, sondern meinen Kumpel und Komplizen Marc Hillefeld, der auch schon auf ein paar schräge Projekte zurückschauen kann, und dessen "Märchenstunden"- Episoden "Rotkäppchen" und "Schneewittchen" Traum- quoten eingefahren haben. Genau genommen ist er damit sogar der erfolgreichste Serienautor der Sendergeschichte.

    Mir selbst bleibt nur zu hoffen, dass die Begeisterung des Publikums für das Format noch zwei Wochen hält, bis meine eigene Episode "Drosselbart" auf Sendung geht…

  • Bück dich, Flash, das Fernsehen ist da!


    Es gibt Träume, die besser nicht wahr werden sollten. Seit Jahren habe ich darauf gehofft, dass mal wieder jemand die knackige Weltraumabenteuer-Saga "Flash Gordon" aufbereitet. Kein pseudophilosophischer Unsinn wie in den neuen Star Wars-Filmen, keine ikonenlastige Athritis wie Star Trek, und schon gar keine Dauerdepression wie "Battlestar Galactica". Einfach knallbunter Spass mit bösen Bösewichtern, vielen Feuergefechten, und Raketen, die rückwärts fliegen können.

    Und nun hat der amerikanische SciFi-Channel eine neue "Flash Gordon"-Serie produziert:

    Ich würde gerne sagen: Mir fehlen die Worte. Aber das wäre gelogen…