Thema: Reisen
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Für jemanden, der sehr viel kommuniziert, ist es eine fast religiöse Erfahrung, zwei Wochen ohne nennenswerten zwischenmenschlichen Kontakt zu sein. Ich spreche mit praktisch niemandem, an manchen Tagen sehe ich auch niemanden. Was ich erlebe, kann ich mit niemandem teilen. Also mache ich, was ich immer mache: Ich schreibe es auf.
29.11.: Abflug zu humaner Zeit. Leider diesmal mit Zwischenstopp in Palma. Mein Flieger ist zu langsam – dafür kann ich direkt in das Insel-Taxi nach Ibiza weiter schlendern. Es regnet. Klasse, da hätte ich auch zu Hause bleiben können…
Es ist mal wieder soweit: Um meinen Roman termingerecht zu beenden, fahre ich morgen für einen Schreib-Marathon nach Ibiza (derzeit 21 Grad – da geht noch mehr!). Anders ist das auch nicht machbar. Hier in München bin ich einfach zu sehr abgelenkt. Vor allem: auf Ibiza habe ich kein Internet – und so gut wie niemand meine Telefonnummer.
Ich werde alle paar Tage mal ins Internet-Café nach Eularia schlendern, um Sorge zu tragen, dass Ihr hier keinen Unsinn macht. Mein IT-Experte hat ebenfalls ein Auge auf euch…
Ich mache gerne Urlaub in Amerika. Weil der meistens irgendwie mit meinem Beruf zusammenhängt, konzentrieren sich meine Trips allerdings auf die Metropolen: ich war in New York, Austin, Miami, Washington, San Diego, Los Angeles, etc. Ich würde gerne mal mit einem Wagen einfach drei Wochen quer durchs Land fahren. Vielleicht den Lincoln Highway.
Eine Tour, die ich ziemlich perfektioniert habe, führt in 14 bis 15 Tagen durch Kalifornien, und Teile Nevadas. Sie erscheint mir perfekt für USA-Anfänger, die in kurzer Zeit eine größtmögliche Vielfalt an Landschaften und Sehenswürdigkeiten abhaken wollen, ohne dass es in Stress ausartet…
Ich bin für zwei Wochen wieder mal hier. Eigentlich Urlaub, aber es wäre doch gelacht, wenn ich nicht auch was arbeiten würde.
Trotz meiner Abwesenheit lohnt es sich aber, immer wieder mal vorbeizuschauen – ich habe ein paar Beiträge vorbereitet, die zeitgesteuert freigeschaltet werden. Und auch auf den Balearen gibt es Internet-Cafés, also werde ich alle zwei oder drei Tage mal Laut geben. Als Bonus gibt es voraussichtlich noch den ersten Gastbeitrag der Wortvogel-Geschichte.
Ich hoffe, ihr seid noch da, wenn ich wiederkomme…
Wie vielleicht zwischen den Zeilen rauszulesen war, habe ich das letzte (verlängerte) Wochenende in London verbracht. Als verspätetes Geburtstagsgeschenk für meine Freundin, die noch nie in der britischen Metropole war, wurden nur basis-touristische Pläne gemacht. London für Einsteiger, nicht für Aussteiger. Und warum auch nicht?
Hier meine Eindrücke – ungefiltert, schmerzfrei, CO2-neutral.
Die Reise war ein echtes Schnäppchen – Direktflug von München mit der Lufthansa, dazu ein Sahne-Hotel am Trafalgar Square, vier Tage, drei Übernachtungen, pro Person ziemlich exakte 300 Euro. Auch die Flugzeiten konnten wohl nicht besser sein: Abflug Freitag 9.30 Uhr, Rückflug Montag 20.30 Uhr…
Sodele, der kaum nennenswerte Winter neigt sich dem Ende zu – und den Wortvogel zieht es gegen alle Regeln nach Süden. Für eine Woche weile ich nun auf Ibiza, und bevor jemand meine Email-Adresse vor Neid an die Spam-Bots weitergibt – dort wartet Arbeit auf mich: die hoffentlich vorläufig letzte Fassung meines Zweiteilers. Und selber kochen muss ich auch.
Bis dahin setze ich die Kommentare in den Moderationsmodus – ohne meine Genehmigung kommt hier kein Pieps durch. Vermutlich werde ich unter der Woche mal im Internet-Café von Eulalia vorbeischauen, und angesammelte Nachrichten freigeben…
Ich hab’s versprochen, ich hab’s gemacht: am gestrigen Montag bin ich in aller Frühe in die Tschechei gefahren, um dort am letzten Drehtag meiner Episode "Drosselbart" anwesend zu sein. Außenaufnahmen fanden auf Schloss Krivoklat statt. Dort hatte die Produktionsfirma ein beeindruckendes mittelalterliches Dörfchen direkt in den Schlosshof bauen lassen, welches für praktische alle acht neuen Episoden der Serie "Märchenstunden" genutzt wird. Die Innenaufnahmen fanden in einem Studio in Prag statt, welches ich nicht besucht habe.
Die Fahrt selber gestaltete sich relativ stressfrei, denn die Straßen waren trocken und sauber, das Auto schnell, und die Verkehrslage übersichtlich…
Soviel zum Thema "mit dem Mietwagen nach Prag":
Nach drei Stunden hatte ich es noch nicht einmal aus der Stadt raus geschafft – und da war es dann auch egal.
Das Winterchaos in München hat mir jede Chance, bei den Dreharbeiten meiner "Märchenstunde" dabei zu sein, zunichte gemacht. Vielleicht lässt sich Montag noch ein Blitzbesuch einschieben, und den großen Erlebnisbericht gibt es dann.
Aber wo Schatten ist, ist bekanntlich auch Licht, und zu meiner Freude habe ich festgestellt, dass die BILD heute recht groß über Jeanette Biedermann und die Dreharbeiten berichtet (Klick auf das Bild führt zu der BILD)…
Es gibt in jedem Buch aus dem Regal "Wie werde ich Bestseller-Autor in 10 Tagen" den banalen Ratschlag, dass jeder Autor den Platz und die Umstände finden muss, die es ihm erlauben, bestmöglich zu schreiben. Manche Schreiber sitzen gerne mit dem Laptop bei Starbucks, andere brauchen das schalldichte Dachgeschoss.
Nach 15 Jahren und geschätzten 20 Büchern (und drei Dutzend Drehbüchern, Hunderten von Artikeln, etc.) habe ich meinen "perfekten Platz" gefunden.
Ibiza hat sich für mich als der Ort entpuppt, an dem ich intensiv und gleichzeitig entspannt schreiben kann…