Thema: Projekte
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Horizont.net vermeldet, dass die Zeitschrift "Daheim in Deutschland" einen Relaunch spendiert bekommt – gefühliger soll sie werden, bildmächtiger. Bedenklich finde ich, dass nun auch Auswanderer in Australien unter die Dachmarke "Daheim in Deutschland" fallen. Honi soit qui mal y pense…
Die erste neue Ausgabe wird so aussehen:
Da deuchte mir: "Das kenn ich doch?" Ein kurzer Blick in mein Magazinarchiv fördert die LandIdee von April/Mai 2010 ans Tageslicht:
Putzig finde ich, dass wir das Cover als Frühlingsmotiv verkauft haben, die Kollegen damit allerdings den Herbst einläuten…
Ich versuche, ein ganz banales Problem für eine LandIdee-Reportage durch Crowdsourcing in den Griff zu bekommen. Meine Frage: Wohnt einer meiner Leser in der Nähe von 77773 Schenkenzell im Schwarzwald?
Ich weiß mittlerweile, wie es aussieht, wenn meine Romane auf taiwanisch, koreanisch und kyrillisch erscheinen. Ich kenne meine Filmtitel in japanisch, ungarisch, thailändisch, englisch, whatever.
Tulpenländisch bzw. käsig ist allerdings neu:
Wen’s schert: Der auf dem Cover angekündigte Artikel über Schafzucht ist von mir.
Ich pack das jetzt beides in ein Posting – ist ja kein Wettrennen, um die 1500er-Marke zu durchbrechen (aktueller Stand: 1406 Beiträge, btw).
Bekanntermaßen schreibe ich für die "LandIdee", und bekanntermaßen ist das Heft sehr erfolgreich. Seit dieser Woche gibt es ein paar genauere Zahlen, die sich anzuschauen lohnt.
Eins vorab: Die "Landlust" bleibt mit über 700.000 verkauften Exemplaren unerreicht und unerreichbar. Die könnten bald den "Spiegel" knacken. Respekt.
Wer immer gegen die "Landlust" antritt, tritt im Kampf um Platz 2 an.
Aber wer ist die Nummer 2…
Ich verliere langsam die Übersicht (erfreulicherweise im Gegensatz zu meinem Agenten) – gestern kamen die Verträge für die tschechischen Ausgaben der "Nibelungen"-Trilogie, und gerade bringt der Postbote diese Belegexemplare an die Haustür:
Einerseits freue ich mich, dass es die Bücher nun erstmals auf Deutsch als Hardcover gibt – wie von Gott gewollt. Und die Covermotive sind schon SEHR cool (glänzender Spotlack – kann man auf dem Scan leider nicht sehen). Das entspricht der ursprünglichen Intention.
Andererseits sind die einzelnen Bände mit 10,95 Euro teurer als die Doppelband-Version von cbt, die für die gleiche Menge an Drachenschlachten insgesamt 12 Euro verlangt…
Vorgestern, 6. September 2010. Ich miete einen 3er BMW, um mit unserem Fotografen Nick für die "LandIdee" in den Odenwald zu fahren. Dort gibt es einen Traditions-Handwerker, über den sich eine Reportage lohnt. 417 Kilometer Fahrt laut Navi, deshalb der etwas größere Wagen. Die Dame bei Sixt fragt: "Wollen Sie eine Vollkasko-Versicherung?". Ich verneine: "Seit 20 Jahren unfallfrei, wird nicht nötig sein".
Drei Dinge sollte man an dieser Stelle wissen:
"20 Jahre unfallfrei" ist NIE ein Argument, und ich würde das auch selber niemandem durchgehen lassen Der Verlag bezahlt die Vollkasko, nicht ich Mit meiner ADAC Gold Card (lag zu Hause) hätte ich genug gespart, um die Vollkasko quasi umsonst zu bekommen Die Fahrt geht gut, nur minimale Staus…
Das größte Lob, das man uns für die "LandIdee" oft macht ist, dass man dem Heft die Mühe nicht ansieht, die darin steckt. Im Idealfall ist die Zeitschrift entschleunigend, entspannend, leicht und unbeschwert. Hinter den Kulissen ist sie aber gehörige Plackerei. Und heute erzähle ich euch mal, wieso das so ist.
Am Beginn jeder Ausgabe stehen Themenkonferenzen: Was soll überhaupt ins Heft? Das ist keine Frage zufälliger Eingebungen, sondern orientiert sich an den Rubriken ("Landblick", "In den Topf geguckt") und vor allem an der Jahreszeit…
Zu den für diesen Beitrag irrelevanten Fakten gehört, dass ich bis zu meinem 13. Lebensjahr in der gesamten Familie den unerklärlichen Spitznamen "Tüte" hatte. Meine Tante nennt mich heute noch so, und auch meine Mutter ruft mich in Fällen unangemessener Sentimentalität gerne "Tütemann".
Darum geht’s aber hier nicht. Ich habe nur dieser Tage einen Artikel für die LandIdee über Kultur und Brauchtum der Schultüte geschrieben. Das ist faszinierender, als man meinen sollte – es gab deutliche regionale Unterschiede, was Design und Inhalt angeht, die DDR entwickelte ganz eigene sechseckige Tüten, und politische Themen waren mitnichten tabu…
Alexandra Kamp war vor, während und nach den Dreharbeiten von "Sumuru" ziemlich cool. Ich habe sie selber damals nicht getroffen, aber so wurde es mir zugetragen. Auch in den Bildern zur Produktion kommt das rüber, wie ich finde.
Nun hat sie bei YouTube ein kurzes Video mit Bloopern (neudeutsch für "Versprecher") hochgeladen, das ich euch nicht vorenthalten will:
P.S.: Nach sechs Jahren ist die Webseite zum Film, zu der ich in der Seitenleiste immer noch verlinke, anscheinend endgültig tot. Irgendwie schade.
Es gibt Tage, da bin ich glücklich und dankbar, für ein Heft wie die LandIdee schreiben zu dürfen – gestern war mal wieder so ein Tag:
Was ihr da auf meinem Arm seht, ist ein schwarzes Lämmchen, das auf einem artgerechten Hof lebt, zwischen Schafen, Ziegen, zwei Hunden, ungefähr sechs Katzen, und einem Pferd.
Weil dem Redakteur nix zu schwör ist, habe ich mich bei "Stöckelchen" auch gleich mal an die Zitze gemacht:
Und was soll ich sagen? Es geht!
Bei Ziegen ist man übrigens der umjubelte König, sobald man ein bisschen altes Brot aus der Tasche holt:
Für den Artikel unwichtig, aber ein persönliches Anliegen von mir war der Schnappschuss am idyllischen Teich, der zum Hof gehört…