Thema: Projekte
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HINWEIS: ERST DIE VORHERIGEN TEILE LESEN!
Weiter im Text: Den Sommer über ging es also nicht nur darum, ein Konzept zu erstellen, dem der Sender ein Produktionsbudget zugestand, sondern es musste auch eine Hauptdarstellerin gefunden werden. Die Ansprüche sind nicht gering, denn Telenovelas sind für die Hauptdarstellerin noch mal deutlich schwerer als normale Soaps – schließlich muss die Heldin in den allermeisten Szenen auftreten. Musikalische Begabung war außerdem ein Plus, denn die Musik der Serie sollte ja vermarktet werden.
Also schrieb ich ein paar Szenen, die den Charakter von „Lena“ und von „Isi“ deutlich machten, und in einem Studio in München wurden mehrere Dutzend hoffnungsvoller Darstellerinnen getestet…
HINWEIS: ERST DIE VORHERIGEN TEILE LESEN!
Wir erinnern uns: Telenovela- Boom, ProSieben, Pitch Paper, Ägypten, Urlaub, SMS, Rückruf bei Christian Becker wegen "Lena – Liebe im Doppelpack"
Christian machte es kurz: ProSieben hatte den Pitch gelesen, fand ihn klasse, wollte mehr. Allerdings seien noch drei weitere Konzepte anderer Firmen im Rennen.
Ich konnte es kaum glauben – ich hatte doch nun wirklich nichts Weltbewegendes abgeliefert. Aber gut – die nächsten Tage machte ich mir locker ein paar Gedanken, wie sich „Lena – Liebe im Doppelpack“ ausführlicher darstellen ließ…
Kaum einer wird es gemerkt haben, allenfalls die Leser von Quotenmeter, denn dort wurde gestern darauf hingewiesen: Heute morgen um 5.50 Uhr lief die 130. und letzte Episode der Telenovela „Lotta in Love“.
Ich habe „Lotta“ erfunden. Die Serie mit Christian Becker und Anita Schneider dem Vorstand des ProSieben- SAT.1-Konzerns vorgestellt. Das Autorenteam geleitet. Die meisten Episoden verfasst.
In meiner Abstellkammer stapeln sich noch Werbebanner, Poster, Bücher, Gläser, T-Shirts, Taschen, Tops, Magazine – alles Erinnerungsstücke, die ich bestimmt niemals hergeben werde.
LiL wurde von Anfang an stark kritisiert…
Die Gabelsbergerstraße in München – dort befand sich meine erste eigene Wohnung in der bayerischen Hauptstadt, anno 1991. Für die Recherche zu einem historischen Zweiteiler stieß ich nun auf ein Foto dieser Straße aus dem Jahre 1906:
Gestern habe ich mir den Spaß erlaubt, diese Stelle mal mit meiner Digitalkamera zu besuchen:
101 Jahre.
Schön zu erkennen: Das letzte Gebäude vor der Kreuzung Luisenstraße, und das erste Gebäude dahinter existiert nicht mehr. Vermutlich im 2. Weltkrieg zerstört. Vor der Kreuzung befand sich seither die Buchhandlung Kanzler in einem einstöckigen Flachdachbau, der vor ein paar Jahren abgerissen wurde…
Fertig. 120248 Wörter. 520 Standard-Manuskriptseiten in sechs Kapiteln plus Einleitung und Epilog. „Die Rache der Nibelungen“.
Um den Abgabetermin für meinen neuen Roman halten zu können, bin ich förmlich nach Ibiza geflohen. Im Flieger habe ich einen Zeitplan aufgestellt, mit festgelegten Schreibphasen. Das war eminent wichtig, denn ohne Selbstverpflichtung hätte ich die 17 Tage problemlos damit verbringen können, 344 Folgen „Simpsons“ zu gucken. Zu meiner eigenen Überraschung ist es mir gelungen, den Zeitplan auch tatsächlich fehlerlos einzuhalten, und drei Tage vor dem Ende der Schreibklausur bin ich fertig…
So, es hat länger als erwartet gedauert, aber heute möchte ich (auch auf die zähe Nachfrage des Herrn Sixtus) mal wieder berichten, wie es mit dem Roman voran geht.
In zwei Worten: Nicht gut.
Und das gibt mir ausreichend Material, euch mal über meine Schulter gucken zu lassen. Im Leid liegt ja bekanntlich mehr Spannung als in der Freude…
Was ist passiert? Nun, ich habe die 200 Seiten-Marke mittlerweile solide übersprungen. Das entspricht nicht ganz meinen Planungen, nach denen ich mich schon der 300er-Marke nähern müsste…
Ich möchte heute ein neues Experiment beginnen. Die meisten, die mich kennen, kennen auch meinen Beruf: Ich bin Autor. Diejenigen, die mich nicht kennen, verweise ich gerne auf die Biographie, die sie in der Spalte rechts anklicken können.
Viele Menschen können sich unter dem Begriff "Autor" allerdings wenig vorstellen. Besonders bei mir, weil ich ja nicht nur einen Aspekt dieses Berufes beackere, sondern so ziemlich alles mache, was mit Texten zu tun hat. Und selbst wenn ich erkläre, dass ich gerade wieder an einem neuen Roman arbeite, bleibt die Frage offen: WIE arbeitet man an einem neuen Roman…