Thema: Projekte
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Food-Edition! Ich will meinen immer mal wieder schwindenden Diäterfolg nicht auf meinen Beruf schieben, aber… mein Beruf ist schuld. Ein beträchtlicher Teil meiner Reportagen dreht sich nämlich ums Essen und es ist vor Ort nachgerade unhöflich, mühsam gekochte und hergerichtete Speisen abzulehnen. Ich reiße mich zusammen und greife zur Gabel.
Wir sind im Urlaub, weil wir Urlaub brauchen. Und warum brauchen wir Urlaub? Weil wir gerade drei Hefte parallel fertig gestellt haben: Die neuste Ausgabe der "Liebes Land", die zweite Ausgabe des Sonderhefts "Mein Garten & Ich" und das brandneue Magazin "Lea Garten".
Das Garten-Sonderheft beschreibt die Webseite des Verlags so:
Rein in die Gummistiefel, raus in die Beete – die Gartensaison ist eröffnet! Und das neue Gartenjahr begrüßt die Liebes Land mit einem Sonderheft. Endlich können Hobbygärtner wieder nach Lust und Laune graben, pflanzen, säen und bald auch schon ernten und genießen…
Tier-Edition! Alle meine Fotografen wissen: Hat der Dewi vor Ort erstmal ein Tier gesichtet, ist man ihn los. Ich bin halt ein Schmuser vor dem Herrn und die meisten Vierbeiner haben auch schnell einen Narren an mir gefressen. So kommt es, dass auch immer wieder schöne Schnappschüsse mit Hund, Katz & Co. entstehen:
Fotografen u.a. Johannes Geyer, Andreas Henn, Uwe Tölle, Peter Raider, und Stephanie Schweigert. Ihnen gebührt wie immer mein Dank.
Ich war ja gerade mal wieder acht Tage auf Reportagereise – und die nächste Tour über fünf Tage läuft auch schon. Damit ihr euch eine Vorstellung machen könnt: in der letzten Woche habe ich mit meinem Fotografen in sieben Tagen acht Reportagen produziert. Selbst nach der Erstauswahl sind noch über 1200 Bilder übrig, aus denen sicher über 60 Seiten für die "Liebes Land" und ihre Sonderhefte generiert werden.
Wer nun glaubt, das sei alles Kinderkram, der irrt. Besonders diesmal. An vier von sieben Tagen hatten wir Regen, es musste umgebucht, umgeplant und umgedacht werden…
Ich mache gerne Reportagen mit Johannes Geyer, weil er nicht nur als Fotograf ein echter Profi ist, sondern weil er frei von Allüren ist und die Chemie einfach stimmt. Er hängt sich sich immer zu 150 Prozent rein, "geht nicht" gibt’s nicht, und wenn er sich in ein Motiv verbeisst, muss man ihn manchmal mit strengen Worten wegzerren. Das mag ich.
Was die meisten von euch nicht wissen: Johannes war nicht immer Fotograf. Der hat sein Berufsleben als Kameramann verbracht, war für den "Pumuckl" ebenso mitverantwortlich wie für "Rohe Ostern", hat dem "Tatort" die Bilder gegeben und Serien wie "Die Cleveren"…
Wer fleißig lineares Fernsehen schaut, hat’s vielleicht schon gemerkt – der Klambt-Verlag schaltet jetzt auch TV-Spots für unsere Liebes Land:
Gewöhnlich äußere ich mich nicht über die Konkurrenz bei den Landheften. Das ist stillos und unnötig. Ich habe für die LandIdee geschrieben und bin mittlerweile Chefautor der Liebes Land, da fange ich keine Grabenkriege mit Kollegen an.
Ihr ahnt: Da kommt ein "allerdings". Und hier ist es auch schon:
Allerdings gibt es nun wieder ein neues Heft in einem Segment, das ich seit zwei Jahren für völlig überladen halte und dem ein Kehraus gut tun würde. Die "LandLux" versucht es mit ökologischem Anspruch als Alleinstellungsmerkmal…
Ich neige nicht zu Sentimentalitäten, träume als jemand, der Landromantik verkauft, selbst wenig von Landromantik und dem "Häuschen im Grünen". Ich bin ein urbaner Mensch, der Lärm vor dem nächtlichen Fenster hasst, aber Leben vor dem nächtlichen Fenster braucht. Ich will von Kultur umgeben sein wie andere Menschen von Natur – ob ich sie tatsächlich nutze, ist dabei zweitrangig. Die schiere Möglichkeit zur Zerstreuung in vielerlei Gassen reicht oft, die konkrete Zerstreuung unnötig zu machen. Solange die Stadt da draußen auf mich wartet, ist alles gut…
Ab morgen am Kiosk:
Das ganze Team ist ziemlich stolz drauf, sich für Nummer 2 noch mal deutlich gesteigert zu haben. Ich habe erneut einen Löwenanteil des Hefts geschrieben und finde, es ist insgesamt deutlich runder. Das hängt damit zusammen, dass die Redaktion langsam Betriebstemperatur erreicht. Wir sind ja auch schon in der Zielgeraden der nächsten Ausgabe. Ein Landheft pro Monat zu machen erfordert ziemliche Disziplin.
Diesmal ist im Heft ein "Gaststar" dieses Blogs zu finden. Dass ich für die Rubrik "Meine Heimat" nach Walsrode gefahren bin, hatte ich ja schon berichtet…
Ich habe Harry Alan Towers wahrlich oft genug gebeten, seine Biographie schreiben zu lassen. Mit dem unausgesprochenen Zusatz "… am besten von mir". Irgendwann erwähnte Harry beim Mittagessen, dass er mit einem kanadischen Journalisten dabei sei, sein Lebenswerk zu durchforsten. Wie es aussieht, wurde daraus nichts.
Mir war immer klar, dass es eine schwierige Aufgabe sein würde, Harry Alan Towers zwischen zwei Buchdeckeln gerecht zu werden. Sein Leben war lang, ereignisreich, voller unerwarteter Wendungen – und voller dunkler Ecken, in die er niemanden schauen lassen wollte…