• The Fear is female: Im Spiegel der deutschen Romanheft-Kultur


    Es mag einige Leser überraschen, aber ich bereite meine Artikel selten vor – von den Fotostorys mal abgesehen. Üblicherweise stoße ich auf ein Thema und sortiere im Kopf die Idee, die Argumentation, den Widerspruch, das Fazit. Dann setze ich mich ran und schreibe.

    Das führt natürlich dazu, dass ich mitunter wichtige Aspekte eines Themas vergesse, weil ich sie entweder vorher nicht bedacht oder im Flow des Schreibens dann schlicht vergessen habe. Selten ist das relevant genug, um einem Artikel noch mal eine Fußnote folgen zu lassen, aber heute mache ich eine Ausnahme…

  • Hörspiel-Trash als Ohrenfolter: DÄMONENJÄGER EWALD HEINE


    Ihr mögt euch wundern, warum ich schon wieder beim Thema Hörspiel lande. Die Erklärung ist einfach: Bei meinen Reisen durch die digitale Welt auf der Suche nach Ohrenschmaus stolperte ich vor gut einer Woche über eine Produktion, die zu preisen mir nahe lag. Und dann machte ich den Fehler, sie zu hören.

    Aber der Reihe nach.

    Ich hatte euch vom grandiosen Krimi-Podcast KEIN MUCKS! erzählt und von seinem deutlich weniger gelungenen SF-Äquivalent DAS WAR MORGEN.

    Ich meine, dass es Bastian Pastewka selbst war, der ein paar Tage später auf die Reihe KNALLHART verwies, in deren Rahmen es eine Adaption von H.P…

  • Life through a lens: Die Welt mit neuen Augen sehen


    Vor ziemlich exakt vier Monaten habe ich von meiner Augen-OP erzählt, bei der die vom Grauen Star befallenen Linsen durch Kunstlinsen ersetzt wurden. Sah erheblich schlimmer aus, als es war:

    Ich gebe mal ein Update, wie sich die Sache mittlerweile entwickelt hat.

    Zuerst einmal: Der Zugewinn an Lebensqualität ist beachtlich, wenn man auf einmal keine Brille mehr braucht, um zu lesen, zu arbeiten, oder auch nur das Fernsehprogramm scharf zu sehen. Die Brille war halt doch etwas, das man nicht nur ständig in Griffweite haben musste – sie bedurfte auch der Sorgfalt und Pflege…

  • "Kein Mucks!" vs. "Das war morgen": Warum es nicht dasselbe ist, wenn zwei das Gleiche machen


    Ich hatte es in meinem Beitrag gestern erwähnt – ich gehe derzeit wieder jeden Tag eine Stunde konsequent und flott spazieren. 5 Kilometer, ca. 10.000 Schritte. Dafür brauche ich was auf’s Ohr und das liefert meistens die ARD-Audiothek, die ich auf diesem Blog schon mehrfach in höchstem Maße gelobt habe.

    Eine Stunde, das reicht für vier ZEITZEICHEN. Da habe ich hinterher der LvA auch immer was zu erzählen ("wusstest du eigentlich, dass…?"). Wenn es knapp wird, schiebe ich noch ein KALENDERBLATT ein oder höre britische und amerikanische Stand Up-Specials…

  • That 70s Shit Show: Die Wohnkultur eines unerträglichen Jahrzehnts


    Ich habe schon in den 80ern voller Überzeugung verkündet:

    "Man hätte die 60er wiederholen oder die 80er vorziehen sollen – niemand brauchte die 70er."

    Wohlgemerkt – ich sagte das in dem Jahrzehnt, das David Bowie mal hellsichtig so charakterisierte:

    "Die Schulterpolster sind auch nur die Schlaghosen der 80er."

    Die 70er waren, und davon bin ich bis heute nicht abzubringen, ein durch und durch hässliches, schmieriges, aufdringliches Jahrzehnt bar jeglichen Geschmacks, repräsentiert von Polyester, Plastik, Pornographie, Zigarettenkonsum und einer Überbetonung von allem – Koteletten, Revers, Absätze, Brillen, Schriften…

  • Kurze Gedanken zum Jahreswechsel


    Es war kein gutes Jahr für die Welt – und 2025 ist kein Silberstreifen, sondern eine düstere Gewitterwolke am Horizont. Es wird hart, aber wie Rocky Balboa schon so treffend ausführte:

    Let me tell you something you already know. The world ain’t all sunshine and rainbows. It’s a very mean and nasty place, and I don’t care how tough you are… it will beat you to your knees and keep you there if you let it. You, me or nobody is gonna hit as hard as life…

  • Jimmy Carter (1924-2024): “We told the truth, we obeyed the law, and we kept the peace."


    Jimmy Carter ist tot. Der Ex-Erdnussfarmer und Ex-Präsident der Vereinigten Staaten wurde erstaunliche 100 Jahre alt. Er hatte seine Nachfolger Reagan und Bush I überlebt.

    Ich wurde 1968 geboren, bin daher politisch geprägt von den 70ern. Die ersten globalen Machtpolitiker, an die ich mich erinnern kann, hießen Schmidt, d’Estaing, Carter, Thatcher. In den 80ern wurde daraus Kohl, Mitterand, Reagan, und immer noch Thatcher. Schon die Assoziationen mit diesen Namen zeigen den Wandel der westlichen Werte von den liberalen 70ern in die turbokapitalistischen 80er.

    Jimmy Carter wurde gerade durch die aggressive Politik und Propaganda der Reagan-Ära immer als schwacher Präsident diskreditiert – einer, der im Nahen Osten nicht vorankam und den Iran an die Mullahs verlor…

  • Jahresendstille beim Wortvogel


    Ein ereignisreiches Jahr, ein paar Hürden, neue Anfänge. Aufstehen, abklopfen, weitermachen. Positives Denken in negativen Zeiten. Wieder mehr schreiben – versprochen. Und jetzt: zum Abschluss eine ruhige Woche. Euch allen. Uns allen.

    Frohe Weihnachten.

  • Ich bin ein Grauer Star – holt mich hier raus!


    Dies ist eine separate Episode aus einem größeren Kontext. Den Rest erzähle ich euch in ein paar Wochen – und ich erwarte dafür eine gesunde Mischung aus Be- und Entgeisterung.

    Die Prämisse: Ich musste aus Gründen einen kompletten medizinischen Check-Up machen lassen. Kein Problem, ich bin aktuell ja sehr gesund. Werte top, EKG beneidenswert, Blutdruck wie bei einem Baby. Keine Drogen nachweisbar, keine Anzeichen für psychische Störungen. Also alles im grünen Bereich.

    Bis es an den Sehtest geht. Bei dem falle ich nämlich krachend durch…

  • Mini-Unboxing: Das große John Sinclair Fan-Package


    Mehr Content kommt – aber ich habe gute Gründe, warum hier gerade die Grillen zirpen. Gestern war ich allerdings mit der LvA auf dem Winter/Weihnachtsmarkt am Flughafen und im Zeitschriftenladen stieß ich auf ein John Sinclair Fan-Package, dem ich einfach nicht widerstehen konnte.

    Das kleine Unboxing habe ich der Einfachheit halber mit den drei Titelmelodien der verunglückten RTL-Serie unterlegt:

    Was meint ihr? Ein echter Gegenwert oder money for nothing?