Thema: Best of
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Die beiden Autoren der SPIEGEL-Titelgeschichte, die Gegenstand meines Zweiteilers "SPIEGEL vs. ALDI" war, haben gestern in meinem Gästebuch folgenden Eintrag hinterlassen:
Sehr geehrter Herr Dewi,
als Autoren freut es uns natürlich, dass Sie sich mit unserer SPIEGEL-Titelgeschichte zum Thema Aldi so intensiv auseinandersetzen. Die Vorwürfe, wir würden auf “satten zehn Seiten heiße Luft” verbreiten und “banale Fakten zurechtbiegen” möchten wir jedoch nicht unwidersprochen stehen lassen. Wir haben uns schon in der Vergangenheit mehrfach in großen Stücken mit Aldi beschäftigt und bei unseren Recherchen intensive Einblicke in das Unternehmen gewonnen ( http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-72462697.html ,http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-67510049.html )…
Weiter im Text – im wahrsten Sinne des Worte…
Ihr erinnert euch an das "Kosten sind für ALDI das Schlimmste"? Schön, denn jetzt hat der SPIEGEL ein paar tatsächliche Fakten ausgegraben und die stimmen mehr als nachdenklich: "(ALDI) zahlt durchaus gut, ALDI-Mitarbeiter bekommen überdurchschnittliche Löhne und Gehälter – egal, ob es sich um Regionalverkaufsleiter, Filialleiter, Verkäuferinnen oder Hilfskräfte handelt".
Das kann doch eigentlich nicht sein, das wäre ja fast sympathisch. Da MUSS ein niederer Beweggrund dahinter stecken, wie der SPIEGEL auch schon in der nächsten Spalte konstatiert: "Kaum einer der Beschäftigten muckt auf, weil jeder weiß, dass er bei einem Jobverlust keinen ähnlich gut bezahlten neuen Arbeitsplatz finden würde"…
Disclaimer : Angesichts der Erfahrungen bei meinem Essay über die Journalistenrabatte versuche ich es diesmal deutlich und vorab zu sagen, auch wenn ich bezweifeln muss, dass einige Diskutanten es verstehen: Dies ist KEIN Pro-ALDI-Artikel. Ich verteidige weder das Unternehmen noch seine Politik. Ich sehe die Notwendigkeit, kritisch über marktbeherrschende Unternehmen zu berichten. Thema des nachfolgenden Essays ist aber die journalistische Arbeit des SPIEGEL.
Ich habe den SPIEGEL seit mehr als 20 Jahren abonniert. Obwohl SPIEGEL online das Tagesgeschehen für meine Zwecke ausreichend beackert, lese ich die Printausgabe sehr gerne…
Wenn ihr das hier lest, bin ich schon auf dem Weg nach Ibiza. Man sehe mir nach, dass neue Beiträge für den Rest des Monats eher sporadischer Natur sein werden.
Dies ist die leicht ergänzte und überarbeitete Fassung eines Gastbeitrags, der vor einiger Zeit bei Manuel veröffentlicht wurde.
Ich werde mein Leben im Spiegel des prägenden Humors nacherzählen. Die größten Hits der 70er, 80er, 90er und das Beste von heute, sozusagen. Das sagt was über mich aus, im Idealfall aber auch über das Land, in dem ich lebe…
Ich habe in den letzten Tagen einige Artikel gelesen, über die ich mich schwer geärgert habe, gerade weil sie von respektierten Autoritäten kamen, von denen ich etwas mehr Fakt und etwas weniger Fiktion erwarte. Eine besonders ausführliche Replik bereite ich dieser Tage vor, heute fangen wir mal mit einem Beitrag des Deutschlandfunks an, der auf BILDblog heute morgen verlinkt wurde.
Es geht um Presserabatte und die Frage, in wie weit man sich als Journalist damit abhängig, unglaubwürdig oder gar beeinflussbar macht. Zu weiteren Lektüre wäre es dienlich, wenn ihr den Beitrag von Brigitte Baetz mal lesen würdet…
Es war ein leiser Tod und mit über 50.000 verkaufter Auflage ein nicht ganz so trauriger wie der Abgang der SpaceView mit nicht mal 12.000. Niemand wird der "TV Sünde" nachweinen – es hat ja auch hier keiner gemerkt, dass das Heft seit letztem Oktober nicht mehr am Kiosk liegt. Aber ich dachte mir: einen besseren und aktuelleren Grund, meine Erinnerungen an die "Sünde" hier aufs Blog zu bringen, werde ich kaum mehr bekommen. Natürlich hole ich dabei mal wieder uferlos weit aus. Ihr kennt das ja nicht anders von mir…
Früher gab es in meinem Leben nur alleine Wochenenden. Die waren wie die alleinen Wochentage, nur mit geschlossenen Geschäften und ohne Daily Soaps. Sie sammelten sich zu austauschbaren alleinen Jahren in einem austauschbar alleinen Leben.
Seit zwei Jahren teile ich nun mit der LvA Raum und Zeit. Es gibt noch alleine Stunden, aber keine Tage, keine Wochen, hoffentlich keine alleinen Jahre mehr. Sie ist da, auch wenn sie gerade nicht hier ist. Sitze ich auf dem bequemen Sessel im Arbeitszimmer und lese, höre ich sie duschen, telefonieren, aufräumen…
Neue und längere Beiträge stehen dieser Tage an, aber eben habe ich einen Kommentar geschrieben, der eigentlich einen eigenen Post rechtfertigt und eine Diskussion verlangt.
Ausgangspunkt ist der Verweis von Kommentator Zu-schauer-lich auf diese Dissertation zum Thema Synchronisation vs. Untertitel.
Warum wird synchronisiert, in anderen Ländern aber untertitelt? Warum wird in Deutschland gerade im Bereich der Kaufmedien immer mehr untertitelt? Wo liegen die Vorteil der jeweiligen Methode?
Meine Betrachtungen gehen übrigens immer von sorgfältig gemachten Synchronisationen und Untertitelungen aus. Mir ist klar, dass es massive qualitative Unterschiede und Totalausfälle gibt (über die ich auch schon geschrieben habe)…
Ich bin gut mit diesem Internet. Dieses Web-Dingens und ich – das passt. Kann mir keiner was. Da traue ich mich. Wo andere entnervt den Browser schließen, geht bei mir die Klickerei erst richtig los. Treiber, Admin-Rechte, Kleingedrucktes, Formulare, PIN, TAN, Passwörter mit mindestens acht Zeichen, drei Buchstaben und einem kyrillischen Umlaut? Kann ich.
Aber was ich gerade mitgemacht habe, das geht echt nicht mehr auf die vielbeschworene Kuhhaut. Das war eine so granatenmäßige Kombi aus behördlicher Ignoranz, missratener Userführung und schlichter Frechheit, dass ich diesen Beitrag schreiben muss, um nicht heute Nacht im Park kleine Hunde zu treten…
Die ersten drei Teile dieses Epos könnt ihr hier nachlesen.
Ich habe diese mehrteilige Story etwas schleifen lassen, weil mir andere Sachen dazwischen gekommen sind. Ich denke aber, dass sie einen würdigen und zeitnahen Abschluss verdient.
Wir befinden uns mittlerweile im Jahr 1995. Ich bin seit knapp fünf Jahren beim GONG, habe mich vom Randspalten-Tipper zum Redakteur hochgedient, reise viel, verdiene solide, und kann mich generell nicht beschweren, denn ich werde mit Goodies und Giveaways von den Sendern zugeschüttet. Meine hübsche Wohnung liegt mitten in der Innenstadt, meiner Schildkröte geht es gut, und ich habe einer Kollegin ein Mofa abgekauft, das diese bei einer Tombola gewonnen hat…