• Ehegespräche bei Dewis daheim (Gastautor: Christian Lukas)


    UPDATES : Manchmal laufen Dinge perfekt zusammen – kaum hatte ich den Beitrag gestern online gestellt, zeigte mir Facebook vier weitere Beispiele in den "Erinnerungen" an. Diese habe ich nun pflichtschuldig nachgetragen.

    Die Gattin und ich verbringen den lieben langen Tag miteinander. Wir unterhalten uns auch gerne. Die Tatsache, dass wir beide einer recht schneidigen Rhetorik mächtig sind, führt dabei immer wieder zu Loriot-esken Schlagabtauschen, die ich dann und wann auf Facebook wiedergebe.

    Ein paar Highlights habe ich euch heute mal ausgegraben – nicht grundlos…

  • Sex, Drugs and Rock’n’Roll: Die Geheimnisse meiner Familie


    Ich spreche heute mal ein durchaus heikles Thema an. Es liegt mir schon lange auf dem Herzen, aber erst 2023 sind die meisten Beteiligten verstorben und es kann ans Licht, ohne einen Skandal (oder Enterbung) nach sich zu ziehen.

    Kurz und unverblümt gesagt: Unsere Eltern waren notorisch promiske Fremdgänger ohne Skrupel oder Moral.

    Wenn ihr jetzt denkt “waren sicher viele, meine aber nicht”: doch, eure auch.

    Es sind die Wahrheiten, die man erst erfährt, wenn man mit den Eltern, den Tanten, den Onkels dieser Generation redet, nachdem sie längst verrentet sind und nichts zu verlieren haben…

  • Die Popcharts 1990: Dance, my little monkeys, dance!


    Es hatte sich seit 1985 angekündigt – die 80er würden der Plastikbuntelectro-Attacke der 90er nicht ewig standhalten können. Obwohl ich gerne predige, dass sich die Kultur der Jahrzehnte nicht exakt an deren Jahren von 0 bis 9 festmachen lässt, so lässt sich schwer bestreiten, dass nach einem bereits schwer verdaulichen 1989 irgendwas kippte. 1990 ist – wenn man es im Spiegel der deutschen Single-Charts betrachtet – ein abgrundtief verachtenswertes Jahr:

    Electro, Eurodance, mit den New Kids die erste Mega-Boygroup – und vor allem: recyceltes Altmaterial in Form von Rereleases, Coverversionen, Remixes und Samples…

  • Die Popcharts 1989: Eine letzte Ehrenrunde der 80er


    Francis hat sich ein wenig mehr Zeit als üblich mit der neusten Compilation gelassen. Es sei ihm vergönnt. Hier war ja auch viel los.

    Im Grunde genommen kann ich für 1989 alles wiederholen, was ich über 1988 geschrieben habe: viel gesichtsloser Radiopop, eine brutale Dominanz von Stock, Aitken & Waterman, ein tapferes Durchhalten von Pop-Größen der frühen 80er. Die Pet Shop Boys produzieren Hits für fast so viele andere Künstler wie Dieter Bohlen. Marianne Rosenberg singt deutsch und englisch. Weder Kool & The Gang noch Marillion können mit frischen Sängern punkten…

  • Lie, cheat, steal – whatever it takes: Klautorinnen unter sich


    Man möge zum vollen Genuss dieser Geschichte noch mal diesen Beitrag von 2016 lesen, in dem ich ein paar junge Damen vorgestellt habe, die ihren Traum von der Schriftstellerei dadurch erfüllten, dass sie bei etablierten Kollegen und Kolleginnen abschrieben. Einmal erwischt, wurde zerknirscht gebeichtet, was längst bekannt war, und nach einer Schamfrist kehrte man mit angeblich genuinen Eigenproduktionen in die offenen Arme der loyal-treudoofen Leserschaft zurück.

    Ich dachte, solche Betrügereien seien ein kurzlebiges Phänomen einer sich noch in den Kinderschuhen befindlichen Branche. Nach kleineren und größeren Skandalen spricht sich schnell rum, dass man so etwas nicht machen kann, weil es fast zwangsläufig rauskommen muss…

  • Die Popcharts 1988: The Fall of Modern Talking and the Rise of Stock, Aitken & Waterman


    1988 ist ein sehr ambivalentes Popjahr – man kann sehr viel mitsummen, oft sogar mitsingen, ohne es notwendigerweise gut finden zu müssen. Die grausame Modern Talking-Ära ist endlich vorbei, Italo-Disco wird durch die Hintertür aus dem Saal befördert, bewährte Bands wie Depeche Mode, INXS, Erasure und a-ha bleiben eine sichere Bank.

    Kehrseite: viel gesichtsloser Radio-Pop, den man irgendwie kennt, ohne jemals die Namen der Interpreten gelernt zu haben. Nach dem Ende von Modern Talking hat Bohlen Zeit, sich selbst und ein halbes Dutzend anderer Sänger zu produzieren – gefühlt ist er noch präsenter als 1987…

  • Die Popcharts 1987: Kuschelrock und Comebacks


    Es ist soweit: der heilige <a href=" ein weiteres Mal alle Chart-Einträge der BRD gesammelt. Der Trend von 85 und 86 setzt sich fort – nach Jahren mutiger Experimente und neuer Sounds kommerzialisiert und amerikanisiert sich die Popmusik zum eingängigen Radiobrei. Große Gefühle, harte Kerle, freche Texte – kaum noch etwas fühlt sich authentisch an. Als hätte eine unheilige Chart-KI aus der Musik den kleinsten gemeinsamen Nenner extrapoliert und in eine Parade ähnlich klingender "Hits" verwandelt. Schweine-Rock. R&B, Kuschelrock-Balladen, Schlager – alles gesichtslos, seelenlos, entkernt…

  • Im Sinkflug: Die Popcharts 1986 (feat. special guest EUROVISION SONG CONTEST)


    Ich muss diesen Beitrag mit einer Entschuldigung beginnen. Den Beitrag über die Popcharts 1985 habe ich voreilig geschrieben. Nach einer weiteren Sichtung der Compilation finde ich das Jahr absolut in Ordnung. Es ist nicht 82 oder 83, nicht mal 84 – aber es ist eben auch nicht 86. Über 1986 stimmt, was ich über 1985 geschrieben haben. Viel unsäglicher Konserven-Pop, eine gesellschaftszersetzende Dominanz von Dieter Bohlen und immer wieder das Gejaule von Andy Borg und G.G. Anderson. Hitmaker oder Hackfressen? You decide.

    Ich war 17 damals…

  • Der absteigende Ast: Die Popcharts 1985


    Ich weiß, dass ich aktuell extrem viele Retro-Themen poste. Das wird sich auch erstmal nicht ändern. Es liegt sehr viel auf Halde aus dem Bereich.

    Mittlerweile freue ich mich jeden Monat auf die <a href=" von Francis Pelletier wie auf Weihnachten. Ein großes Paket voller Wiedersehensfreude, Peinlichkeiten und vergessenen Perlen. Die Jahre 1981 bis 1984 haben sich dabei als die vermutlich potenteste Pop-Ära aller Zeiten entpuppt. Wave, NDW, Rock: All the classics, all the time. Leider hat das Jahrzehnt seinen Zenit aber 1985 schon erkennbar überschritten…

  • Das vergessene erste "golden age" der Superhelden-Verfilmungen


    Das hier wird etwas länger, darum verrate ich euch jetzt schon mal die Kapitel:

    Einleitung Was sind Serials überhaupt? Die Geschichte der Serials beginnt… made in Germany Der Rächer mit der Maske, der Held mit dem Cape Das Erbe der Serials Die US-Serials auf deutschen Leinwänden und Bildschirmen Meine abschließende Meinung zu Serials Would you like to know more? Einleitung Vor ein paar Tagen postete die Webseite Geek Culture auf Facebook einen Ausschnitt aus dem ersten SUPERMAN-Serial mit Kirk Alyn und amüsierte sich königlich über die (eigentlich gar nicht) krude Animation, mit der die Flugszenen des Mannes aus Stahl dargestellt wurden:

    Das hat mich geärgert…