• Fantasy Filmfest White Nights 2024 München (1): AMELIA’S CHILDREN


    Portugal 2023. Regie: Gabriel Abrantes. Darsteller : Brigette Lundy-Paine, Carloto Cotta, Alba Baptista, Anabela Moreira, Rita Blanco

    Offizielle Synopsis : Dank eines DNA-Tests findet der im Waisenhaus aufgewachsene Edward endlich seine biologische Familie und folgt, gemeinsam mit seiner Freundin Ryley, deren Einladung in die ländliche Abgeschiedenheit Portugals. Das riesige Herrenhaus, in dem seine kränkelnde alte Mutter und sein Zwillingsbruder leben, entpuppt sich als düsteres Labyrinth, in dem die Vergangenheit nicht zur Ruhe kommt. Aber das zunehmend bizarre Verhalten von Edwards Verwandten und ihre fast schon manische Fröhlichkeit scheinen nur Ryley aufzufallen…

  • Teure Rohrkrepierer: Möchtegern-Blockbuster, lost in time


    Ich kann mich noch erinnern, als TERMINATOR 2: JUDGEMENT DAY weltweit Schlagzeilen machte, weil er fast 100 Millionen Dollar kostete. 100 Millionen Dollar war auch die Schallgrenze, mit der in USA bis zum Ende des letzten Jahrtausends weitgehend unabhängig vom Budget der Begriff Blockbuster definiert wurde.

    Das ist längst Makulatur. Wir leben in einer Zeit der Mega-Blockbuster, in der Filme über 400 Millionen Dollar kosten und über eine Milliarde Dollar einspielen können. Das Geld wird noch dazu erheblich schneller generiert – die Zeiten, in denen ein Film einen ganzen Sommer lang Zeit hatte, um sich zu rentieren, sind lange vorbei…

  • Das Geisterauto


    Es liest sich wie der Anfang einer Gruselgeschichte – und vielleicht ist es auch eine.

    Das Haus nebenan ist ein solider Bau, Erdgeschoss und zwei Stockwerke, möglicherweise aus den 30er Jahren. Einzelgaragen, großes Grundstück. Drei Wohnungen, wenn man das von außen sagen kann.

    Im Haus nebenan lebt niemand mehr.

    Bis vor zwei Jahren wohnte noch ein älteres Paar im zweiten Stock, das wir von unserer Terrasse aus sehen konnten. Er verbrachte seine Tage auf dem Sofa, halb sitzend, halb liegend. Sie malte an einer Staffelei…

  • It’s coming home: The Lost Treasure of Pirate Captain Wortvogel


    Das hier ist weniger ein Artikel und mehr die Ankündigung eines solchen. Veteranen des Blogs werden sich vielleicht erinnern – in den Jahren 2014-2015 hatten wir in Speyer üppig Platz auf dem Dachboden, den ich für meine riesige Sammlung Nerdkram vereinnahmte. Comics, Bücher, Zeitschriften, DVD, auch noch ein paar Videos und stapelweise Pressehefte:

    Beim Umzug nach Baden-Baden Ende 2015 kam das Problem auf – wohin mit dem ganzen Zeug? In der neuen Wohnung hatten wir nämlich genau null Stauraum.

    Ich entschied mich für die bequemste, aber nur mittelfristig praktikable Lösung: zu dritt schleppten dir den ganzen Kladderadatsch ins Auto meiner Eltern und entsorgten ihn in das Haus der Familie in Belgien…

  • Video-Heroin für den YouTube-Junkie (Teil 2)


    Da ich den größten Teil des heutigen Tages damit verbracht habe, die Steuerunterlagen von 2022 zu sammeln und zu sichten, sei mir ein etwas arbeitsreduzierter Beitrag gestattet. Wir gehen mal wieder durch, was ich in den letzten Wochen auf YouTube entdeckt habe.

    Ich finde Social Media-Drama, wenn sich Influenzer und Wannabes bekriegen, durchaus interessant. Ich will mich nur nicht ausgiebig damit beschäftigen müssen. Darum bin ich Kanälen wie dem von <a href=" William Johnson dankbar, der Skandalgeschichten extrem kompakt und comic-esk bebildert zusammenfasst:

    Manchmal, wenn mir die moderne Zeit zu hektisch wird, suche ich mir etwas wie <a href=" GEISTERZUG aus dem Netz – die zweite Verfilmung eines dreimal verfilmten Theaterstücks…

  • Service-Debakel Sparkasse München


    Ganz persönlicher Finanz-Rant voraus.

    Ich hatte immer ein relativ gutes Bild von der Sparkasse. So eine Art Volksbank, die vielleicht nicht die besten Konditionen bietet, aber allen Bürgern offen steht, transparent ist, und technologisch vorne mit dabei. Sympathisch unprätentiös. Meine eigene Hausbank 1822 ist ein Ableger der Frankfurter Sparkasse, da gab es nie Probleme. Das gemeinsame Konto mit der LvA steht bei der Sparkasse München – und da knarzt es seit geraumer Zeit derart im Gebälk, dass wir ernsthaft an ein Ende der Geschäftsbeziehung denken…

  • Trudering: hässlich, aber dafür teuer


    Vor einem knappen Jahr erlaubte ich mir einen Ausflug in den Lokaljournalismus und berichtete über die Umgestaltung des Truderinger Dorfkerns, die ich als nicht nur misslungen, sondern auch qualitativ schundhaft empfand. Ihr erinnert euch – so sahen die neuen Sitzbänke am steinernen Brunnen nach einem Jahr aus:

    Im letzten Sommer hat sich dann obendrein gezeigt, dass der Brunnen zu nicht nachvollziehbaren Zeiten geschaltet wird – an sonnigen Tagen bleibt er trocken, am Abend oder bei Regen sprudelt er.

    Nun bin ich durchaus bereit, nicht nur kenntnisfrei zu kritisieren, sondern auch nachzufragen…

  • Dafuq did I just read?


    Es ist ein Fehler, den ich einsehe und dennoch immer wieder wiederhole – man sollte sich von pseudo-seriösen "Nachrichten"-Quellen fernhalten, die ihre Inhalte entweder von Praktikanten oder KI-Schreibmaschinen verfassen lassen.

    Aber wenn ich so etwas lese, dann triggert es mich und ich klicke eben doch:

    Als echter Babyboomer geht mir die Generation Z natürlich genau so auf den Sack wie die Millennials. Ich suhle mich im Vorurteil, dass das alles weinerliche Faulpelze ohne Affektkontrolle sind, deren größter Traum es ist, als Influenzer mit dem Privatjet nach Dubai zu fliegen, und die sämtliche Probleme der Welt auf die vorhergehende Generation schieben…

  • 10 Jahre Glück: Unser Leben mit Becky & Rufus


    Das hier wird eine Art Festschrift – ausgerechnet für zwei Jubilare. die sie gar nicht lesen können. Und die es vermutlich auch nicht schert.

    Vor genau zehn Jahren kam es zu einem für unser Leben einschneidenden Ereignis. Bei einer Züchterin in Braunschweig wurde Nachwuchs geboren:

    Natürlich kann man argumentieren, dass die Tierheime Deutschlands voll sind von netten Katzen, die ein Zuhause brauchen. Aber das hatten wir zwei Jahre zuvor schon mal probiert – mit einem niederschmetternden und traumatisierenden Ergebnis. Nichts war uns bewusster als die Erkenntnis: das würden wir nicht noch einmal durchleben…