• Alle Jahre wieder: Wenn der Amtsschimmel leise wiehert


    Ich bin kein Freund des Amtsschimmels. Der Gaul hat seine Schuldigkeit getan. Wenn’s nach mir geht, kann er in die Knochenleim-Fabrik.

    Es hat sich auch tatsächlich viel getan in den letzten Jahren. So ist das KVR in München mittlerweile perfekt durchorganisiert. Termine macht man online aus, sie werden üblicherweise auf die Minute genau eingehalten – und der Sachbearbeiter hat Zugriff auf wirklich alles, um den Wunsch des Besuchers zu erfüllen. Hinzu kommt Security im Eingang, die wirklich hilfreich ist, und sogar die Möglichkeit, direkt vor Ort und kostenlos ein Passfoto zu erstellen, das digital an den Sachbearbeiter weitergereicht wird…

  • Die Comics meiner Jugend – die Bilder meines Lebens


    Angesichts von SUPERGIRL kam das Bedürfnis auf, mich noch einmal näher mit meiner Affinität zu DC und insbesondere Superman auseinander zu setzen.

    Comics sind seit den 90ern erwachsen geworden, als hätten sie sich entschieden, mit ihren Lesern meiner Generation zu altern. Immer teurer, immer aufwändiger, immer mehr Sammlerobjekt als Wegwerfware, teilweise erschütternd angefüllt mit sex & violence. Das gab es "zu meiner Zeit" nur im Schwermetall. Der Rest war Micky Maus, Superman und Asterix.

    Das heißt aber nicht, dass die Comics keine Moral hatte, keine tiefere Erkenntnis, die man auch für sich als Knirps übernehmen konnte…

  • Heiss-Zeit = Eis-Zeit


    Das hier wird mal wieder so eine wirre Geschichte, bei der ich Aktuelles mit vagen Jugenderinnerungen verbinde, die runzelnden Fäuste gen Himmel schüttel und sowieso der Meinung bin, dass ich alles besser weiß. Be warned.

    Eis ist ein Lebensmittel. Ein Lebens-Mittel. Göttliches Geschenk, Höhepunkt der zivilisatorischen Möglichkeiten, verbindendes Glied zwischen Kindheit und Erwachsensein, manniggeschmacklicher Genuss aus Waffel oder Becher. Wer kein Eis mag, ist kein guter Mensch – und tritt vermutlich kleine Hunde.

    Als ich Anfang der 70er in Eller lebte, kostete in der Eisdiele in der Gumbertstraße (heute ein Sonnenstudio – o tempora, o mores)…

  • Lazy Sunday Afternoon: Aus meiner Bilderkiste


    Es ist ein lauer, erheblich zu heißer Sonntag, der nächste größere Beitrag steht morgen an – da haue ich einfach mal ein paar Sachen raus, die in den letzten Tagen in meinem Ordner "Bilder" gelandet sind.

    Man kann das natürlich weiterhin kritisch sehen, aber die Fähigkeit der KI, gering aufgelöste und teilweise zerstörte Fotos zu rekonstruieren, grenzt schon an Magie:

    (Respekt für jeden, der sie ohne Hilfe erkennt)

    Ich werde eines Tages bereuen, darauf nicht reagiert zu haben – MONEY CASH:

    In der Dachauer Straße wurde gerade ein Café endgültig geschlossen – hier das Bild von Google Streetview:

    Bei der Entfernung der Außenbeleuchtung kam das "alte" Café zum Vorschein:

    So kann’s gehen im Leben – wir haben die perfekte neue Lampe für unser Wohnzimmer in einem italienischen Restaurant entdeckt:

    Ich konnte sogar das Modell identifizieren – Adrianne von Made…

  • Book 'em: B-Movie Masters


    Ich habe in meiner prägenden Zeit als Horrorfilm-Nerd sehr viele Biographien von Schlüsselfiguren des Genres gelesen: Roger Corman, Sam Arkoff, William Castle, Lloyd Kaufman, Harry Alan Towers, etc. Bei zwei größeren Werken zum Oeuvre von Charles Band war ich dann später sogar Ko-Autor.

    Alles Produzenten.

    Biographien von Regisseuren habe ich recht wenige gelesen. Das hängt auch damit zusammen, dass das Genre relativ wenige "auteurs" hervorgebracht hat. Gerade der B-Horror ist üblicherweise ein Handwerk, bei dem Regisseure angeheuert werden, um "in time and on budget" Vermarktbares abzuliefern…

  • Michael Hesemann: Von Roswell nach Rom


    Michael Hesemann ist jemand, den ich immer peripher auf dem Schirm hatte. Wenn man sich als Teenager in den 80ern lange genug mit UFOs, Geistern, Wunderheilung und "alten Göttern" auseinandergesetzt hat, dann ist man fast zwangsläufig über seinen Namen gestolpert.

    Er war eine Koryphäe – wenn man eine Koryphäe in Sachen "ausgemachter Unfug" sein kann. So eine Art Fanboy-Variante von Erich von Däniken. Er tingelte als Deutschlands bekanntester UFO-Enthusiast durch die Medienlandschaft, sammelte Sichtungen, sprach über Außerirdische und bewegte sich in einem schillernden Grenzbereich zwischen Neugier, Spekulation und Irrglauben…

  • Insane in the membrane – Randy Quaid edition


    Es ist bekannt, dass der Schauspieler (und Bruder von Dennis) Randy Quaid seit ein paar Jahren massiv einen an der Waffel hat. Ich würde das empathischer ausdrücken, aber er nicht krank im Sinne von "muss nur ordentlich eingestellt werden" – er ist auf diese bizarre Art neben der Spur, die Religion, rechte Politik, Verschwörungstheorien und schieren Wahnsinn unter einen Hut bekommt.

    So geht gerade dieser Tweet von ihm rum:

    Man kann nicht sagen, dass Quaid falsch liegt – weil an keiner Stelle erkenntlich wird, was er eigentlich sagen will…

  • The Last Kumite – in Hessen


    In der Marburg Innenstadt bin ich vor zwei Wochen im Aufzug zur Oberstadt auf einen kuriosen Aufkleber gestoßen:

    Kumite? Dieses weitgehend fiktive <a href=" aus BLOODSPORT mit Jean-Claude van Damme? Kann ja wohl schlecht sein, oder?

    Ich lasse mich von Wikipedia belehren:

    Im Wettkampf ist das Kumite der Kampf zweier Gegner ohne vorherige Absprache der Techniken. Im Training können je nach Kampfsportart unterschiedliche Stufen des Kumites existieren, in denen die Angriff- und Abwehrtechniken je nach Stufe vorgeschrieben sein können.

    Okay, Kumite ist demnach nicht nur ein Turnier, sondern auch ein sich in die Fresse hauen und in die Eier treten…

  • Parkhausdrama: Holland in Not!


    Ich anonymisiere diese Geschichte so weit, wie es für die Beteiligten notwendig ist.

    Folgendes Szenario: Ich verweile mit der LvA für ein Wochenende in einer mittelgroßen Stadt in einem großen und durchaus recht teuren, privat geführten Hotel. Die Gäste reichen von BMW X3 bis Maserati, von "Geschenkwochenende für verdienten Vertriebler" bis zu "Unternehmersgattin mit Pudel auf Shoppingtrip".

    Am Tag der Abreise schlendern wir entspannt zum Wagen in der hauseigenen Tiefgarage, die immer noch sehr archaisch organisiert ist: bei der ersten Einfahrt zieht man ein Ticket…

  • Servicewüste Deutsche Bahn


    Die Geschichte, die ich euch heute erzähle, ist nicht mal die halbe Geschichte. Der Rest wird warten müssen. Aber es wird sich lohnen.

    Was ihr wissen müsst: Aus Gründen bin ich am letzten Montag früher nach Hause gefahren. Das eigentlich nicht umbuchbare Spar-Ticket wurde netterweise vom Reisezentrum der DB in Berlin mit "Zugbindung aufgehoben" gestempelt, was mir erlaubte, den ICE drei Stunden früher zu nehmen. Der war fast leer. Ideal.

    Weniger ideal, dass ich am Ende trotzdem mit einer "Fahrpreisnacherhebung" von 130 Euro da stand…