Thema: Künstliche Intelligenz
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Machen wir uns nichts vor: nachdem ich anfangs in Sachen KI ein "early adopter" war, habe ich das Thema nie wirklich intensiv weiter verfolgt – weil ich dafür keinen Bedarf habe. Ich retuschiere alte Fotos, verfeinere Texte, lasse mir Illustrationen für mein Blog erstellen. Kleinkram bestenfalls.
Die KI ist längst weiter. Freunde in Großbetrieben erzählen mir, wie die inneren Abläufe neu aufgestellt werden, wie Pressetexte und Programminformationen direkt aus den Datenbanken generiert und an die Partner verschickt werden. KI-Bilder werden in KI-Layouts eingebaut, die dann von KI an die verschiedenen Publikationen angepasst werden…
Ich hatte erst vor zwei Wochen darüber geschrieben, dass mir eine Kombination von Topaz Photo Pro auf dem Desktop und ChatGPT im Netz hilft, alte Bilder zu restaurieren – auch wenn ich immer wieder an Grenzen stoße, seien es die teilweise abstrusen "guardrails" bei ChatGPT oder die potenten, aber doch limitierten Funktionen von Topaz.
Ehrlich jetzt – DAS kann wegen möglicher Verstöße gegen die Regeln in Sache Erotik und lasziver Darstellung nicht durchgewunken werden?!
Man gewöhnt sich dran und entwickelt Workarounds.
Heute möchte ich euch primär ein paar beeindruckende Praxisbeispiele präsentieren, die Limits von KI-Retusche aufzeigen und erklären, warum kostenpflichtige Angebote bei ChatGPT durchaus lohnen – aber ein Blindflug sind…
Ich nutze das ausklingende Jahr, um ein paar größere Beiträge vorzubereiten. Weil es dabei um Retro-Themen geht, möchte ich die auch retro bebildern. Das geht nur so mittel und ich erzähle euch jetzt, warum das so ist.
Da ich seit 25 Jahren alles in die Cloud kopiere, was ich für bewahrenswert halte, besitze ich Unmengen von Bildern, die heutigen Anforderungen in Sachen Auflösung oder Details nicht mehr gerecht werden. Um 2000 herum reichten 320×200 Pixel allemal, an mehr luden sich die Modems der Zeit einen Wolf…
Ich arbeite an einer neuen Fotostory und kann nur die Werbezeile von David Cronenbergs DIE FLIEGE zitieren: Be afraid. Be very afraid.
Your taste will be tested, your limits, your patience, your sanity even.
Weil es sich um den Rip von einer extrem seltenen VHS-Kassette handelt, sind Bild und Ton natürlich bestenfalls akzeptabel. Nachdem ich fast 400 Screenshots auf handhabbare 160 reduziert habe, komme ich auf die Idee, die KI mal mit einer Aufhübschung des Materials zu beauftragen. Die Ergebnisse sind… interessant.
Das ist hier ist das Ausgangsmaterial – etwas zu farbsatt, verrauscht, niedrig aufgelöst und mit kaum noch lesbaren Texteinblendungen:
Ich werfe Gemini an, lade den Screenshot hoch und prompte wie folgt:
Please de-noise and sharpen the picture
Tatsächlich gibt sich die KI mit der Restaurierung mehr Mühe als erwartet:
Nicht nur ist das Bild rauschfreier, höher aufgelöst und in Sachen Farbbalance ausgeglichener – Gemini hat das Motiv zu beiden Seiten ergänzt und das, was als ein unschöner Farbblock identifiziert wurde, durch einen neu generierten Hintergrund ergänzt…
Weil ich momentan ziemlich beschäftigt bin, fasse ich hier mal auf die Schnelle ein paar Kleinigkeiten zusammen, die keine eigenen Beiträge rechtfertigen. Teilweise sind es Übernahmen von Facebook, teilweise habe ich Fotos auf meinem Smartphone gefunden, die ich euch dann doch nicht vorenthalten wollte.
Ich bereite mich gerade auf den nächsten Urlaub vor – Freitag geht es nach Ibiza. Wer uns kennt, wird nicht überrascht sein.
Pizza Tiramisu ?! Das sollte nicht bloß nicht funktionieren, das sollte es gar nicht geben. Aber wenn Dr. Oetker das als "special edition" auf den Markt bringt, werfe ich mich halt für euch in die Bresche – rechts gefroren, links gebacken:
Ich würde gerne was Schlechtes sagen, kann es aber nicht…
Ich habe im Rahmen meiner Recherchen zum Thema KI immer wieder Videos vorgestellt, die komplett von einem Algo ausgespuckt wurden. Meist waren das kurze Clips, proofs of concept, mäßige Annäherungen an echte Videos, eigentlich immer versehen mit dem Caveat "ja, das ist noch lange nicht perfekt, aber das wird sehr schnell sehr viel besser".
20204 hatte ich mir den Spaß gemacht, als Vorbereitung auf das Fantasy Filmfest einen Fake-Vorspann für Star Trek zu basteln. Selbst mit den sehr beschränkten Mitteln war das eine Sache von Minuten – Stock-Footage und Library Music inklusive…
Ich muss das hier schnell aufschreiben, bevor ich die Details vergesse.
Ich erwarte ein Paket von Temu. Seit letzten Freitag meldet die DHL-Webseite:
Fr, 23.05.2025, 13:51, Bochum. Die Sendung wurde von DHL bearbeitet und wird für den Weitertransport in die Region des Empfängers vorbereitet.
Schön. Aber eine satte Woche sollte diese "Vorbereitung" doch nicht dauern, oder? Temu hat das auch schon gemerkt und mir erstmal 5 Euro als Entschädigung gutgeschrieben. Ich sag’s ja – Kundendienst können die.
Das Problem: Die DHL-Sendungsverfolgung ist alternierend ein Labyrinth und ein Kreislauf…
Man kommt bei den Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz kaum noch nach. Auch im meinem Alltag nutze ich immer mehr Plattformen und Agenten, die mir (aktuell noch überschaubar) Arbeit abnehmen und Abläufe automatisieren.
Besonders gespannt sehe ich den Agenten entgegen, die für mich aktiv Prozesse anschieben können. In einer perfekten Welt sollten solche Prompts funktionieren:
"Schau auf der Webseite des Fantasy Filmfest nach, welche Filme auf dem Festival im September laufen. Baue dazu die üblichen Templates der Filme als Wordpress-Entwürfe in der Reihenfolge, in der die Filme gezeigt werden…
Es mag meiner Eitelkeit geschuldet sein, aber ich möchte euch ein paar der Sachen empfehlen, die ich in den letzten Wochen auf YouTube geschaut habe. Wenn’s mir gefällt, gefällt es euch vielleicht auch.
Außerdem lassen sich diese "Sammeltassen" recht locker runter schreiben…
Etwas Kontext: RAUMSCHIFF ENTERPRISE wurde in Deutschland erstmals von Mai bis November 1972 ausgestrahlt. Im April 1973, also kein Jahr danach, flimmerte beim ZDF die erste Parodie dazu über den Bildschirm – mit einem "all star cast" aus Walter Giller, Ernst H. Hilbich, Michael Schanze und Costa Cordalis (!):
Das dürfte zumindest die erste Trek-Parodie im deutschsprachigen Raum gewesen sein und es macht mich rechtschaffen fassungslos, dass ich sie nicht kannte…
Ich wollte meine neue Fotostory schreiben, ich schwör’s! Aber die KI ist mir schon wieder dazwischen gekommen. Es gibt Sachen, die ihr wissen solltet, gerade weil die KI immer allgegenwärtiger und damit gleichzeitig unsichtbarer wird.
Fangen wir mal mit KI an, die man nicht sehen und mit der man nicht interagieren kann, die aber drauf und dran ist, einen weiteren Berufszweig weitgehend arbeitslos zu machen: Die Synchronisation von Serien und Spielfilmen. Wie schon bei der ersten KI-Kochzeitschrift hat der Anbieter versucht, das Experiment stickum in den Markt zu drücken – die eher unauffällig veröffentlichte polnische Krimiserie MURDERESSES wurde augenscheinlich von einer israelischen Firma unter massiver Zuhilfenahme von KI synchronisiert…