• Wortvogel vs. Uwe Boll: Round 1!


    Ich bin der Konfrontation nie ausgewichen. Ich habe viele seiner Filme verrissen, aber nicht ganz so undifferenziert, wie mir manchmal unterstellt wird. "Postal" habe ich sogar gemocht. Ein bisschen.

    Vor einem Jahr habe ich Boll über Facebook und eine Email-Adresse, die ich im Netz gefunden habe, eine Interview-Anfrage geschickt, aber keine Antwort bekommen. Es ging mir nicht darum, den Mann im Gespräch vorzuführen. Aber es hatten sich so viele Fragen angesammelt, denen Boll in Interviews immer geschickt auswich – oder die seine Gesprächspartner nie stellten…

  • Krazy Katusin: Debakel nach Ansage (UPDATE!)


    Es wird bei den meisten von euch nicht rot im Kalender angestrichen sein – diese Woche ist der 30. August. Und was soll am 30. August verliehen werden? Die Dolphin-Awards, genau. Zum vierten Mal übrigens.
    Neophyten sei erklärt: Die Preise werden nicht zum vierten Mal verliehen – es wird nur zum vierten Mal behauptet, es gäbe dieses Festival. Was nicht der Fall ist. Jedes Mal werden Gaststars und Music Acts angekündigt, Karten verkauft, Pressemitteilungen herausgegeben – nur um dann am "due date" klammheimlich das Datum wieder ein oder ein halbes Jahr nach hinten zu schieben…

  • Last Exit Katusin


    Katusin-Noobs mögen die ersten drei Teile hier nachlesen.

    Manchmal gelingt es Menschen wie Vjekoslav Katusin, mich zu überraschen. Nicht dadurch, dass sie die epochalen Großtaten, die sie immer wieder ankündigen, auch tatsächlich mal liefern – Leute wie Katusin überraschen mich eher dadurch, dass sie in der Lage sind, sämtliche platzenden Seifenblasen, sämtliche Luftschlösser und sämtliche Hirnfürze nach der Implosion SOFORT abzuhaken. Die brauchen keine Denkpause, bevor sie neue Spinnereien in die Welt setzen. Da gibt es kein Innehalten, keine Introspektion. Was geht die ihr Geschwätz von gestern an…

  • Krazy Katusin is backer than ever!


    Die ausführliche Vorgeschichte findet ihr hier und hier.

    Ich hatte eigentlich nicht vor, mich noch mal mit Vjekoslav Katusin zu beschäftigen. Der kroatische Ex-Maurer mit den großen Filmambitionen ist in zwei umfangreichen Beiträgen ausreichend gewürdigt worden. Sein "Mafia"-Epos ("coming 2011") wurde ebenso als Luftschloss enttarnt wie seine diversen Freundschaften zu Superstars, seine Millionenbudgets und seine Sockenpuppen.

    Er machte dann auch prompt seine Fan-Facebookseite dicht, kündigte den YouTube-Account mit einem "Soundtrack", an dem er keinerlei Rechte besaß, und legte den Twitter-Account "Katusins World" heimlich, still und leise ad acta…

  • Trailergasm, Boll-style: "In the Name of the King 3: The last job" & "Bailout"


    Mein erster Gedanke: Krekel-icious. Boll hat sich auf semi-professionelles Niveau herunter gearbeitet. Das hat so gar nichts mehr, erinnert in seiner Müdigkeit und Farblosigkeit (auch und besonders bei den Darstellern) an "Bloodrayne 2". Ich habe schon Schnitzel gegessen, die Dominic Purcell an die Wand gespielt hätten. Und der Rest der Besetzung ist vom Wühltisch osteuropäischer Seagal-Rohrkrepierer. Wer hätte gedacht, dass "In the Name of the King 2" durch den direkten Vergleich auf einmal wie ein richtiger Film aussieht und Lundgren wie ein Actionstar?

    Was das noch mit "In the Name of the King" zu tun hat, was der albern unpassende Untertitel "The Last Job" soll, warum nicht mehr als ein Dutzend Komparsen zur Verfügung stand – geschenkt…

  • Zwillinge – bei der Geburt getrennt?


    Es obliegt meinen Lesern, Ähnlichkeiten zwischen den Pöbeleien von Marc Vorlander und den Ausfällen von John Asht zu sehen. Schwer bestreiten lässt sich allerdings eine ganz andere Ähnlichkeit – wenn man sich die selbst gewählten PR-Porträts der beiden mal anschaut:

  • Uwe Boll – Schicht im Schacht?


    Ich weiß nicht, nach was ich gestern online gesucht habe, aber ich weiß, was ich gefunden habe.

    Wir erinnern uns – so sieht das deutsche DVD-Cover von "Schmeling – eine deutsche Legende" aus:

    Ein angemessenes Motiv für eine eher handzahme Boxerbiographie, die alle wirklich kontroversen Fragen mehr schlecht als recht umschifft. Es passt ins Bild, dass die Kritiker-Begeisterung sich auf den buckelnden Körzdörfer beschränkt.

    "Schmeling" hat seine TV-Premiere am 5.2. um 0.30 Uhr in der ARD. Das finde ich etwas unfair, denn wie ich in meiner Video-Kritik schon sagte, kann der Film als historisches Biopic halbwegs überzeugen und würde in der Primetime sicherlich sein Publikum finden…

  • Reality Check: Bud Spencer und der kroatische Amateurfilmer – crazy Katusin pulls the strings! (2)


    Zur Vorgeschichte bitte Teil 1 lesen!

    Schon um 2007 hat Vjekoslav Katusin anscheinend die Idee für einen Film mit dem vorläufigen Titel "Gangs of Croatia". Wo eine Idee ist, ist bei ihm immer auch schnell ein Plakat:

    Gangs, Babes, Knarren – alles wie gehabt. Und nur acht mal der Name "Vjekoslav Katusin" auf dem Plakat – bescheiden!

    Aber nanu? Das ist doch Bud Spencer auf dem Plakat! Nicht nur im Bild, sondern auch namentlich genannt! Hat sich die Freundschaft von Katusin und Pedersoli in einem Maße gefestigt, dass Letzterer seine Mitarbeit zugesagt hat…

  • Reality Check: Bud Spencer und der kroatische Amateurfilmer – crazy Katusin pulls the strings! (1)


    Ich suche mir diese Leute nicht. Sie suchen mich auch nicht. Aber wenn man sich in der Hoffnung umschaut, doch noch deutsche Talente zu finden, die international reüssieren können – und sei es nur im Bereich B-Movie -, dann stößt man unweigerlich auf diesen Menschenschlag.

    Die Windbeutel, die Blender, die Supachecka, die "hö ma, fünf Mio kriege ich mit links für den Film zusammen". Kontostand: -34 Euro.

    Jungs, die noch nie eine Filmhochschule (oder wenigstens ein Sachbuch zum Thema) von innen gesehen haben, aber für den Erstling Nicolas Cage verpflichten wollen – in 3D, is klar…

  • Bolls Resterampe: "Schwerter des Königs 2"


    So aufwändig sahen Bolls filmische Visionen mal aus:

    Mit gerade mal 13 Millionen Dollar Einspiel weltweit beendete dieser Film die Kino-Karriere des deutschen Ausnahmeregisseurs.

    Am 27.12. erscheint Teil 2 auf DVD – wie zuvor bei "House of the Dead 2" und "BloodRayne 2" sind die Ambitionen mit dem Budget in den Keller gegangen, um dort einen schmutzigen und hässlichen Bastard zu zeugen:

    Boll zerstört Franchises nicht nur – er pisst auch noch mal lachend auf die Leichen. Zumindest das kann er gut.