Thema: Battles
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Intro, Teil1, Teil 2, Teil 3, Teil 4
So, ich habe mich nun ausführlich mit Kammermeier, dem Drehbuch, den Dialogen, und der Historie von Astro Saga auseinander gesetzt. Das Ergebnis ist nicht schön – entmutigend und ernüchternd fallen mir als zwei passende Adjektive ein. Astro Saga ist das Paradebeispiel des alten Sprichwortes "Gut gewollt ist noch lange nicht gut gekonnt". Das ärgert umso mehr, da Kammermeier eben kein Nerd ist, der im Partykeller seiner Eltern davon träumt, es dem SF-Establishment mal so richtig zu zeigen…
Intro, Teil1, Teil 2, Teil3
Ja, das Thema ist leider einen eigenen Beitrag wert…
Kommen wir zu den Dialogen, die nicht immer von der Charakterführung zu trennen sind. Natürlich kann man jetzt alles auf den US-Autor Arthur Sellers schieben, der das Skript laut Kammermeier „gepolished“ hat, aber ich kann nur mit dem arbeiten, was mir vorliegt. Kurz zusammengefasst: mechanisch, hohl, emotional unglaubwürdig, anbiedernd, pubertär.
Auch dazu ein paar Beispiele.
Erinnert ihr euch an die Beerdigung von Spock in „Star Trek II“? An Kirks bewegende Rede…
Intro, Teil1, Teil 2
Nachdem ich im letzten Beitrag über die Story und ihre möglichen Verwandtschaften berichtet habe, möchte ich mich heute darauf konzentrieren, die inhaltlichen und strukturellen Probleme der "Astro Saga" zu beleuchten.
Ich hatte mir zuerst Notizen gemacht, wann immer mir etwas bei der Lektüre des AS-Skripts notizwürdig erschien. Das ist eine sehr lange Liste geworden, die euch wenig nützt, weil ihr die Zusammenhänge nicht kennt. Ich werde einige Perlen aber in den jeweiligen Unterpunkten aufgreifen. Als ich AS endlich durch hatte, habe ich mich deshalb daran gemacht, die grundlegenden Fehler und Schwächen zu identifizieren…
Intro, Teil 1
Worum geht’s denn nun eigentlich?
In Rücksprache und auf Bitten des Autors sollte ich mir eine ausführliche Schilderung der AS-Handlung verkneifen. Albern genug, denn meine Zurückhaltung würde nur dann Sinn ergeben, wenn ich vermeiden wollte, dem künftigen Zuschauer der AS zuviel zu verraten. Da AS aber nicht produziert wurde (und vermutlich auch nie produziert wird), bliebe alles, was ich hier nicht sagen darf, auch künftig im Dunkeln.
Doppelt albern wird die Sache, weil Kammermeier selbst schon in den 80ern der "Film Illustrierte" einen ziemlich umfangreichen (und größtenteils immer noch stimmigen) Einblick gab:
Dazu muss man allerdings sagen: Alles, was in der linken Spalte steht, ist Backstory, kommt also im Film nicht vor…
Soweit alle wieder auf dem neusten Stand? Frisch im Kopf? Nochmal auf dem Topf gewesen? Tüte Chips bereit gestellt? Telefon von der Gabel genommen? Testament gemacht?
In vielerlei Hinsicht ist „Astro Saga“ eine der faszinierendsten Geschichten, die ich je erlebt habe. Nicht das Skript selbst, Gott bewahre. Ich rede von den Reaktionen, die mein erster, noch vergleichsweise unschuldig gemeinter Beitrag nach sich zog. „Astro Saga“ hat surrealen Schauwert, Platz für Verschwörungstheorien, fast schon religiöse Gefechte.
Wir rekapitulieren…
Ich hatte eine These in den Raum gestellt: AS ist eine Chimäre, die Phantasterei eines Mannes, der sich selbst auf Augenhöhe mit Lucas, Kubrick & Co…
Nein, ich habe es nicht vergessen – meine ausführliche Besprechung des Drehbuches von Bernd Kammermeiers unverfilmtem "opus magnum" kommt. Die "Astro Saga" wird so ausführlich besprochen, wie es mir möglich ist. Es wird ein Mehrteiler, wie ihr ihn vom "Wortvogel" kennt. Und es würde mich freuen, wenn ihr euch wieder zahlreich und lautstark beteiligen würdet.
Vorab möchte ich euch die Möglichkeit geben, selber nachzulesen, was in den letzten 20 Jahren über die Astro Saga geschrieben wurde.
Die bisherigen Beiträge und die Diskussion zu dem Thema findet ihr hinter diesen Links:
https://wortvogel.de/?p=1058
https://wortvogel.de/?p=1281
https://wortvogel.de/?p=1288
https://wortvogel.de/?p=1289
https://wortvogel.de/?p=1294
https://wortvogel.de/?p=1324
Von Kammermeier selbst kam dieser Artikel aus dem Jahr 1985:
Kai Meyer, mittlerweile einer der erfolgreichsten deutschen Genre-Autoren, schrieb als Teenager bereits enthusiastische Berichte über das Projekt für die "Film-Illustrierte"…
Story: Dem "Postal Dude" geht sein beschissenes Leben noch mehr auf die Eier als Michael Douglas in "Falling Down": seine fette Frau betrügt ihn, einen Job hat er nicht, und Leben im Wohnwagenpark kotzt ihn an. Gründe genug hätte er, um Amok zu laufen – aber erst als Nazis und Terroristen die Stadt überrennen, greift er zu den Waffen.
Kritik : Ich hatte ja nach dem "In the Name of the King"-Desaster prophezeit, dass kein Boll-Film in den USA mehr einen Kino-Start bekommt, aber so kann man sich irren: Immerhin 17 Kinos konnte das deutsche Wunderkind buchen, um "Indiana Jones" am Startwochenende die Zuschauer streitig zu machen…
Und mein ausführliches Lektorat kommt in ein paar Tagen – voraussichtlich mit vielen interessanten Bildern und Hintergrundinfos zum Projekt.
Seine "Abschiedsemail" beendet Kammermeier übrigens so:
"Wenn ich mir den geistigen Müll der versammelten Kommentatorenschaft anschaue […], da frage ich mich langsam, ob nicht hinter allen ein einziger, schizophrener, allerdings in sich homogener Multicharakter steckt."
Was für eine großartige Vorstellung!
Und ich bin Sparta. Mit Dank an den großartigen Tornhill.
Gestern kam eine Email von Herrn Kammermeier, die noch einmal Bezug nahm auf meine Aufforderung in den "Astro Saga"- Kommentaren, sein selbstgelobtes Drehbuch doch mal zur Verfügung zu stellen.
Notabene, Kammermeier hat sich entschieden, das Drehbuch NICHT zur Verfügung zu stellen.
Ich lasse den Text zuerst einmal unkommentiert, denn ich denke, er spricht für sich selbst. Nehmt euch Tee und Kekse, das dauert jetzt ein bisschen:
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Sehr geehrter Herr Dewi,
der Hinweis auf Ihre Email-Adresse war genau richtig.
Ich denke, ich sollte nun einmal die öffentliche Bühne verlassen, um einiges zu klären, bevor ich das Buch abschicke…