Thema: Battles
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Das wird ein hartes Brot, ich ahne es schon. Allein deshalb, weil ich es mir eben nicht einfach machen und crazy Katusin mit der Bitterbös-Bazooka wegballern kann. Sein ganzer "track record" an frechen Lügen und falschen Versprechungen, seine ganzen albernen Selbstinszenierungen als großer Producer bleiben bestehen – liegen aber nun in der Waagschale mit der Tatsache, dass er tatsächlich einen Film produziert hat. Einen, in dem Costas Mandylor (MOBSTERS) und Tom Sizemore (SAVING PRIVATE RYAN) mitspielen. Einen, den man kaufen kann. Einen, den man ansehen kann…
Ich habe ein langes, hartes Wochenende vor mir:
Ich habe mir mal den Spaß gemacht, die Produktionskosten der "limited edition" grob zu kalkulieren. Selbst wenn man außer Acht lässt, dass Katusin in Kroatien vermutlich erheblich preiswerter drucken lassen kann, dürften die Blu, die Verpackungen, das Booklet und die anderen Beileger bei einer 100er-Auflage nicht mehr als 10 Euro pro Stück gekostet haben. Bei 80 Euro "Ladenpreis" eine satte Marge, die auch bedeutet, dass er von den 100 Scheiben gerade mal 15 verkaufen muss, um in die schwarzen Zahlen zu kommen…
Ich hatte gedacht, dass es allein schon statistisch wahrscheinlich sei, dass irgendwann einer dieser Beiträge der Journalistenschule einen validen Gedanken zur Grundlage hätte. Oder wenigstens einen dummen Gedanken, der stringent ausformuliert ist. Es kann doch nicht sein, dass ich so mühelos JEDES Essay auseinander nehmen kann, JEDEN einzelnen Satz.
Here we go again…
Der demokratisierende Effekt von Shitstorms
Ein Hammer-Titel, ich gestehe es. Eine provokante These. Und ich würde mich auf den folgenden Text freuen, wenn ich auch nur eine Sekunde lang glauben würde, dass nun eine plausible Argumentation folgt…
Ich muss Abbitte leisten. Wie es aussieht, habe ich bei meinen bisherigen Text-Autopsien einen Beitrag übersehen. Den hole ich nun nach, bevor ich mich dem neusten Pamphlet der journalistischen KiTa widme.
Schon den Titel möchte ich bestreiten:
Wir brauchen keine Jahrhunderttalente
Jahrhunderttalente (Sokrates, Mozart, Kant, DJ Bobo) bringen nicht nur die Zivilisation mit Schub voran, sondern stellen auch Ankerpunkte der Geschichte dar. Anders als andere Ankerpunkte (Attila, Hitler, Manson, Scooter) markieren sie positiv besetzte Umbrüche, erinnern nicht nur an das Potenzial des Menschen, sondern auch an seine Möglichkeit, tatsächlichen Wandel zu initiieren…
So, heute machen wir den Deckel drauf – zumindest bis die meedia-Redaktion einen weiteren Beitrag der Journalisten-KiTa freischaltet.
Titel:
Ihr Medien-Entscheider*innen müsst BIPoC-Journalist*innen fördern!
Hatten wir das nicht letztes Mal schon? Können die sich nicht mal in den ersten vier Beiträgen so koordinieren, dass sie nicht redundant werden? Andererseits: da diese jungen Schreiberlinge nur die eigenen Befindlichkeiten als Themen kennen, ist die Bandbreite sowieso beschränkt.
Der Journalismus in Deutschland ist sehr weiß. Das zeigt auch die Berichterstattung über Rassismus.
Ich ahne mal vorab: Den kurzen Weg von der Behauptung zum Beleg wird die Autorin nicht gehen wollen, weil ihr die Steigung "Recherche" zu mühsam ist…
Es scheint, als würde ich momentan primär "Wortvogel gegen die Welt"-Beiträge veröffentlichen, die mich wie einen frühzeitig vergreisten Menschenfeind aussehen lassen. Falls sich jemand Sorgen macht: das täuscht. Mir geht es gut. Meine Laune ist intakt. Ich verspreche, dieser Tage auch mal was Nettes zu schreiben.
Aber nicht heute.
Heute nehme ich mir den dritten "OK Boomer"-Beitrag von meedia vor.
Der Titel:
Weiß, cis, hetero, ungenügend – ein Plädoyer für mehr Diversität im Journalismus
Wie… überraschend. Eine weiße Jungjournalistin bezeichnet die eigenen Privilegien als ungenügend…
Die Diskussion über den OK BOOMER-Artikel zur Gendersprache führte neulich ja zu heftigen Diskussionen. Ich entschied mich daraufhin, auch mal die anderen OK BOOMER-Beiträge der Journalistenschüler durchzulesen. Sind aktuell nur drei – und die sind durch die Bank durchtränkt von einer scheuklappigen Selbstbezogenheit und einem Gefühl der postpubertären Allwissenheit, dass ich sie in den nächsten Tagen alle mal auseinander puzzeln werde. Während ich einerseits denke, dass man den Nachwuchs nicht zu hart rannehmen sollte, graust mich auf der anderen Seite die Vorstellung, dass DAS die Ansichten sind, die den Journalismus ab 2025 prägen werden…
Bei Meedia (ich übernehme jetzt einfach mal die Formulierung)
"schreibt die 58. Lehrredaktion der Deutschen Journalistenschule über ihre Perspektiven auf den Journalismus und ihre Visionen für seine Zukunft."
Und ich gestehe: da lese ich viel halbgaren, argumentativ nicht durchdachten und widersprüchlichen Unfug. Das mag dem Alter des Journalistennachwuchses geschuldet sein – mit 21 beim GONG habe ich auch viel halbgaren, argumentativ nicht durchdachten und widersprüchlichen Unfug geredet. Gottdseidank wurde der nie gedruckt und ich hatte noch kein Blog. Der Mangel an Podium und Plattform ist in vielen Fällen rückblickend ein Segen…
Ich hatte zuerst gedacht, die Meldung wäre Satire, so nach dem Motto "wegen Corona muss nun ein weiterer Kindergarten geschlossen werden". Aber dem ist nicht so. bento, das junge Nachrichtenportal des SPIEGEL, wird dicht gemacht.
bento erinnerte mich an die SIEHSTE, den Kinderableger der HÖRZU aus den 70er Jahren – die war auch nur eine eingedampfte Magermilchversion des Hauptblattes, um irgendwie "die Jugend" anzusprechen. Überlebt hat sie gerade mal ein Jahr, dann wurde sie in kastrierter Version in die HÖRZU integriert. Eine interessante Parallele.
"Was sagste nu: ’n kleiner SPIEGEL"…
Das hier ist mehr ein Nachklapp als ein echter Beitrag zum Thema TROLLS WORLD.
Aufmerksamen Lesern wird aufgefallen sein, dass ich für meine kritische Berichterstattung zum Film GOBLIN 2 besonders von einer Dame namens Daniela Reimchen rundgemacht wurde, die u.a. den Titel "Mrs. Germany 2014" trägt, eine nur sporadisch verliehene Auszeichnung für ältere Semester im Model-Geschäft.
Meine Aussage
Und dann ist da noch die "Mrs. Germany 2014" Daniela Reimchen, die je nach Quelle 40, 46, 48, oder 49 Jahre alt ist und sich bei einem Nachdreh für den GOBLIN freigemacht hat…