• Hyperland Redux (20): „Influencer“-Rabatte: Product Placement unter Freunden


    Originaltext November 2014:

    Kann man in Zukunft den sozialen Status im Netz für Rabatte nutzen? In New York gab es jüngst ein Experiment, bei dem genau das möglich war. Nutzer mit einem bestimmten Score bekamen einen Dollar Nachlass für je 500 Follower/Freunde in den sozialen Netzen. Daraus könnte sich eine Celebrity-Kultur mit ungewöhnlichen Folgen entwickeln.

    Es ist seit jeher die Macht, die denen Vergünstigungen bringt, die sie eigentlich am wenigsten brauchen: Im Mittelalter mussten Könige ebenso wenig für Speis und Trank zu zahlen wie kirchliche Würdenträger und lokale Politiker…

  • Hyperland Redux (19): Die aufgedrängte Kostenloskultur


    Originaltext von Mai 2014:

    Fragt man die kommerziellen Anbieter, ist der Geburtsfehler des Internet die als selbstverständlich angesehene "Kostenloskultur". Falsch, sagt unser Autor: Die Kunden würden ja gern bezahlen – aber sie können es nicht. Es wurde ihnen 20 Jahre lang abtrainiert. Ein kleiner Essay über eine Welt, in der einen die Verkäufer daran hindern, ihnen etwas abzukaufen.

    Freie Fahrt für freie Bürger!

    Stellen Sie sich mal vor, Sie ziehen in eine neue Stadt. Hier stehen überall Taxis und Busse, die sie zu den tollsten Sehenswürdigkeiten fahren…

  • Hyperland Redux (18): Der Mythos der nachgebauten Wirklichkeit


    Originaltext Mai 2014:

    Immer genauer wird die Welt kartographiert: Google Maps geht bis an die Haustür, Project Tango möchte sogar eintreten. Die Bilder werden feiner, die weißen Stellen auf den Karten verschwinden zusehends. Kommt irgendwann die virtuelle Echtzeit-Erfassung – und kann jemand das ernsthaft wollen?

    Vom Schulatlas zu Streetview

    In den 90er Jahren begann das Siechtum des klassischen Schulatlas – auf 12 CDs konnte man damals erstmals Satellitendaten kaufen, die eine präzisere Ansicht der Welt anhand von tatsächlichen Bildern aus dem All ermöglichten. Google Maps war der nächste logische Schritt…

  • Hyperland Redux (17): Vom digitalen zum analogen Kiosk: Zurück zum Papier


    Originaltext Juni 2013:

    Printprodukte und das Internet – eine Hassliebe voller halbgarer Allianzen, die von vielen als Übergangsphase gesehen wird, bis die elektronischen Medien endgültig über die „toten Bäume“ triumphieren. Aber manche Online-Junkies spüren den Reiz des Gedruckten und suchen vereinzelt den Weg zurück zu Heftklammer und DIN a4-Format.

    Es ist eine Einbahnstraße, deren Fahrtrichtung von ökonomischen Zwängen bestimmt wird: Zeitschriften, deren Produktion sich nicht mehr lohnt, wandern ins Netz. Das wird oftmals als „neuer Weg“ beschrieben, ist aber selten mehr als das Wachkoma vor dem Exitus, wie das anhaltende Drama um das ehrwürdige Nachrichtenmagazin „Newsweek“ beweist…

  • Hyperland Redux (16): Champions League: Gemeinsam am neuen Wasserspender


    DISCLAIMER : Ein Kuriosum – 2013 habe ich bis zur Einstellung des Formats viele kleinere Beiträge für das ZDF-Blog HYPERLAND geschrieben. Weil die Inhalte leider vom ZDF einfach offline genommen wurden, entschloss ich mich 2017, die Texte in ihrer ungekürzten Originalfassung nochmal hier zu publizieren. Warum ich damit bei Text 15 aufgehört habe, erschließt sich mir nicht mehr – vermutlich brauchte ich irgendwann eine Pause und habe es dann versäumt, die Reihe wieder aufzunehmen. Heute Nacht sind mir die Entwürfe dafür in meinem Blog-Backend eher zufällig wieder begegnet…

  • The Fear is female – ein paar Gedanken zum Thema geschlechtsspezifischer Horrorfilm


    Wer was auf sich hält, tritt nach oben, nicht nach unten. Darum habe ich auch nicht vor, mich über dieses Video von Julia Baudisch zu echauffieren:

    Klar ist das extrem amateurig. Julia kann ihr gewähltes Thema nicht wirklich artikulieren, sie hat schlecht recherchiert, verstolpert sich dauernd, kann die Originaltitel nicht ordentlich aussprechen, und würde sich wohl generell mit einem sorgfältig vorbereiteten Manuskript leichter tun.

    Andererseits: Jeder darf seine Meinung sagen, man muss es sich ja nicht anschauen. Immerhin konsumiert Julia nicht nur, sondern sie produziert…

  • Mundpropaganda: Oral Histories – Leseliste


    Ich bin ein Freund von Sekundärliteratur, von der Aufarbeitung großer Ereignisse, Erfindungen und Entdeckungen. Hinter die Kulissen schauen, die Zahnräder sehen, die getroffenen und hinterher bereuten Entscheidungen.

    Man kann es aber auch übertreiben – so kann ich schwer nachvollziehen, warum es immer mehr Bücher über die Entstehungsgeschichte einzelner Filme gibt. Da stehen die Erkenntnisse und der verlangte Aufwand in keinem Verhältnis.

    Braucht wer einen sechsteiligen Podcast über die Entwicklung eines Plastikstuhls?

    Ich bevorzuge knappe, konzentrierte Rückblicke, die persönliche Erinnerungen und Fakten in einen überschaubaren Rahmen gießen…

  • Abandoned: ZURÜCK NACH WESTERLAND – DER ÄRZTE-FILM


    Über dieses Projekt kann ich nur wenig erzählen, ich kann es nicht mal bebildern. Aber ich will davon erzählen, bevor ich es vergesse. Ist ja auch schon locker 15 Jahre her (und selbst diese Einschätzung basiert auf vagen Erinnerungen).

    Es ist bekannt, dass die Berliner Kultband DIE ÄRZTE filmverrückt ist. Sie sind mit Buttgereit befreundet und Bela B lässt keine Gelegenheit aus, sich vor irgendeiner Kamera zu produzieren, und sei es im SAT.1-Vampir-Schmonzes LAILA – UNSTERBLICH VERLIEBT. 1985 hatten die Jungs ja auch schon mal in dem Low Budget Sponti-Streifen RICHY GUITAR mitgespielt:

    Aber das war mir zu wenig…

  • Die vorhersehbare Bruchlandung der Roland Emmerich-ORION


    Wie ihr wisst, hatte ich in allem, was deutsche SF angeht, irgendwie die Finger drin. Perry Rhodan. Ice Planet. Astro Saga. Lexx. Einige Sachen habe ich sogar selber geschrieben. Lost City Raiders. Post Impact. Sumuru.

    Wer sich wirklich auskennt, der wird bemerken, dass in der Aufzählung was fehlt. Die Abenteuer eines gewissen schnellen Raumkreuzers. Und ja, bei ORION X war ich auch dabei. Vielleicht ist das eine Geschichte, die nach fast 25 Jahren mal ausführlicher unter die Leute gehört.

    Es muss um 1996 gewesen sein…

  • Weihnachtsmann Wortvogel (7): Mega-Mystery-Edition 2


    Wow, ich bin begeistert und erfreut angesichts des Interesses an meinen Mystery-Kartons. Da trifft es sich gut, dass ich ja noch einen zweiten habe…

    Ein neuer Schwung DVDs, CDs, Bücher, Comics und sonstiger Schnickschnack aus dem "Vermächtnis" des Wortvogels. Ich habe darauf geachtet, dass der Inhalt dieses Umzugskartons keinen Deut weniger wert(ig) ist als der von gestern. Ich sage mit Zuversicht – wer hier zugreift, der wird sich nicht ärgern:

    Wer Interesse hat, kann bis morgen in den Kommentaren einen Preis nennen (plus 10 Euro Versand)…