• „Writers get no pussy“ – und andere Dinge, die ich von Harry Towers gelernt habe (4)


    Harry fand meine Idee eines "99 Women"-Remakes nicht schlecht – und präsentierte mir tags darauf ein fertiges Skript! Was soll ich sagen: Der unvermeidliche Peter Jobin hatte bereits Jahre zuvor ein Remake geschrieben. Allerdings war diese Version besonders schlecht, denn sie hielt sich sklavisch an die Vorlage, und funktionierte auf emotionaler Ebene rein gar nicht. Glücklicherweise sah man das bei Tandem auch so, und gab mir einen Vertrag, die neue Fassung nach meinen eigenen Vorstellungen zu schreiben.

    Zu meiner eigenen Überraschung ging mir die Arbeit extrem leicht von der Hand…

  • Go go, Speed Racer – to box office hell!


    Ich war nie ein Fan von "Speed Racer". Soweit ich weiß, ich die japanische Zeichentrickserie aus den 60ern in Deutschland nie ausgestrahlt worden. Wäre vermutlich auch nicht mein Fall gewesen.

    Warum man aus dem Nischen-Kult einen Film machen musste, ist mir schleierhaft. Warum es ein 180 Millionen-Projekt der Wachowski-Brüder sein musste, widersetzt sich jedem Erklärungsversuch.

    Gedreht wurde der Streifen (wie schon die ebenfalls gefloppten "Equilibrium" und "Aeon Flux" – Zufall?) teils in Berlin, deshalb kommen deutsche Nasen auch in diversen Nebenrollen vor.

    Das Problem – selten hat ein Film durch seine Trailer bei mir eine solche Antipathie hervorgerufen:

    Wie kann etwas gleichzeitig so schnell – und so langweilig sein…

  • „Writers get no pussy“ – und andere Dinge, die ich von Harry Towers gelernt habe (3)


    Ich wollte natürlich weiter mit Harry arbeiten – noch lieber wollte ich allerdings seine Biographie schreiben. Zu dumm, dass Harry dazu weder Zeit noch Lust hatte.

    Erneut sprach ich den alten Kauz, dessen Gepäck keine unserer Sekretärinnen anfassen wollte, auf „Fu Man Chu“ an. Leider lagen die Rechte bei Hallmark Entertainment, wo man den Stoff für eine aufwändige Miniserie frischmachen wollte. Auch daraus (ihr ahnt es) ist nichts geworden. Ich vermute mal, der (wenig latente) Rassismus der Vorlage hat die Produzenten von „Merlin“ und „Die Odyssee“ abgeschreckt…

  • Was vom Teige übrig blieb -Kalorienhaltiger Konsumrausch


    Ich kaufe gerne unbekannte Lebensmittel im Supermarkt – steht auf einer Packung "Neu!", landet sie meist schnell in meinem Einkaufswagen. Ich bin auch gar nicht weiter etepetete, wenn es um Convenience Food geht: tiefgekühlt, endlos haltbar, mikrowellentauglich, mit Tequila-Aroma, alles geht.

    Auf der Nahrungsmittelmesse hatte ich erstmal von diesen Dingern hier gehört:

    Auch wenn der Werbespot droht "Don’t call it Schnitzel!", muss man doch bei der Wahrheit bleiben: Es IST ein Schnitzel. Ein Formfleischschnitzel, rechteckig, paniert, einzeln in Plastik verpackt, für den Toaster.

    Jetzt sagen wir alle mal "Iiiihhhh!!!", beruhigen uns wieder, und kommen zum Ergebnis: schmeckt gar nicht so schlecht…