• Liebes Seite 1-Girl: auch beim Wortvogel kein Asyl


    Ich hatte in den letzten zwei Jahren häufiger angedacht, wie die BILD ein "Girl der Woche" zu präsentieren. Striptease der harmlosen Sorte, topless als Maximum, versehen mit einem ironisch-launigen Text. Mir ist schon klar, dass vielen Stammlesern so ein billiges Buhlen um Klickzahlen auf die Nerven gehen würde. Aber ich war neugierig.

    Der Gedanke dahinter: Seit Jahrzehnten ködern auch semi-seriöse Blätter wie SPIEGEL und STERN immer mal wieder mit nackten Tatsachen. Es gilt als legitim, im Printbereich mit weiblichen sekundären Geschlechtsmerkmalen zu werben, ohne damit die Respektabilität aufzugeben…

  • Die "heute show": Leider nur dritter Sieger


    Ich habe nichts gegen den drolligen Versuch, mit der "heute show" eine bemühte Kopie der "Daily Show" als die lang ersehnte Erfindung der deutschen Polit-Comedy zu feiern. Oliver Welke ist nicht Jon Stewart, einen deutschen Stephen Colbert kann es nicht geben, aber besser gut kopiert als schlecht gegottschalkt.

    Ich werde jedoch kein Stammzuschauer. Es ist mir fast schon peinlich, aber wieder mal machen die Engländer das erheblich besser. Auf Channel 4 läuft gerade die zweite Staffel einer wöchentlichen "Current Affairs"-Comedy namens "10 o’clock live". Dafür hat man drei wirkliche Comedy-Schwergewichte angeheuert: Jimmy Carr, Charlie Brooker und David Mitchell…

  • Kino-Kritik: "The Awakening"


    England 2011. Regie: Nick Murphy. Darsteller: Rebecca Hall, Dominic West, Imelda Staunton, Lucy Cohu, John Shrapnel

    Story (offizielle Synopsis) :
    Geplagt von dem Tod ihres Verlobten, versucht Florence, sich mit der Erklärung von scheinbar übernatürlichen Phänomenen abzulenken. Sie bedient sich dabei methodischen und rationalen Erklärungen, um zu widerlegen, dass die Toten uns immer noch verfolgen können. Nun soll sie an einer Schule einen neuen "Auftrag" erledigen, wo ein Junge tot aufgefunden wurde, der angeblich als Geist seine Kameraden heimsucht. Florence scheint das Rätsel tatsächlich lösen zu können, doch gerade als sie wieder abreisen will, hat auch sie eine unerklärliche Erscheinung…

  • Dolce Vita & Bella Donna: Eine Reise nach Sizilien (2)


    Weiter geht’s, wir haben noch einiges abzuklappern…

    Manche Städte wie Modica oder Ragusa beeindrucken durch die schiere Masse an Häusern, die hier an Berghänge gepresst wurden:

    Es lohnt sich wirklich, die verschlängelten Landstraßen über die Dörfer zu nehmen, wenn man auch die landschaftliche Schönheit Siziliens erleben will. "Üppig" ist kaum das richtige Wort – die Insel scheint vor Lebenskraft zu explodieren, es grünt und blüht, als gäbe es einen Wettbewerb zu gewinnen (permanent im Hintergrund: der Ätna). Die Autobahnen, die nun immer stärker in die Landschaft schneiden, lohnen sich nur für Leute, die Zeit und Ziel brauchen…