• TV: quotenlos = sinnlos?


    Bei DWDL kann man es nachlesen: es gibt für den gestrigen Tag keine Einschaltquoten. Auch Medienrauschen widmet sich dem Thema. Der GfK ist die Umstellung auf eine neue Software, die eigentlich präzisere Analysen ermöglichen sollte, gründlich misslungen.

    Das kann passieren. Aber was bedeutet es?

    Es bedeutet zuerst einmal, dass bei den Sendern und Produktionsfirmen heute morgen ausnahmsweise mal nicht über Fieberkurven und Audience Flow, über Lead-Ins und Zielgruppen-Fluktuation gebrütet werden konnte.

    Wie hat sich die Wiederholung der SAT.1-Liebeskomödie "Große Liebe wider Willen" gegen "Elvis und der Kommissar" geschlagen…

  • FAZ, CHIP: Doof kann nicht nur BILD


    Ich sehe mich nicht als Rächer einer ordentlichen Rechtschreibung, als Zorro des Zeitgeistes, der jedem Denk-Rülpser im Netz hämisch lachend ein "D"* in die Wange ritzt. Nur in extremen Fällen fühle ich mich genötigt.

    Heute z.B. ließen sich zwei Formulierungen beim besten Willen nicht überlesen, die ich nun präsentieren möchte.

    Den Anfang macht eine Autorenzeile in der FAZ online:

    Sehe nur ich das so, oder sollte die Komik, die Peter Richter den Themen verleiht, nicht besser voll beabsichtigt sein? Ich hätte auch nichts dagegen, wenn er in den Themen unfreiwillige Komik fände…

  • BILD-Mamis und das Erziehungs-1×1


    Ich freue mich, dass Christiane "Ich weiß es!" Hoffmann nun endlich wieder eine produktive Aufgabe gefunden hat – zusammen mit Caroline Hamann bestückt sie das "Mami-Blog" bei BILD online.

    Nun ist bei BILD tragischerweise oft genug nachzulesen, dass der Zielgruppe gewisse Basis-Kenntnisse in Sachen Kinderbetreuung fehlen: zum Beispiel, dass man das Kind am Leben lassen sollte. Wohl auch deshalb fangen Hamann und Hoffmann mit… na ja… eher offensichtlichen Ratschlägen an:

    Vor meinem geistigen Auge sehe ich tausende von Müttern, die sich mit der flachen Hand vor die Stirn patschen, und entgeistert ausrufen: "Ach SO…

  • Wortvogels Guide to the West Coast, USA


    Ich mache gerne Urlaub in Amerika. Weil der meistens irgendwie mit meinem Beruf zusammenhängt, konzentrieren sich meine Trips allerdings auf die Metropolen: ich war in New York, Austin, Miami, Washington, San Diego, Los Angeles, etc.  Ich würde gerne mal mit einem Wagen einfach drei Wochen quer durchs Land fahren. Vielleicht den Lincoln Highway.

    Eine Tour, die ich ziemlich perfektioniert habe, führt in 14 bis 15 Tagen durch Kalifornien, und Teile Nevadas. Sie erscheint mir perfekt für USA-Anfänger, die in kurzer Zeit eine größtmögliche Vielfalt an Landschaften und Sehenswürdigkeiten abhaken wollen, ohne dass es in Stress ausartet…

  • Erinnerungen, unbewohnt und hässlich


    I remember way back then
    When everything was true and when
    We would have such a very good time
    Such a fine time, such a happy time
    And I remember how we’d play, simply waste the day away

    Our house, was our castle and our keep
    Our house, in the middle of our street
    Our house, that was where we used to sleep
    Our house, in the middle of our street

    (Madness, "Our House")

    Meine Kindheit, meine Jugend – ich maße mir nicht an, sie zu dramatisieren…

  • Random Charts (5): Pop für Pussies


    Heute geht’s um wehleidige Chart-Hits, die Frauen schwach, und Männer schwul machen – vorgetragen mit dem größtmöglichen Pathos, aber minimaler Verve.

    Versteht mich nicht falsch: ich liebe die meisten der hier vorgestellten Songs. Aber an verregneten Sonntag-Abenden, wenn man gerade von der Freundin verlassen wurde, können sie locker als "Beihilfe zum Suzid" durchgehen.

    Den Anfang macht Bobby Goldsboros "Honey" – traurige Ode eines schmierigen Chauvinisten, der seinem offensichtlich mental zurückgebliebenen und frisch verstorbenen Heimchen hinterher schluchzt. Wenn er für den Auftritt wenigstens seinen Moped-Helm abgenommen hätte:

    Das Leben einer Frau ist sinnentleert, solange nicht der richtige Kerl vorbei kommt, um sie mal richtig zu bürsten – zumindest, wenn man "You light up my Life" glauben mag…

  • Michael Jackson ist tot!


    Der amerikanische Pop-Titan starb in dieser Nacht, nachdem er mit Herzversagen in eine Klinik in LA eingeliefert worden war. Hintergründe sind noch keine bekannt.

    Sowas ist hier eigentlich kein Thema, aber hey – es ist Michael "Thriller" Jackson. Vielleicht kein Saubermann, aber ein Superstar.

    Ich bin seit den 80ern kein Fan mehr, halte seine Karriere für ein Paradebeispiel von "stark angefangen, und dann stetig nachgelassen". Die letzten 10 Jahre war er ein Freak, sein Leben eine Farce. In ein paar Wochen sollte eine Reihe von Comeback-Konzerten starten, für die er Medienmeldungen zufolge eigentlich nicht kräftig genug war…

  • Kino-Kritik: Transformers – Die Rache


    USA 2009. Regie: Michael Bay. Darsteller: Shia LaBeouf, Megan Fox, John Turturro und viel CGI-Blech

    Geht woanders hin, wenn ihr einen fairen Transformers-Review lesen wollt. Ich hasse Michael Bay mit derselben Inbrunst, mit der ich Uwe Boll verachte. Im Fall von Bay paart sich die Abneigung mit ohnmächtiger Wut, weil der Rest der kinogehenden Welt meine Meinung nicht zu teilen scheint. Armageddon, Pearl Harbor, Transformers – Bay macht genau die Sorte Blockbuster, zu denen Feuilltonisten Begriffe wie "Untergang des Abendlandes" und "Kulturverfall" rauskramen. Und ich weiß dann nie, wie ich dagegen halten soll…