• Neue alte SF aus den deutschen Sender-Archiven gerettet (aka raubkopiert)


    Nach "Cherie mir ist schlecht" und "Datenpanne – das kann uns nie passieren" habe ich noch eine weitere öffentlich-rechtliche Dystopie für euch ausgebuddelt, diesmal aus dem Jahr 1982 und basierend auf Jewgeni Samjatins Roman "Wir", der deutliche Ähnlichkeiten mit Orwells "1984" aufweist.

    Den Film habe ich als 14jähriger bei der Erstausstrahlung tatsächlich gesehen. Er hat mich damals ziemlich verstört, auch wenn ich in der Zeit nach "Star Wars" und "Star Trek" die Effekte als sehr krude empfand. Meine Begeisterung hielt sich – auch angesichts meines intellektuellen Unvermögens, die Geschichte in ihrer gesamten Breite zu erfassen – in Grenzen…

  • Steuerk(r)ampf


    Als Selbstständiger hat man es nicht leicht – als Angestellter mit selbstständigen Nebentätigkeiten und Immobilienbesitz noch weniger. Rein steuerlich gesehen. Es gibt einen Grund, warum ich seit 1994 einen Steuerberater habe, dem ich alle drei Monate meine sortierten Belege und Kontoauszüge schicke. Da steckt der Teufel im Detail und man sollte sich keine Fehler erlauben.

    Fehler passieren aber. Weil das Leben – im Gegensatz zur Mathematik – nicht immer eindeutig ist. So hatte ich zehn Jahre lang das Dachgeschoss meines Hauses in München korrekt als Arbeitszimmer abgesetzt…

  • "Datenpanne" anno 1983: Geht auch ohne Google


    Man mag es für eine seltsame Angewohnheit halten, aber immer mal wieder gebe ich die Namen obskurer Filmtitel bei Google ein und schaue, was passiert. Weil immer mal wieder obskure Filme doch noch auftauchen.

    Heute ist es wieder passiert – ich bin auf "Datenpanne – das kann uns nie passieren" gestoßen, ein "Fernsehspiel der Gegenwart" von 1983, gedreht für das ZDF. Im "Lexikon des Science Fiction Films" wurde seinerzeit darüber geschrieben – ein TV-Stück aus dem Kalten Krieg, vor Paranoia und Technikphobie strotzend, aus Angst vor "1984" den Computer als diktatorischen Datenschnüffler für 1991 ()…

  • Der Wortvogel ist auf Öl gestoßen!


    Eine gewisse Vorliebe für ungesunde ausländische Fresskultur meinerseits ist bekannt. Verbunden mit meiner Affinität für Discounter führt das dazu, dass ich gerne in fernen Ländern durch ALDI und LIDL stromere, um zu sehen, wie sich die Sortimente unterscheiden. Nicht viel, würde ich sagen – zwei bis fünf Prozent nationaltypische Produkte konnte ich ausmachen.

    Bei ALDI Memphis hat der Konzern es geschafft, den Amerikanern das bei ihnen bis dato unbekannte Pfand-Prinzip bei Einkaufswagen beizubringen. Viel ekliges Lightbier und gigantische Schachteln mit Cornflakes sind mir außerdem aufgefallen…

  • Neues Altes aus dem Dritten Reich (UPDATE!)


    Kurzes Update: Wir sind immer noch an der Sanierung meines Hauses in Obergiesing dran. Es zieht sich. Aber es wird. Unwägbarkeiten und Unvorhersehbarkeiten gibt es immer. Und von einer kuriosen Unvorhersehbarkeit möchte ich heute berichten.

    Im Dachgeschoss haben wir die Dämmung und das alte Laminat mittlerweile komplett raus gerissen. In einer Ecke war früher ein Teil mit einer Rigipswand abgetrennt, davor stand einst mein PC-Schreibtisch. Dahinter fand sich altes Gerümpel einer früheren Renovierung. Die Rigipswand ist nun entsorgt, das Gerümpel auch. Darunter fehlen fehlen ein paar Bodenbretter und wir haben vorgestern die Gelegenheit genutzt, den Schutt zwischen den Balken raus zu kehren…

  • Sentimentalitäten einer alternden Tastenschlampe


    Es ist nicht üblich, angesichts einer profanen Summe D-Mark nostalgisch zu werden – Schecks taugen nicht zu feuchten Augen und einem gehauchten "ach…". Man verzeihe mir, dass ich trotzdem etwas wehmütig an die Zeit zurück denke, als ich meine ersten Schecks als Buchautor und als Übersetzer bekam. Die sind nämlich gestern ebenfalls in alten Aktenordnern aufgetaucht – und bald 20 Jahre alt.

    Adleraugen bemerken, dass zwischen den beiden Schecks auch die Umstellung von vier- auf fünfstellige Postleitzahlen lag.

    Ich war so jung. Und so stolz.