• Filmverbrechen-Fotostory: Zur Verteidigung der Science Fiction in "Zärtliche Chaoten 2" – oder: Der futurologische Konkurs


    Auf Wilsons Dachboden wurde gestern "Zärtliche Chaoten 2" besprochen, eine dieser deutschen Fremdschäm-Komödien der 80er, die nur von den Leuten für Kult gehalten werden, die sie nie gesehen haben. Retrospektiv ist allenfalls der Zynismus erstaunlich, mit dem man seinerzeit (zu Recht) annahm, es reiche für einen Kinofilm, wenn man ein paar deutsche TV-Nasen, Gaststars aus aktuellen US-Serien und die aktuellen Sommerhits zusammen blödelt. Was an Kreativität und tatsächlicher Handlung fehlte, wurde mit Adjektiven wie "frech" und "rasant" übertüncht, auch wenn die Inszenierung nie über das Niveau schlechter Werbespots hinaus kam…

  • Wortvogel gegen die Unhöflichkeit


    Wieder mal so eine Geschichte, wie ihr sie gerne lest und diskutiert. Ich schreibe das auf, um mein Adrenalin abzuregeln.

    Seit ein paar Wochen habe ich die unangenehme Aufgabe, wegen eines Todesfalls fast jeden Tag irgendwelche Firmen anrufen zu müssen, dass sie bitte die Postsendungen (Kataloge, Einladungen, Bettelbriefe) einstellen sollen. Kommt nicht an, landet per Nachsendung direkt bei uns und damit in der Altpapiertonne. Ich finde es nur angemessen, den Versender wissen zu lassen, dass er die betreffende Person aus der Kartei streichen kann.

    Das geht auch ganz gut…

  • Micro-Reviews (1): Lieblingsfilme


    Ich weiß, ich gehöre zu den Bloggern, die gerne Artikelreihen anfangen, aber nicht beenden. Die Movie Mania ist ein bisschen eingeschlafen, die vergessenen TV-Serien habe ich… ääähhh… vergessen, und ich wollte eigentlich auch mal einen Sci Fi-Sommer machen, was momentan brachliegt.

    Zumindest die vergessenen TV-Serien greife ich wieder auf, versprochen. Dazu muss ich allerdings Zeit haben, und aktuell ist Zeit genau die Ressource, an der es mangelt: Haus-Sanierung in München, Arbeit am zweiten Band-Buch, Vollzeit-Job mit Nebentätigkeiten, Hochzeitsvorbereitungen samt Flitterwochen. Da muss ich mir jede Stunde vor dem Rechner stehlen – und schlimmer noch: rechtfertigen…

  • Das große Clint Eastwood Buch (Band 1)


    Machen wir uns nichts vor: Ich habe viele gute Gründe, diesen Prachtband wohlwollend zu besprechen, die nichts mit der tatsächlichen Qualität zu tun haben. Autor Tobias Hohmann ist fleißiger Leser und Kommentator dieses Blogs, ich habe auch schon seine früheren Arbeiten gemocht, er hat mir den 49 Euro teuren Band zum Zwecke des Reviews geschenkt und ganz generell bin ich der Meinung, dass die deutsche Filmbuch-Landschaft nach Kräften gefördert gehört. Wie neutral kann ich da noch sein? Das lastet schwer auf meiner Integrität.

    Aber ehrlich gesagt: Ich empfehle euch "Das große Clint Eastwood Buch (Band 1)" vor allem deshalb, weil ich sicherstellen möchte, dass mir Tobias zeitnah Band 2 schickt…

  • Der Medienmanipulator als Agent Provocateur: Schwarze Schafe sind noch lange keine Wölfe


    Es gibt eine Frau in England, die heißt Katie Hopkins. Die zieht primär durch Reality-Shows und schreibt Kolumnen, in denen sie dummes Zeug redet. So echauffiert sie sich, dass Prominente ihren Kindern gerne Namen von Örtlichkeiten geben (Brooklyn, Denver) – obwohl ihre eigene Tochter India heißt. Außer ein paar dumpfbackigen "Sun"-Lesern, die ihre Auswüchse mit einem gegrummelten "right on!" kommentieren, schämt sich das Königreich für diese anmaßende und zugleich unterbelichtete Frau. Das Ergebnis? Hopkins wöchentlicher Dünnpfiff produziert Blogger-Aufstände, Shitstorms, Gegenreden, Klicks, Quoten, Geld.

    Bei der WELT schreibt eine hübsche junge Frau namens Ronja von Rönne Kolumnen voll…