• Blockbuster-Rückschau: Zu spät, zu kurz, zu blah


    Amazing Spider-Man 2 Man sollte meinen, dass Sony nach vier "Spider-Man"-Filmen halbwegs den Bogen raus hat – oder dass sie wenigstens die gröbsten Fehler der Raimi-Trilogie nicht wiederholen. Leider scheinen sie entschlossen, aus der Geschichte nicht zu lernen – und sind deshalb verflucht, sie zu wiederholen.

    "The Amazing Spider-Man" isst ein grundsolider, unterhaltsamer, wenn auch sehr flacher Film, dessen größtes Problem darin liegt, dass er eine Origin-Story erzählt, die wir zu oft schon gesehen haben. Aber er macht auch viel richtig: Stone und Garfield sind deutlich massenkompatibler als Maguire und Dunst, die akrobatischen Szenen sitzen, das Kostüm wirkt realistischer, und Lizard ist ein vergleichsweise cooler Gegner…

  • Gold! Beute für die Band-Komplizen


    Es hat fast ein halbes Jahr gedauert, aber endlich sind sie da – 20 von ALLEN Autoren UND Charles Band signierte Exemplare des Buches "Empire of the B’s". Es sind die einzigen weltweit. Sie sind von Los Angeles nach Utah gereist, von dort nach London und schließlich zu mir nach Speyer, wo ich sie eben frisch signiert habe.

    Ich hoffe, morgen mindestens die Hälfte an die Menschen rausschicken zu können, die mich auf dem langen Weg von der Idee bis zum druckfertigen Exemplar begleitet haben – ihr wisst, wer ihr seid…

  • Das Wortvogel-Manifest: Wofür ich stehe (4)


    Ja, der letzte Teil ist eine Weile her – Umzug nach Speyer, Fantasy Filmfest und familiäre Notwendigkeiten haben meinen Blogfluss ein wenig gebremst. Ich muss ja auch noch Geld verdienen und Artikel wie diesen tippt man nicht mal eben in zehn Minuten. Aber keine Sorge: Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch – und für die nächsten acht Jahre geht mir das Material auch nicht aus, versprochen.

    Genau: Der Vogel ist während des Fantasy Filmfest 2014 acht Jahre alt geworden. So eine flegelige Rotznase…

  • Lost in Time (13): 50 Serien, die ihr verpasst habt


    Heute geht es mal um zwei Serien, die durchaus repräsentativ für den Zeitraum ihrer Entstehung sind und über die ich auch wenig aus dem Nähkästchen plaudern kann. Beide wurden von deutschen Top-Regisseuren produziert, die es nach Hollywood gezogen hatte. Und beide belegen sehr schön, dass sich Kinoerfolg nicht so leicht ins Fernsehen übertragen lässt.

    The Visitor Als Roland Emmerich zusammen mit NBC 1997 seine erste TV-Serie ankündigte, war zumindest das SF-Fandom relativ überrascht: Hatte der Schwabe nicht mehrfach angekündigt, "Raumpatrouille" auf die Fernsehleinwände zurück zu bringen…

  • Apothekerpreise


    Es ist keine neue Erkenntnis und allemal das Recht des Marktes, das Preise variieren. Den teuersten Ketten-Burger meines Lebens habe ich am Flughafen von Antalya gegessen. Der Preis eines Produktes richtet sich eben nicht nur nach den Herstellungskosten, sondern auch nach der Ladenmiete und den lokal zu zahlenden Löhnen. Binsenweisheit.

    Manchmal sind Preisunterschiede aber gleichzeitig so nah und krass, dass es mir schon aufstösst. Drei Bespiele der letzten Wochen möchte ich mit euch teilen, auch weil sie zufällig alle mit Getränken zu tun haben.

    Nennt mich den Preisspanner…

  • Syfy Double: "High Moon" & "Z Nation"


    Der Syfy-Channel hat die Serienproduktion in den letzten Jahren ziemlich schleifen lassen. War man lange Zeit der Haussender für unterhaltsame, recht aufwändig produzierte SF-Langläufer wie "Battlestar Galactica", "Stargate" und "Farscape", wurde in den letzten Jahren deutlich versucht, mit weniger Geld mehr Mainstream zu erreichen. "Eureka", "Haven" und "Warehouse 13" schielten deutlicher auf die Zielgruppe von "Akte X" als auf die Zielgruppe von "Star Trek". Billiger Schund wie "Flash Gordon", "The Phantom" und "Painkiller Jane" trug dazu bei, das eigentlich recht gute Image des Senders nachhaltig zu ramponieren…

  • Retourkutschen


    Zuerst einmal – ich halte dieses Video für einen Fake:

    Es spricht aber einen ziemlich guten Punkt an, über den ich mich vor ein paar Jahren schon mal ausgelassen habe und zu dem mir gerade noch eine Anekdote einfällt.

    Schon immer habe ich mich darüber aufgeregt, dass Leute ihre Zigarettenkippen aus dem Auto schmeißen. Aus Autos, die allesamt Aschenbecher haben. Aber beim Tankvorgang den Aschenbecher auszuleeren, ist vermutlich zuviel verlangt. Auch immer wieder gerne gesehen: Den Aschenbecher beim Parken einfach am Bürgersteig ausklopfen.

    Rechnet man das nur sehr konservativ hoch, landen jedes Jahr Millionen Kippen aus Celluloseacetat und Triacetin, vollgeladen mit karzinogenen Giftstoffen, in der freien Natur…

  • Fantasy Filmfest Masterliste (2): The Classics


    Nachdem ich alle Filme aus meiner Bloggerzeit bereits verlistet habe, sind nun die Klassiker dran – hier ist die Aufstellung dessen, was ich von 1990 bis 2006 gesehen habe. Sagt viel über meinen Geschmack aus, aber auch über das Festival und die Veränderungen im Genre allgemein.

    Wie schon erwähnt, bin ich seit 1990 jedes Jahr beim Fantasy Filmfest dabei gewesen. Anfangs bestand das Programm noch primär aus Retrospektiven und Schwerpunkten, weil neue Streifen für so ein "Mini-Festival" kaum zu bekommen waren. Mit dem Erfolg änderte sich das und ab Mitte der 90er dominierte das FFF die Genre-Festivalszene im ganzen Land…

  • Pro-Tipps für den Alkoholiker-Nachwuchs: Lieber 12jähriger…


    … ich nenne dich einfach mal so, weil du wie maximal 12 aussiehst und ich deinen Namen nicht kenne.

    Speyer. Altstadtfest. Wein, Bier, Wurst und Tornados. Cover-Bands, die lauter Musik machen, von der du nie gehört hast – Styx, Meat Loaf, Spandau Ballet, Deep Purple. Rambazamba, humbatatärä vom Fanfaren-Orchester. Provinzparty für einen guten Zweck.

    Da musst du dabei sein. Verstehe ich gut. Kirmes in Düsseldorf war für mich auch immer der Knaller. Da kann mich toll mal erwachsen fühlen, Spaß haben, "abhängen". Ist für gewöhnlich auch die richtige Zeit, der kleinen Nachbarstochter einen Kuss oder dem großen Bruder eine Zigarette abzuschwatzen…