• 11 Dinge, die so nicht ganz stimmen, wenn man über 11 Dinge schreibt, die Autoren als Anfänger entlarven


    Ich neige nicht dazu, Autorenkollegen in die Pfanne zu hauen – im Falle von Marcus Johanus schon gar nicht, denn seine Webseite ist tatsächlich eine brauchbare Fundgrube für Lernwillige in Sachen Kommerzschreiberei. Ich gebe aber zu, dass ich eine gewisse präventive Skepsis gegenüber Leuten besitze, deren literarischer Erfolg respektabel, aber dennoch überschaubar ist – und die dann anderen Menschen erklären möchten, wie das mit dem Schreiben und der Sprache so geht. Das hat für mich ein Geschmäckle. Andererseits: Syd Field war auch kein großer Drehbuchautor und ich trage mich selbst mit dem Ansinnen, gesammelte Klugheiten beizeiten an die nächste Generation weiter zu geben…

  • Nestbeschmutzung: Das bequeme Märchen vom aufrechten Magazinjournalismus


    Ich bin seit 25 Jahren in wechselnden Positionen und mit wechselndem Erfolg als Texter im weitesten Sinne, als Journalist im engeren Sinne tätig. Ich war nie wichtig, nie relevant, nie berühmt, konnte mir mit dem gedruckten und dem online gestellten Wort allerdings immer ein komfortables Leben verdienen. Zeitschriften gehörten und gehören zu meinen Auftraggebern, was dazu führt, dass ich gerne mal eine vom Mainstream abweichende Innenansicht der Branche habe. Die behalte ich gewöhnlich tunlichst für mich.

    Gewöhnlich.

    Aber heute fühle ich mich genötigt, auch mal ein paar Meinungsbrocken in die Runde zu schmeißen…

  • Lektüre: Zum Abend, zu Halloween


    Ich hatte darüber nachgedacht, eine eigene Kurzgeschichte zum Halloween zu schreiben – leider fehlt mir gerade die Zeit. Also überlasse ich das Guy de Maupassant, dessen (leicht gekürzte) Variante einer Gruselgeschichte ich hier nun präsentieren möchte:

    Gestern bin ich nach Paris zurückgekehrt. Als ich mein Zimmer wiedersah, unser Zimmer, unser Bett, unsere Möbel, dieses ganze Haus, an dem alles noch hing, was von einem Menschen nach seinem Tode bleibt, packte mich noch einmal die Verzweiflung so gewaltig, daß ich das Fenster öffnen und mich auf die Straße hinabstürzen wollte…

  • Deutsche Köche verderben den Brei: The Great British Bake Off


    Es gibt sie noch, die Fernseh-Phänomene. Und weil eines davon bei uns fast untergegangen ist, möchte ich es euch heute mal näher bringen. Weil man dabei viel über das Fernsehen lernen kann und über die dummen Vorurteile, die Leute darüber haben.

    England ist das Land, in dem zur Primetime Gärtnersendungen und Antiquitäten-Shows ausgestrahlt werden. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen ist vollgepackt mit Dokus über die britische Geschichte und die britische Lebensart. Auch wenn man sich den technischen Möglichkeiten der Zeit angepasst hat, bleibt die Erzählweise dabei immer souverän entspannt…

  • Liebe deutsche Post…


    … das mit uns wird nichts mehr. Ich habe mich in diesem Forum schon häufiger über dich ausgelassen, über deine Umständlichkeiten, deine unfreundlichen Bediensteten, über die Unverfrorenheit, mit der du deine Defizite zu meinen Problemen machst. Du bist im schlechtesten Sinne ganz deutsch.

    Und heute ist es mal wieder an der Zeit, davon zu berichten.

    Ich habe vor einem Monat begonnen, signierte Exemplare meines Buches an verdiente Freunde und Komplizen zu verschicken. Umschläge hatte ich genug, darum schien es mir sinnvoll, die Marken nicht beim Postamt zu kaufen, sondern im Internet – so kann ich die Sendungen direkt in den Briefkasten nebenan werfen und muss nicht zur Filiale latschen…

  • Kritik: "Space Station 76"


    USA 2014 . Regie : Jack Plotnick. Darsteller : Patrick Wilson, Liv Tyler, Marisa Coughlan, Matt Bomer, Jerry O’Connell u.a.

    Story : Jessica hat sich zur Raumstation 76 versetzen lassen, um dort ihren Dienst als Co-Commanderin zu versehen. Vor Ort steht es nicht zum Besten, denn die Besatzung kümmert sich ausschließlich um die eigenen kleinen Dramen und Problemchen: Commander Glenn trauert seinem Ex-Lover nach, Misty betrügt ihren Gatten mit dem Stations-Stecher, Ted kämpft mit dem Trauma seiner mehr schlecht als recht funktionierenden elektrischen Ersatzhand. Alle Versuche, Ordnung in das Chaos zu bringen, scheitern – und ein riesiger Asteroid torkelt unbemerkt auf die Station zu…

  • Meine persönlichen Top 10: Bücher


    Auf Facebook grassieren derzeit Aufforderungen, Listen der Bücher, Filme, Alben etc. zu teilen, die einen persönlich geprägt haben. Also nicht die besten, sondern die eindrücklichsten. Kann man für alberne Ketten-Postings halten, aber man lernt viel über den eigenen Geschmack und den Geschmack anderer, wenn man solchen Listen liest.

    An meinen Film- und Musikalbenlisten arbeite ich noch, die über meine relevantesten Bücher habe ich neulich aber schon gepostet. Wenn ich sie heute mit euch teile, ergänze ich sie noch um ein, zwei erklärende Sätze. Alle Titel sind zu Amazon verlinkt, ein Ranking gibt’s nicht…

  • Kritik: "Autómata"


    USA, Frankreich, Spanien 2014. Regisseur : Gabe Ibáñez. Darsteller : Antonio Banderas, Birgitte Hjort Sørensen, Dylan McDermott, Melanie Griffith, Robert Foster, Tim McInnerny

    Story : Jacq Vaucan lebt in einer wenig erstrebenswerten Zukunft: Sonnenstürme und radioaktive Strahlung haben die Erde in eine Wüste verwandelt und die letzten Städte in dystopische Ghettos. Roboter der "Pilgrim"-Serie machen die meiste Drecksarbeit, werden aber wenig geschätzt, seit es ihnen nicht gelungen ist, die allgegenwärtige tote Wüste zurück zu drängen.

    Als Versicherungsagent im Auftrag des Herstellers ist es Jacqs Aufgabe, Fehlfunktionen der Maschinen nachzugehen und sicher zu stellen, dass ihre zwei unverrückbaren Protokolle intakt bleiben: "Kein lebendes Wesen schädigen" und "Keine Modifikationen"…