• Sammelneid an Halloween


    Gestern war ich mit der LvA bei der Metro in Karlsruhe. Erwartungsgemäß sind die schon auf die Feierlichkeiten des vierten Quartals vorbereitet: Adventskalender, Pfefferkuchen, Marzipan – und ein großer Shop mit ziemlich geilen Halloween-Kostümen und Props. Es freut mich, dass wir in dieser Beziehung von den Amerikanern lernen.

    Ganz besonders begeistert war ich von diesen kleinen Kerlen:

    Nicht unterschätzen: Die gehen mir durchaus bis zum Knie (45cm), sind detailliert gearbeitet und bemalt. Auf dem Bild nicht zu sehen sind die Sturmtruppen und der Joker.

    Kostenpunkt pro Figur: gerade mal 35 Euro…

  • Die hässliche Fragilität der Gerechtigkeit


    Ich hatte eben ein Facebook-Erlebnis, das ich mit euch teilen möchte. Weil es ein Lehrstück dafür ist, dass "gut meinen" und "gut machen" selten deckungsgleich sind und dass sich hinter einer vermeintlich "gerechten Sache" auch schnell kranker Fanatismus verstecken kann.

    Es gibt eine Frau bei Facebook, die fordert auf ihrer eigenen Seite und auf einer eigens dafür eingerichteten Protestseite "Gerechtigkeit" für ihren Sohn. Soweit ich das verstanden habe, ist dieser nach diversen Straftaten in der Psychiatrie gelandet. Seine Mutter glaubt, das sei Folter, unwürdig, Teil einer großen Verschwörung von Politik und Pharma gegen die Menschlichkeit…

  • In der Enterprise (Star Trek) und auf Jakku (Star Wars): Besuch in den Wunderwelten der Phantasie


    Heute war ein guter Tag für Leute, die gerne mal wissen möchte, wie interaktives und immersives Entertainment der Zukunft aussehen könnte. Zuerst wurde ein frühes Demo eines Programms veröffentlicht, mit dem man in naher Zukunft durch die komplette Enterprise NCC 1701-D schlendern kann:

    Richtig spannend wird das natürlich aussehen, wenn man es mit einer VR-Brille betrachtet – dafür ist die Technologie nämlich gedacht. Mittendrin statt nur dabei…

    Und dann kam noch das hier raus – bei diesem Demo zum neuen Star Wars-Film rast man nicht nur über die Oberfläche von Jakku (Ja-what?), sondern kann sich per Mausbewegung dabei IM BILD herum drehen…

  • Doom 2015: Kleines Grafik-Update


    Vor auch schon wieder sechs Jahren habe ich anhand von Screenshots dargestellt, wie sehr sich die Grafik von Computerspielen weiter entwickelt hat. Heute gibt es wieder ein sehr schönes Beispiel.

    1993 war’s, da kam das 3D Shooter-Genre so richtig auf die Füße. Man kann streiten, ob "Wolfenstein 3D" der erste "echte" Vertreter der Gattung war, aber es lässt sich kaum bestreiten, dass "Doom" eigentlich die Maßstäbe und Eckpunkte setzte – man schalte an dieser Stelle auf Vollbild:

    Ja, das hat uns damals umgehauen. 3D! Fette Action…

  • My name is Hunt… Ethan Hunt: Ein paar Gedanken zu "Mission: Impossible" ./. "James Bond"


    Okay, ich habe mir gestern dann doch noch den fünften "Mission: Impossible"-Film im Baden-Badener Moviac angesehen (klein, aber fein). Es lohnt keine ausführliche Kritik, denn viele von euch haben das neuste Abenteuer des IMF-Teams sicher schon gesehen und es gilt immer noch, was ich zu Teil 4 schrieb:

    „Mission: Impossible“ ist ein krachender, flüssig inszenierter, internationaler Actionthriller mit beeindruckenden Schauwerten, sehenswerten Stunts, genügend Highlights für drei Blockbuster, und einem gut aufgelegten Cast, der schick zu den Locations passt und immer mal wieder dezent zwinkert. Brad Bird ist sympathisch old school, wenn es um Action geht – selbst die absurdesten Verfolgungsjagden riechen noch handgemacht, so dass man mit den Protagonisten durchaus fiebern kann…

  • Betreff: Rezensionsexemplare


    Ich kriege immer mal wieder Bücher, CDs und DVDs geschickt, die ich weder gekauft noch sehnlich erwartet habe. Die kommen meistens von Verlagen und Presseagenturen in der Hoffnung, ich würde drüber schreiben. Positiv, negativ, egal – nur keine Presse ist schlechte Presse.

    Angesichts meiner blogweit bekannten Abneigung gegen Kram würde ich davon abraten. Schon der Vorgang, mir unaufgefordert den Schreibtisch vollzumüllen, nimmt mich gegen das Produkt ein. Die Wahrscheinlichkeit, dass mir Thema, Autor oder Story liegen – oder ich Zeit habe, mich damit auseinanderzusetzen -, ist verschwindend gering…

  • Weniger haben, mehr leben


    Ich vertrete nicht nur die These, dass man mit weniger Kram glücklicher ist. Ich vertrete auch die These, dass die letzten 30 Jahre massive Fortschritte in Sachen kram-freieres Leben ermöglicht haben. Das Apartment, aus dem ich 2002 ausgezogen bin, war mir damals viel zu klein – heute würde es ohne Abstriche bei der Lebensqualität absolut ausreichen. Weil unglaublich viel Volumen ins Digitale geschrumpft ist. Dieses gif verdeutlicht es sehr schön:

    Das Prinzip ließe sich bequem erweitern: Der eReader, der zwei Bücherregale schluckt, die externe Festplatte, die 500 Videokassetten überflüssig macht, der MP3-Player, der Hunderte von Platten und CD’s virtualisiert…

  • 100 Dollar Spielgeld: Post aus China


    Es mag ein wenig heuchlerisch klingen, wenn ich mich in einem Beitrag über die Last meines Besitzes beschwere, nur um jetzt begeistert zu verkünden, dass ich einen Haufen neuen Schnickschnack gekauft habe. Aber das scheint nur so.

    Die Webseite Banggood, so eine Art asiatisches Ramsch-Amazon, hat heute ihren 9.9 Anniversary Sale. Ich habe noch nie in China bestellt und es hat mich immer gereizt, mal ein paar Pfennig-Gadgets zu kaufen, also legte ich im Kopf 100 Dollar für einen Shopping-Ausflug beiseite.

    Hier die Ergebnisse:

    Kriegt man auch in Deutschland billig, aber wenn ich schon mal dabei bin – gerade auf langen Reportagereisen kann man nicht zu viele Möglichkeiten haben, das Smartphone zu laden…

  • Hausbrand: Lebenslösung oder Lebenslüge?


    Kleine Entwarnung an unseren Vermieter: Die folgenden Zeilen sind rein hypothetisch. Alles in Ordnung.

    Vorgeschichte. Es hat funktioniert. Aber eben nicht ganz.

    Ihr habt es mitbekommen. Wir sind wieder umgezogen. Mit ganz viel Inventar. Obwohl ich seit einem Jahr ausgemistet habe. Kistenweise ging der Kram zum Sperrmüll, Dutzende von Päckchen gingen zur Post, die Altkleider-Container von Speyer wurden von uns ausgiebig bestückt. Über 30 Plastikkisten mit Zeitschriften und Büchern habe ich zu meinen Eltern nach Belgien ausgelagert, unbenutzte Trimm-Geräte verschenkt.

    Die Erkenntnis: Es ist immer noch zu viel…