• Gastbeitrag: Schmerz – eine wahre Geschichte


    Ich weiß nicht, wann und wie ich über Daniel Spiegelberg gestolpert bin. Bei Facebook irgendwie. Ein Typ, dessen Kommentare ich meist blind unterschreiben kann, dessen Humor ich teile – und der auch noch in Düsseldorf lebt! Blutsbruder im Geiste halt.

    Neulich war er zwei Wochen lang wie vom Erdboden verschluckt – im Sinne von: er postete nichts auf Facebook. Dann kam er zurück. Mit einer Geschichte, die so schmerzhaft, aber so klasse erzählt ist, dass sie es verdient, aus dem Ghetto des sozialen Netzwerks geholt zu werden…

  • Ein (fast) perfekter Tag in München


    Ich liebe es, wenn die Arbeit oder andere Pflicht mich nach München führt. Von Baden-Baden aus ist das eine Fahrt von zwei-drei Stunden, je nach Verkehr und Wetterlage. Ich versuche immer, soviel "Programm" wie möglich in das Zeitfenster zu quetschen, was mal mehr, mal weniger gelingt. Gestern ist es so gut gelungen, dass ich euch davon erzählen möchte.

    Anlass für den Trip, der eine kastrierte Version eines geplatzten 3 Tage-Ausflugs darstellte, war ein überfälliger Zahnarztbesuch. Eine Krone wartete nur darauf, dem Rest meines Backenzahns übergestülpt zu werden…

  • Kann Glück eine Zahl sein? Was ist eure?


    Im Autoradio habe ich heute vom Glücksatlas gehört, einer Studie der Post zum Lebensgefühl der Deutschen. 24.000 Mitbürger wurden befragt, sollten ihr allgemeines Glücksempfinden auf einer Skala von 1 bis 10 (zehn als höchstes Glück) bewerten. Noch bevor der Moderator das Ergebnis sagte, kalkulierte ich im Kopf schnell meinen eigenen Glücksindex. Guter Job, gesund, schöne Wohnung, Katzen, die LvA – da kommt was zusammen. Andererseits: Sanierungsprobleme, Ärger mit unleidigen Zeitgenossen, viel stressige Administration, kaum Urlaub.

    Fazit: 7.

    Der offizielle deutsche Durchschnitt zu meiner Überraschung: 7,02…

  • Werkzeug für den Autorennachwuchs


    Vor einigen Jahren habe ich schon über die Vorteile und Nachteile von Drehbuchsoftware geschrieben. Erschreckend genug, dass ein Programm, das eigentlich nur eine kastrierte Textverarbeitung der einfachsten Sorte darstellt, beim Marktführer immer noch einen Premium-Preis kostet, einfach weil Final Draft als "industry standard" gilt und ein proprietäres Dateiformat mitbringt.

    Die Freeware Celtx ist zwar mittlerweile (auch als kollaboratives Tool) sehr mächtig, aber für Anfänger leicht überfordernd und in den Premium-Versionen dann doch kostenpflichtig. Vor allem aber: Celtx hat kein Final Draft-Output, was halt ein Problem ist, wenn man mit professionellen Partnern aus dem anglo-amerikanischen Raum arbeitet…

  • Filmverbrechen-Fotostory: TERMINUS


    Deutschland, Frankreich 1987 . Regie : Pierre-William Glenn. Darsteller : Johnny Hallyday, Jürgen Prochnow, Karen Allen, Gabriel Damon, Julie Glenn

    Ich bin durchaus bereit, Stunden um Stunden in einen einzigen Review zu investieren. Wenn es der Film verdient. Meine Aufmerksamkeit muss mit Schmerz bezahlt werden, nur beinharter Schrott kommt in meine Presse. Faule, wurmzerfressene Äpfel wie "Ein Kaktus ist kein Lutschbonbon" wachsen wahrlich nicht an jedem Baum. Schlecht sein ist einfach – zum kotzen sein ist schwierig.

    Ich hatte mir "Terminus" auch gar nicht besorgt, weil ich auf eine Trash-Granate hoffte…

  • Der SPIEGEL auf mutigem Kreuzzug gegen verantwortliches Handeln


    Ich muss vermutlich vorab anmerken, dass ich den SPIEGEL nicht so oft kritisiere, weil ich ihn ablehne. Würde ich ihn ablehnen, würde ich ihn nicht lesen. Das Problem ist, dass ich den SPIEGEL mag und deshalb um so empfindlicher reagiere, wenn er mal wieder dummes Zeug schreibt.

    Stellt euch das so vor: Wenn irgendein Idiot in der Straßenbahn "Ausländer raus!" brüllt, denkt man sich (oder sagt es, je nach Zivilcourage) "Arschlöcher raus wäre mir lieber". Aber es ist ungleich problematischer, wenn der Kumpel, den man noch aus der Schulzeit kennt, plötzlich beim Bier grummelt "Ich finde auch, dass wir hier von Immigranten überrannt werden"…

  • Lost & Found: Roger Corman’s "The Phantom Eye"


    Es ist schlimm, dass selbst in den Zeiten der digitalen Totalität Produkte und Projekte fast spurlos verschwinden können. Andererseits: Es liegt in der Natur des Netzes, dass sie genau so unvermutet wieder auftauchen können. Aus diesem Grund habe ich es mir zur Gewöhnheit gemacht, verschollene Perlen alle paar Monate zu googlen – wer weiß?

    Am Wochenende habe ich mit dieser Strategie mal wieder den Jackpot getroffen: Jemand hatte Roger Corman’s "The Phantom Eye" hochgeladen!

    Nun mögen weniger bewanderte B-Movie-Fans gelangweilt einwerfen: "Ein Film von Roger Corman von 1999…

  • Movie Maniac in Not: Spendenaufruf für John R. Ellis


    Wir haben für unsere Charles Band-Bücher bisher 99 Leute interviewt – Regisseure, Produzenten, Autoren, Schauspieler. Auf der Zielgerade kam auch John R. Ellis dazu. Der hat nicht nur für einen ganzen Haufen späterer Charles Band-Filme die visuellen Effekte gemacht, sondern auch für Firmen wie UFO (mit denen ich ja selber zu tun hatte). Zu seinen Weggefährten zähl(t)en Leute wie Don Dohler und J.R. Bookwalter.

    John ist außerdem ein "Superfan" – er hat in den 70ern einige der ersten Star Trek-Conventions organisiert und für Dutzende von Fanzines und Independent-Magazine geschrieben…

  • Paris: Das gebrochene Herz der Stadt der Liebe


    Es wird die immer gleichen Diskussionen geben, die immer gleichen Standpunkte, die immer gleichen hilflosen Versuche, den Menschen einzureden, man könne etwas tun, damit das nie wieder geschehe. Am Ende wird es nicht nur Menschenleben gekostet haben, sondern Freiheit und Sorglosigkeit – zwei hohe Güter in zivilen Gesellschaften.

    Es ist passiert. Lasst uns der Opfer gedenken und denen beistehen, die sie hinterlassen haben.

    Lasst uns die Verantwortlichen finden und zur Rechenschaft ziehen. Ohne Hass, ohne Rache. Weil Blutdurst ein schlechter Berater ist – ihrer.

    Es wird wieder passieren…