• Schlüsselerlebnis: Adrenalin auf der Autobahn


    Kennt ihr das: eine Geschichte ist so peinlich, dass ihr sie nicht erzählen wollt, weil sie euch wie ein Volldepp aussehen lässt – aber gleichzeitig so irre, dass man sie trotzdem erzählen muss?!

    Ich habe so eine für euch. Sie ist ein Klassiker und ich bin froh, sie abhaken zu können. So etwas erzählt man irgendwann mal seinen Kindern – und mangels Kindern seid ihr nun zwangsweise mein Publikum. Enjoy.

    Die LvA und ich waren kürzlich ein paar Tage unterwegs, privatgeschäftlicher Natur. Wir haben uns eine schöne Ferienwohnung als "Basislager" gemietet und von dort aus mehrere Termine wahrgenommen…

  • Das Problem (mit) Louis C.K.


    Das hier sollte eigentlich nur eine kleine Konzert-Kritik werden. Aber schon beim Kauf der Karten war mir klar, dass das wahrscheinlich nicht reichen würde. Weil man schlicht nicht unkommentiert stehen lassen kann, dass ich mich fragte, ob irgendwer zur Performance eines der besten und popluärsten Stand Up-Komiker der letzten 20 Jahre kommen würde – oder ob es womöglich feministische Störaktionen geben würde.

    Es ist auch auffällig, dass einer meiner Facebook-Freunde die Ankündigung der deutschen Auftritte von Louis C.K. dergestalt kommentierte:

    "Ach, ist der schon wieder rehabilitiert"…

  • Endlich wieder Sommer: BRAVO und die Sorgen der Teenager (1)


    Wir hatten ja neulich bereits eine bunte Bilderschau von BRAVO-Covern – jetzt geht es ans Eingemachte. Wir besuchen die Praxis von Dr. Jochen Sommer, dem praktizierenden Pseudonym der BRAVO-Psychologen, der seit den 60er Jahren bei Pickeln und Petting, bei Notenöten und Discodebakeln berät. Ihm ist nichts fremd, ihm ist nichts peinlich. Besser als Papa oder Pornohefte um Rat bitten war die Lektüre der Leserbriefe allemal.

    Vor Dr. Jochen Sommer war übrigens Dr. Christoph Vollmer der Sorgenonkel der BRAVO-Leserschaft – etwas gestrenger, etwas biederer:

    Aber Ende 1968 war es Zeit für einen frischen Wind in der feingerippten deutschen Teenager-Unterwäsche – a star was born:

    "Dr…

  • Filmverbrechen-Fotostory: DIE STURZFLIEGER oder: Im Weltraum hört dich keiner gähnen


    Wie toppe ich MR. BOOGIE? Die Antwort kann nur lauten: gar nicht. Wenn man mal auf dem Gipfel war, muss man wieder absteigen. Die ewige Jagd nach Superlativen kann nur ermüden. Und es gibt ja ausreichend Alternativen. Aufwändige Filme, die mit großer Spannung erwartet und von der Presse begleitet wurden, nur um dann relativ geräuschlos unterzugehen. Oft genug gibt es über den ursprünglichen Release hinaus keinen Vertrieb mehr. Es sind die vergessenen Leichen im Keller der deutschen bzw. deutsch finanzierten Filmgeschichte.

    Wer erinnert sich WIRKLICH noch an den hier…

  • 80s defined: Die Popcharts 1984


    1984. Wir alle schauten jede Woche dienstags Formel Eins, ich war das erste Mal verliebt und am Wochenende war irgendwo immer "Fete". Ich schmiss meine erste und einzige Teenager-Party. Von meinem Vater bekam ich ausgelesene Playboys, der Auszug meines Bruder bedeutet erstmals ein eigenes Zimmer – und meine Nebenjobs brachten tatsächlich so etwas wie Geld rein, das ich in McDonalds, Kino und Computerspiele investierte.

    Mehr 80er geht nicht.

    Die Musik dieses Jahres ist etwas weniger experimentell, cool und souverän als noch im Jahr zuvor. Aber sie ist mehr Mainstream – hier starten Mega-Karrieren, hier bedient sich der Fundus der 80er Radio-Sender bis heute:

    Ich spiele euch mal wieder ein paar persönliche Highlights in voller Länge…

  • Handyfreiheit mit Folgen: Strafaktion der Telekom


    Abteilung "Es wäre ja auch zu schön gewesen" Ihr erinnert euch – zum Ende des letzten Monats habe ich der LvA geholfen, mit der alten Nummer von der Telekom zur Telekom-Tochter Congstar umzuziehen. Das hat auch problemlos geklappt. Der Wechsel spart uns 40 Euro+ im Monat.

    Aber es wäre doch gelacht gewesen, wenn die Telekom nicht noch einen (durchaus legalen) Weg gefunden hätte, mir die Freude darüber ordentlich zu verrmiesen. Es ist ein Nebensatz in dem Bettelbrief, in dem man uns auffordert, doch bei der Telekom zu bleiben, der mich hätte stutzig machen müssen:

    Wusste ich nicht…

  • TROLLS WORLD: Auferstanden aus Ruinen?


    Vor zwei Jahren habe ich nach neun teilweise exorbitanten Postings meine Berichterstattung zu TROLLS WORLD/UNDER CONTROLL beendet. Die Luft war raus, alle Beteiligten hatten sich in Beleidigungen und Drohungen erschöpft.

    Nun liegt es in der Natur der Sache, dass auch die Zeit ein guter Schiedsrichter ist und es manchmal ausreicht, einfach abzuwarten… na ja, "wer gewinnt" wäre zu hoch gegriffen. Eher "wer sich wieder aufrappelt". Bei den meisten Blog-Battles des Wortvogels hat mir vielleicht nicht ein Gericht, aber die Geschichte Recht gegeben. All die großen (Maul)helden, an deren Ruhm ich mich parasitär hängen wollte, sind in der Versenkung verschwunden, Katusin so wie Vorlander, Kammermeier so wie Mehler…

  • First Look: GUARDIANS OF JUSTICE, OUR FLAG MEANS DEATH, TROPPO, THE BOYS PRESENTS: DIABOLICAL


    Ich habe diese Woche ein wenig Freizeit genutzt, um diverse Serien-Neustarts zu schauen. Ein paar stehen noch aus (z.B. MURDER IN PROVENCE), andere habe ich erstmal auf Halde gelegte (die zweite Staffel PICARD ging mir bereits nach zehn Minuten unsäglich auf den Senkel). Wie üblich schaue ich mich dabei eher etwas abseits vom Mainstream um, weil – Mainstream kann jeder.

    THE GUARDIANS OF JUSTICE Den Anfang macht eine neue Superheldenserie, die wie THE BOYS, JUPITER’S LEGACY und INVINCIBLE ein dunkles Spiegelbild der Justice League präsentiert, um daraus eine genüssliche und gewalttätige Dekonstruktion des DC-Universums zu stricken…

  • Abandoned: ZURÜCK NACH WESTERLAND – DER ÄRZTE-FILM


    Über dieses Projekt kann ich nur wenig erzählen, ich kann es nicht mal bebildern. Aber ich will davon erzählen, bevor ich es vergesse. Ist ja auch schon locker 15 Jahre her (und selbst diese Einschätzung basiert auf vagen Erinnerungen).

    Es ist bekannt, dass die Berliner Kultband DIE ÄRZTE filmverrückt ist. Sie sind mit Buttgereit befreundet und Bela B lässt keine Gelegenheit aus, sich vor irgendeiner Kamera zu produzieren, und sei es im SAT.1-Vampir-Schmonzes LAILA – UNSTERBLICH VERLIEBT. 1985 hatten die Jungs ja auch schon mal in dem Low Budget Sponti-Streifen RICHY GUITAR mitgespielt:

    Aber das war mir zu wenig…