Thema: Scan-Archiv
85 Artikel
Ich gestehe: ich habe geklaut. Ein Comic. Beim Zahnarzt.
Im Wartezimmer fiel mir vor ein paar Wochen ein "Fix & Foxi"-Heft in die Hände, das ich allein deshalb schon lesen musste, weil ich überrascht war, dass immer noch jemand "Fix & Foxi"-Hefte veröffentlicht. Wenn ich das Impressum richtig verstehe, steckt da auch schon lange kein großer Verlag mehr dahinter und die Bildgeschichten werden vermutlich relativ preiswert in Südeuropa angefertigt. Es gibt auch eine besserwisserische Strecke "Nutrikid", die offensichtlich gesponsert ist. Von der "Micky Maus" habe ich mir nie vorschreiben lassen, was gesunde Ernährung ist…
In den letzten 10 Tagen habe ich bereits diverse alte Ausgaben der Cinema gelesen und bin dabei auf so viele bemerkenswerte Details, Artikel und Argumente gestoßen, dass es sich lohnen mag, einen größeren Beitrag über die gesammelten Absurditäten jeweils eines Jahrgangs zu schreiben.
Nicht vorenthalten wollte ich euch bis dahin das wohl heuchlerischste Cover, mit dem die Cinema je auf Leserfang ging – aus nachvollziehbaren Gründen erst nach dem Break:
Ich kaufe Zeitschriften gerne preiswert "en gros", weil es mir en grose Freude bereitet, mich durch ganze Jahrgänge zu fressen. So habe ich den kompletten "Skeptical Inquirer" gekauft, eine vollständige Sammlung "Titanic", den "Skeptiker", etc.
Letzte Woche habe ich mir einen Herzenswunsch erfüllt – fast alle "Cinema"-Ausgaben bis 1990:
144 Hefte. Der Paketbote hat sich fast einen Bruch geschleppt. Der Verkäufer hatte alle Ausgaben bis 2003 angeboten, aber 1990-2003 finde ich unspannend wie sonst was. Erfreulicherweise sind die Hefte nicht nur in sehr gutem Zustand und inklusive diverser seltener Sonderausgaben – ein Großteil kam sogar in original Cinema-Sammelordnern…
Einige meiner Leser kennen und schätzen (hoffentlich) die legendären (?) "Science Fiction TV Guides", die ich in den 90ern für den Heel Verlag geschrieben habe. Danach kam auch noch "Das Babylon 5-Universum". Man kriegt die nie aktualisierten und damit ja völlig veralteten Bände mittlerweile für 1 bis 2 Euro bei Amazon oder ZVAB.
Was viele nicht wissen: Wenn ein Verlag ein Buch mehrere Jahre lang nicht verlegt, fallen die Rechte gewöhnlich an den Autor zurück.
Als mir das kürzlich klar wurde, schickte ich mal eine Email in Richtung Königswinter – und bekam postalisch die erhoffte Antwort:Seufz…
Keine lange Vorrede – wer Teil 1 des Interviews gelesen hat, der weiß, dass es gerade um die Fehde Reimann/Körber in der "Phantastische Zeiten" geht. Danach erzählt Körber über Veränderungen der Branche, neue Berufsfelder für Übersetzer und die eigene Karriere als Romanautor.
Wie fanden Sie die Replik von Horst Pukallus, der als Übersetzer Reimann zur Seite sprang?
Ach Gott, Pukallus war ja auch einer derjenigen, genau wie Michael Iwoleit, die nicht müde wurden, mich anzugifteln, wo und wann immer sie konnten. Keine Ahnung, warum. Ich war nie ein großer Fan von Horsts Übersetzungen, aus den schon genannten Gründen…
Es ist anzunehmen, dass der folgende Artikel für eine Zielgruppe jenseits nostalgischer SF-Nerds komplett uninteressant ist – dafür ist er aber lang und hat mich eine elende Menge Zeit gekostet.
Warum ich mir die Mühe gemacht habe? Weil ich finde, dass die Geschichte erzählt gehört. Weil sie alles enthält, was die besten Beiträge des Wortvogels ausmacht: Leidenschaft, Ego, Arroganz, Otaku, Fachidiotentum bei gleichzeitiger kompletter Betriebsblindheit. Es ist eine wilde Geschichte sturer Köpfe – und die Geschichte eines Magazins, das schon gut war, besser hätte sein können, aber nie die Chance bekam…
Schön ist an Ibiza, dass man ein wenig mehr Zeit hat als sonst, sich Printprodukten zu widmen. Schade ist, dass man die meiste Zeit damit verschwendet, sich Printprodukten zu widmen.
Aus “Ibiza heute”:
Ich kann mir gut vorstellen, dass sich auf dieser Insel genau die Klientel findet, bei der Frau Kiesenwetter punkten kann. Wäre ich rechtzeitig hier gewesen – vielleicht hätte ich mir einen Termin geben lassen, um daraus eine knallharte Blog-Reportage zu machen.
Aus dem SPIEGEL:
Abgesehen davon, dass sich in der gleichen Ausgabe mal wieder so eine alberne Altherrenphantasie über Rihanna und Lady Gaga findet – wirklich, SPIEGEL…
Sodele, heute wird es etwas textlastiger. Ich verspreche aber – es lohnt sich!
Fangen wir einer Fanzine-"Star Trek"-Convention-Reportage an, die ich im Bild-Archiv des GONG fand. Sie stammt von März 1976:
Faszinierend, wenn man bedenkt, dass die Original-Serie damals schon sieben Jahre rum war, es noch keine konkreten Pläne für ein Revival gab, und man sich immerhin schon zum "creative computing" traf. Es war noch echt elitär damals, ein Trekker zu sein…
Auf meiner Liste der "Filme, die ich unbedingt sehen muss, steht dieses Kleinod weit oben, seit ich mal ein Flugblatt dazu gefunden habe:
Ein Film, der nachgewiesenermaßen Wunder wirkt…
Ich arbeite derzeit an einem etwas größeren Blog-Eintrag zu einem grundsatzphilosophischen Thema. Um Bildmaterial zu beschaffen, war es nötig, meine Sammlung alter "Titanic"-Hefte zu durchstöbern. Dabei stieß ich auf so viele bezaubernde und interessante Anzeigen, dass ich mich entschloss, ein paar davon für euch zu scannen.
Alle Bilder sind klickbar!
Wusstet ihr zum Beispiel, dass für die ersten Videokassetten mit Kinofilmen, die in den Handel kamen, noch der Videotheken-Einkaufspreis bezahlt werden musste? Das ging ganz schön ins Geld:
298 Tacken – ohne Extras! Dafür bekommt man heute ganze Box-Sets PLUS prima DVD-Player…
Neulich stieß ich bei Engadget auf das Bild einer Uhr, die u.a. Videokonferenzen erlaubt:
Prima Sache. Wird auch Zeit, dass man am Armgelenk Fernsehen schauen kann. Dachte ich bei mir. Aber dann…
In den trüben Gewässern meiner Erinnerung rührte sich was. Irgendwie kam mir das Ding vom Design her SEHR bekannt vor.
Nach einer Weile meldete das Analog-Google zwischen meinen Ohren Vollzug, und ich war mir sicher, sowas in meiner Kindheit schon mal gesehen zu haben. Um das zu beweisen, brauchte ich allerdings Hilfe.
Ihr Einsatz, Henning Harperarth…