Thema: Scan-Archiv


  • Die postbraune Vergangenheit von Asterix


    Vorab: Ich bin sicher, die Asterixperten unter euch kennen das hier schon und ich bin wieder mal "late to the game", aber ich komme nicht umhin, das Thema trotzdem aufzuarbeiten – weil es mich gleichermaßen fasziniert wie schockiert.

    Danke an Dia Westerteicher für die Scans – übrigens ein weiterer Beweis, dass die Digitalisierung alter Medien ALLEN zugute kommt.

    Wir kennen die legendären Asterix-Alben von Ehapa. Wer die in seiner Jugend nicht auf dem Klo liegen hatte, konnte keine ordentlichen Parties schmeißen. Die Hälfte des Lateins, das Deutsche meiner Generation heute sprechen, verdanken wir dem viel zu früh verstorbenen René Goscinny…

  • Cinema historia sexualis: Der süffisante Schweinkram der 80er


    Auch wenn der Scan-Vorgang meiner Cinema-Ausgaben soweit automatisiert ist, dass ich mich dabei nur wenig auf die Inhalte der Hefte konzentriere, fällt mir doch immer mal wieder etwas ins Auge. Das kann eine verballerte Überschrift sein, ein besonders dämlicher Druckfehler oder ein falsch beschriftetes Bild.

    Inhaltlich fällt vor allem auf: Die Cinema war in den 80ern ein sexistisches Drecksblatt mit besonders hohem Heuchelei-Level. Kein Aufhänger war dem Blatt zu schmierig, kein Screenshot zu körnig, kein Anlass zu nichtig, wenn man die Brüste irgendeiner Nachwuchs-Aktrice oder alternden Diva auf Seitengröße ziehen konnte…

  • Mühsam ernährt sich das Scanhörnchen: Von Printer-Parametern und lästigen Lernkurven


    Am Ende dieses Beitrags gibt es einen Hilferuf – wenn euch das Thema Digitalisierung nicht schert, ihr aber vielleicht programmiertechnisch etwas bewandert seid, würde ich euch bitten, direkt nach unten zu scrollen. Siehe auch NACHTRAG!

    Vorab: Trotz dessen, was ihr hier gleich lesen werdet, geht es prinzipiell gut voran. Die Entscheidung, die wichtigsten Bücher und Magazine aus meinem Bestand zu scannen, erzwingt eine Entscheidung, was denn diese wichtigsten Bücher und Magazine überhaupt sind. Das alleine treibt die Entschlackung massiv voran. Zuerst einmal habe ich Bücher gescannt, die ich seit Jahren wieder und wieder lese, die es aber digital nicht zu kaufen gibt…

  • Scan as scan can: Die Digitalisierungswelle rollt


    Okay, Zeit für ein kleines Update in Sachen Umstellung auf Digitalbibliothek.

    Wie erhofft, hat mein letzter Artikel einige spannende und sehr hilfreiche Reaktionen der Leserschaft (hier und auf Facebook) provoziert. So hat ein Kommentator angeboten, mir den Czar-Scanner zu schicken für Bücher, die ich nicht zerlegen will. Dann brauche ich mir das günstige, aber nicht billige Teil nicht selber zu kaufen.

    Eine genauere Inventur meiner Bücherschränke hat außerdem gezeigt, dass ich den Großteil meines Archivs tatsächlich durch einen Scanner mit automatischem Einzug jagen kann, um den Vorgang zu automatisieren…

  • Going digital: Abschied vom Papier


    Ich werde dieses Jahr 50. Es gehört zu den Erkenntnissen des Alters, dass man irgendwann aus der Phase der Vorsorge in die Phase der Rendite eintritt. Aus "da investiere ich für später" wird einfach "später ist jetzt". Man kann nicht ewig Kuchen backen, aber nie essen. Und ich komme jetzt in das Alter, in dem ich etwas davon haben will, dass ich 50 Jahre lange gelernt, gelebt und angeschafft habe.

    Das bedeutet auch, das Angeschaffte zu sichten, Inventur zu machen und zu entscheiden, was für die zweiten 50 Jahre noch nötig sein wird…

  • Der wunderbar vollgemüllte Keller des Internets


    Vor ein paar Jahren hatte ich mal darauf hingewiesen, dass es neben praktisch allen Ausgaben des SF-Filmmagazins Starlog bei Archive.org eine geradezu unfassbare Menge kostenlosen Krams zu laden gibt: Bücher, Filme, Serien, Hörspiele, Comics.

    Ziel der Webseite war es schon immer, alles Digitale zu erhalten und alles Analoge zu digitalisieren, um es dann zu erhalten. Was rumliegt, was niemandem gehört, was keiner mehr haben will – hier findet sich ein Serverplatz dafür. Und wo eine gute Sache ist, da sind auch gute Menschen, sie zu unterstützen – immer mehr Geeks werfen weltweit ihre Scanner an, um vergilbtes Papier in vergilbte PDFs zu verwandeln…

  • Flashback: Bravo 1978


    Selbst Kai Meyer meinte neulich in einem Facebook-Kommentar, ich sei ein Nostalgiker – mittlerweile kommen mir plausible Gründe abhanden, das zu bestreiten. Je älter man wird, desto größer ist die Zahl der Jahr(zehnt)e, auf die man zurückblicken kann – und desto größer wird die Zahl derer, die diese Jahr(zehnt)e nicht erlebt haben. Das Leben drängt mich fast zwangsläufig in eine "zu meiner Zeit…"-Position.

    Gestern zum Beispiel. Da haben wir für eine Reportage ein saucooles Shabby Chic Café mit zugehörigem Antiquitätenhandel besucht. Und was liegt da in einer Scheune…