Thema: Scan-Archiv


  • Aus dem Scan-Kram-Archiv (2)


    Sodele, heute wird es etwas textlastiger. Ich verspreche aber – es lohnt sich!

    Fangen wir einer Fanzine-"Star Trek"-Convention-Reportage an, die ich im Bild-Archiv des GONG fand. Sie stammt von März 1976:

    Faszinierend, wenn man bedenkt, dass die Original-Serie damals schon sieben Jahre rum war, es noch keine konkreten Pläne für ein Revival gab, und man sich immerhin schon zum "creative computing" traf. Es war noch echt elitär damals, ein Trekker zu sein…

    Auf meiner Liste der "Filme, die ich unbedingt sehen muss, steht dieses Kleinod weit oben, seit ich mal ein Flugblatt dazu gefunden habe:

    Ein Film, der nachgewiesenermaßen Wunder wirkt…

  • Wirre Werbung: Anzeigen aus der "Titanic" in den frühen 80er Jahren


    Ich arbeite derzeit an einem etwas größeren Blog-Eintrag zu einem grundsatzphilosophischen Thema. Um Bildmaterial zu  beschaffen, war es nötig, meine Sammlung alter "Titanic"-Hefte zu durchstöbern. Dabei stieß ich auf so viele bezaubernde und interessante Anzeigen, dass ich mich entschloss, ein paar davon für euch zu scannen.

    Alle Bilder sind klickbar!

    Wusstet ihr zum Beispiel, dass für die ersten Videokassetten mit Kinofilmen, die in den Handel kamen, noch der Videotheken-Einkaufspreis bezahlt werden musste? Das ging ganz schön ins Geld:

    298 Tacken – ohne Extras! Dafür bekommt man heute ganze Box-Sets PLUS prima DVD-Player…

  • Zukunft – mit 35 Jahren Verspätung


    Neulich stieß ich bei Engadget auf das Bild einer Uhr, die u.a. Videokonferenzen erlaubt:

    Prima Sache. Wird auch Zeit, dass man am Armgelenk Fernsehen schauen kann. Dachte ich bei mir. Aber dann…

    In den trüben Gewässern meiner Erinnerung rührte sich was. Irgendwie kam mir das Ding vom Design her SEHR bekannt vor.

    Nach einer Weile meldete das Analog-Google zwischen meinen Ohren Vollzug, und ich war mir sicher, sowas in meiner Kindheit schon mal gesehen zu haben. Um das zu beweisen, brauchte ich allerdings Hilfe.

    Ihr Einsatz, Henning Harperarth…

  • Wortvogels dunkle Vergangenheit: “Science Fiction TV-Guide” (1)


    Zeit, mal wieder in den Erinnerungen zu kramen. Kürzlich hatten wir ja schon meine ersten unveröffentlichten Bücher. Ab heute sprechen wir mal von den ersten veröffentlichten.

    In das Verlagsbusiness kam ich nicht über meine Arbeit als Redakteur beim GONG, wie man vielleicht annehmen möchte. Es war stattdessen eine dieser seltsamen Querverbindungen, die bei der richtigen Kombination von Wassertemperatur, Sternzeichen, und Haarfarbe zu einer neuen Chance führt.

    Anfang der 90er hatte ich Dirk Bartholomä kennengelernt, den Chef des größten deutschen Star Trek-Fanclubs, und Herausgeber der “Trekworld&rdquo…

  • Nützlich, aber illegal


    Aus aktuellem Anlass: Es gibt ein neues, oberflächlich sehr interessantes Angebot im Internet – Mygazines. Ich werde nicht direkt verlinken, weil das Projekt rechtlich auf sehr fragwürdigen Beinen steht. Näheres dazu kann man in einem Artikel bei Heise nachlesen.

    Einfach gesagt kann man bei Mygazines komplette Publikationen bequem am Bildschirm lesen, darunter auch aktuelle Ausgaben diverser Hochglanzmagazine (z.B. "People", "US"). Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein lizensiertes Angebot, sondern um digitale "Raubdrucke". Dass das den Rechteinhabern nicht passt, dürfte klar sein.

    Ich möchte gar nicht so sehr auf Mygazines eingehen, denn ich halte die Aufregung für einen Sturm im Wasserglas: Das Angebot ist ein so offensichtlicher Verstoß gegen Copyright und Urheberrecht, dass die Anwälte der Großverlage relativ fix mit einer Einstweiligen Verfügung auf der Matte stehen werden, sobald die Macher der Webseite identifiziert sind…

  • Wortvogels erste Schritte: Dark Palace


    Die ersten sechs Jahre meines Lebens waren die schlimmsten: Ich konnte nämlich noch nicht schreiben. Ich döste so vor mich hin, immer mit dem unbestimmten Gefühl, dass mir etwas vorenthalten wird. Als ich in die Schule kam, war das für mich wie die Aufnahme in Hogwarts: man gab mir den Schlüssel zum Königreich des Wissens, die Fähigkeit, Herr über die Sprache zu werden. Und Sprache ist Magie.

    Als ich das erste Mal begriff, wirklich begriff, wie das Alphabet funktioniert, war das eine Initialzündung. Es ist natürlich nicht so gewesen, aber in meiner romantisierten Erinnerung starrte ich auf das Blatt mit den 26 Buchstaben (plus Umlaute), und dachte: "Scheiße, damit kann ich ALLE Wörter zusammensetzen…

  • SPIEGEL-Archiv (und mehr) kostenlos!


    Die Kollegen von DWDL haben es soeben vermeldet: Ab Februar eröffnet SPIEGEL online ein neues Wissen & Recherche-Portal, auf dem neben diversen Bertelsmann-Lexika auch das gesamte Archiv des gedruckten SPIEGEL abrufbar sein wird. Bisher kostete das Geld (für Abonnenten der Print-Ausgabe ca. 3 Euro im Monat).

    Eine prima Sache, wie ich finde – das spart mir Geld, denn ich habe bisher tatsächlich das kostenpflichtige Archiv-Abo besessen.

    Grundsätzlich kann es nur von Vorteil sein, wenn das geballte kulturelle Erbe des Hamburger Magazins, dessen Namen Alt-Kanzler Kohl nicht in den Mund nimmt, auch breiteren Bevölkerungsschichten zur Verfügung steht…