Thema: Scan-Archiv


  • Des Archivars Wunderwaffe: OCR – ob du willst oder nicht


    Ich habe euch ja nun wahrlich oft an meinem Langzeit-Projekt, mein Leben weitgehend zu digitalisieren, teilhaben lassen. Es ist auch prächtig gediehen: meine Sammlung an Film- und Fernsehaufnahmen ist ebenso in die Cloud umgezogen wie mein Bücherschrank, meine Comic-Sammlung und meine Akten, Verträge, Unterlagen. Musik und Fotos sowieso.

    Selbst bei der Post ist der normale Ablauf längst: Vom Briefkasten in den Scanner ins Altpapier. Antworten und Ablage nur noch digital.

    Es war/ist nicht immer ein leichter Weg. Der Overhead-Scanner von CZUR hat sich langfristig als Fehlkauf erwiesen…

  • Ferkelsköpfe und Wichtelhirne: Das Beste aus dem Lexikon der Hölle (1)


    Graben wir uns mal wieder ganz tief in die Nische. Wie tief? Ich habe ein fast 40 Jahre altes Filmlexikon nach kuriosen Stellen durchforstet und diese gesammelt. Es ist mein fester Glaube, dass ich bei der aktuellen Entwicklung so weit kommen werde, dass die Zielgruppe meiner Beiträge 1 beträgt. Mich selber.

    Man kann über die diversen Genre-Lexika von Hahn, Jansen & Co. sagen, was man will – gut waren sie nicht, aber maßgeblich. Horrorfans meiner Altersklasse hatten in den 80ern quasi keine Alternativen. In den preiswerten Taschenbüchern haben wir erstmals von Argento gelesen, von Carpenter, von Fulci…

  • 50 Jahre rote Ohren: Ich (und) der Playboy (NSFW)


    Es macht nicht mehr die Welle, die es vielleicht in den 80er oder 90er Jahren gemacht hätte, aber: der deutsche PLAYBOY ist 50 Jahre alt geworden.

    Tatsächlich gibt es viel zu feiern, wenn auch teilweise mit einem etwas faden Beigeschmack: der deutsche Playboy ist die am längsten durchgehend erscheinende Ausgabe weltweit. Seit August 1972 jeden Monat. Das hat nicht mal das US-Vorbild geschafft, denn das Original kam zwar 1953 auf den Markt, wurde aber 2020 eingestellt (dazu in einem separaten Beitrag mehr).

    Es wird niemanden überraschen, dass ich mich als heterosexueller Teenager in den 80er Jahren sehr für den Playboy interessiert habe…

  • BRAVO! Der Sorgen-Sommer 1971


    Jetzt wird es wieder düster. 1971 war augenscheinlich kein gutes Jahr, ein Teenager zu sein – und/oder ein Mädchen. Gewalt, sexueller Missbrauch, soziale Isolation: das hatte noch den bösen Ruch der Kaiserzeit. Von der Liberalität der 70er ist wenig spürbar und die Antworten der Sommer-Redaktion entgeistern oft nicht weniger als die Fragen der Leser.

    "Das Letzte schenken" war eine furchtbare, aber gebräuchliche Umschreibung der Jungfräulichkeit – als hätte ein Mädchen das und NUR das zu geben und wäre danach bestenfalls als "benutzt, mit leichten Gebrauchsspuren" zu verkuppeln:

    Tatsächlich muss man aber festhalten, dass die Mädchen mit ihrer Jungfräulichkeit oft nicht gerade sorgsam umgingen – es wird Cornelia (13, aus Bremen) nicht helfen, dass sie hinterher schlauer war…

  • BRAVO! Das Jahr 1971


    Letztes Mal hatten wir die launigen späten 80er, nun sind wir wieder in den beigen frühen 70ern unterwegs. Falls jemand sich nicht erinnert:

    Die BILD macht mit einem der ersten großen Fernsehskandale auf:

    Auch das kann man wunderbar auf YouTube "nachschlagen":

    Der SPIEGEL entdeckt die Landflucht der Jugend, die auch kein anhaltender Lifestyle-Wechsel werden sollte – sind heute alles Banker, Bullen und Berater:

    Deutlich relevanter in diesem Jahr ist allerdings dieses Cover des STERN, das eine breite politische und gesellschaftliche Diskussion auslöst:

    Und sonst so…

  • BRAVO! 1989er Bonus


    Ich habe keine Zeit, im Rahmen meiner BRAVO-Retrospektiven auch noch den Fotoromanen angemessen Platz zu widmen. Aber an dieser Stelle seien euch wenigstens die Aufmacher-Doppelseiten des Jahres 1989 präsentiert:

    P.S.: Zur Feier des Tages gibt es obendrein noch ein noch eine brandneue, super-schrille BRAVO-Kategorie in der Seitenleiste, mit der ihr alle Beiträge über das Magazin krass bequem abrufen könnt. Spitze!

  • BRAVO! Der Sorgen-Sommer 1989


    Auch Extasy und das 1987 erstmals eingeführte Red Bull (in meinen Augen zwei Hauptschuldige für alle Verfehlungen der 90er) konnten die Jugend nicht auf Spur halten – Sorgen, Sorgen, Sorgen überall. Und weil man sich noch nicht auf Facebook oder Instagram ausheulen konnte, tat man das bei Dr. Sommer.

    Grob überflogen scheint mir, als wäre es zum Ende des Jahrzehnts und dem Ende des Ostblocks primär um arschige Lehrer und angehimmelte Popstars gegangen. In diesem Fall würde ich allerdings zynischerweise zuraten:

    Den Harrow (aka Stefano Zandri) ist der Italo-Schmierlappen, der bis weit in die 2000er tapfer gelogen hat, er wäre auf seinen Platten tatsächlich zu hören gewesen – eine Nebelkerze, die irgendwann nicht mehr zündete:

    Wegen Don Johnson wuschig werden und den Lebenswillen verlieren…