Thema: Scan-Archiv


  • BRAVO: 40 Jahre Pubertät


    Es ist seltsam, was sich manchmal ins Gedächtnis brennt. Banale Dinge, die man dennoch nie vergisst. Bilder, die bleiben. Das hängt sicher mit dem emotionalen und manchmal auch hormonellen Impact zusammen.

    Vor 40 Jahren z.B. kam die vorletzte BRAVO des Jahres 1981 auf den Markt:

    Ich habe sie nicht gekauft. Gott bewahre. BRAVO war mir zu doof. Das wusste ich mit 13 schon. Aber sie lag bei meinem Kumpel Reiner im Kinderzimmer. Reiner war ein Schrauber und Tüftler und immer etwas neben der Spur – statt C64 und Amiga kaufte er sich den Acorn Electron und später den Sinclair QL Wir haben uns dann auch auseinander gelebt und die letzte Info, die ich über ihn habe, ist diese: irgendeine Ische hat ihn für ein Kind blechen lassen, das gar nicht seins war…

  • Im Auftrag der Bundesregierung: Wortmeldung Nina Hagen


    Dass ich Nina Hagen für eine dumme, vor allem aber nervige Nuss halte, ist bekannt, seit ich darüber geschrieben habe. Aus dem Grund meide ich sie weiträumig wie einen Ferienstau. Nun trägt es sich aber zu, dass ich aktuell alle Ausgaben der Cinema von 1978 bis 2000 (mindestens) scanne und dabei immer wieder auf Sachen stoße, die ich längt in die staubigsten Ecken meines Gehirn verbannt hatte. Es wird noch drüber zu schreiben sein. Ein Beispiel vorab:

    Ein so kurzer Text sollte keine derartigen Mengen an Widersprüchen und Dummfug enthalten können…

  • Digitaler Dreisprung: Analog adieu


    Nach einer notwendigen Pause im Bestreben, mein Leben (oder zumindest meine Administration) komplett zu digitalisieren, bin ich nun wieder voll dabei. Es war nicht geplant, aber es hat sich so ergeben, dass ich dabei von drei Seiten aus diverse Eckpfeiler meines täglichen Lebens in den Cyberspace verlegen konnte.

    Digitaler Briefkasten: You’ve got mail! Schon vor mehr als 10 Jahren habe ich euch an dieser Stelle berichtet, dass ich den täglichen Papiermüll aus dem Briefkasten konsequent eingedämmt habe. Keine Kundenzeitschriften mehr, keine Prospekte, Kataloge, Werbung. Kostete mich nur ein paar Anrufe und Emails…

  • The Return of Scan-Man!


    Die Älteren unter euch werden sich vielleicht erinnern: vor knapp drei Jahren habe ich mit Feuereifer begonnen, alles einzuscannen, was ich daheim stehen hatte und was das Internet (meinetwegen auch in grauen Quellen) nicht anderweitig hergab. An der großen Firmen-Workstation habe ich mehr als 100 Bücher und mehr als 200 Zeitschriften vom Analogen ins Digitale gezerrt. Das machte viel Freude, brachte jedoch auch viel Frust mit sich.

    Es war sowieso keine Dauerlösung, denn ich wollte meine freien Tage nicht auch noch in der Firma zu verbringen…

  • Literarische Leichenfledderei: Das zu Recht vergessene Frühwerk des Wortvogels


    Vor nun auch schon 11 Jahren habe ich euch anlässlich der Ausgrabung eines Koffers aus meiner Teenager-Zeit von meinen ersten schriftstellerischen Ambitionen berichtet, die inspiriert waren vom ungesunden Konsum der Horrorheftchen à la JOHN SINCLAIR.

    Doch das war gar nicht mein erster Gehversuch in Sachen Belletristik. Für Kunst und Kommerz geschrieben habe ich schon vorher – und es wurde veröffentlicht! Um diesen Blog zu einem möglichst umfassenden Archiv des vogel’schen Werkes zu machen, sehe ich mich genötigt, die Geschichte nun zu erzählen.

    Ich weiß nicht mehr genau, wie es anfing…

  • Index to the max: Katalogsoftware


    Ich hatte ja vorgestern darüber geschrieben, dass ich unheimlich viel Material auf Clouddrives, DVDs und externen Festplatten gesammelt habe. Das Problem ist natürlich, dass man auf diese Sachen keinen augenblicklichen Zugriff hat – ich kann weder fünf Festplatten noch 2000 DVDs permanent in Griffweite halten.

    Daraus ergibt sich: Ich brauche einen Index oder einen Katalog auf meiner Festplatte, der mir augenblicklich sagen kann, wo sich was befindet.

    Für die DVDs war’s einfach: die habe ich eingelesen und den Inhalt in eine Textdatei kopiert. Die DVDs sind nummeriert und ich brauche nur eine vergleichsweise kleine Textdatei durchsuchen…

  • Des Brennmeisters Abschied


    Ich habe ja erst vor einem halben Jahr erzählt, wie ich über die Jahre meine Filmsammlungen von Videokassette zu CD, von CD zu DVD, und dann von DVD zu Festplatte konvertiert habe. Es ist eine Geschichte voller Übergangstechnologien, Normwandlungen und langer Abschiede.

    In der Zeit zwischen 2000 und 2010 habe ich – den ersten wirklichen Breitbandanschlüssen und PayTV von Kabel Deutschland sei Dank – unfassbar viel aus dem Netz gezogen, aufgenommen und auf DVD gebrannt: Filme, Serien, Dokumentationen, aber auch Musik, Comics, private und öffentliche Archive…