Thema: Scan-Archiv


  • Analoger Abstieg ins Archiv (1): Erst-, Sonder-, Jubiläumsausgaben


    Es gibt in meinem Arbeitszimmer zwei EKET-Regale mit insgesamt acht Fächern, von denen sechs mit KASSETT-Zeitschriftenordnern bestückt sind:

    In diesen Ordnern befinden sich die letzten Schätze meiner analogen Printmedien-Sammlungen – Einzelausgaben von Zeitungen und Zeitschriften, die sich entweder wegen des Überformats nicht scannen ließen oder die mir zu wertvoll sind, um sie zu zerschneiden. Letzte Woche habe ich sie inventarisiert, heute habe ich die interessantesten 120+-Cover für euch fotografiert.

    Ich verspreche euch eine spannende Reise durch die Medienlandschaft – oft hässlich, dumm, langweilig, aber auch mutig, kackfrech und kurzlebig…

  • KI: Gefangen zwischen Foto-Wunsch und Foto-Wirklichkeit – was kostet der Spaß?


    Ich hatte erst vor zwei Wochen darüber geschrieben, dass mir eine Kombination von Topaz Photo Pro auf dem Desktop und ChatGPT im Netz hilft, alte Bilder zu restaurieren – auch wenn ich immer wieder an Grenzen stoße, seien es die teilweise abstrusen "guardrails" bei ChatGPT oder die potenten, aber doch limitierten Funktionen von Topaz.

    Ehrlich jetzt – DAS kann wegen möglicher Verstöße gegen die Regeln in Sache Erotik und lasziver Darstellung nicht durchgewunken werden?!

    Man gewöhnt sich dran und entwickelt Workarounds.

    Heute möchte ich euch primär ein paar beeindruckende Praxisbeispiele präsentieren, die Limits von KI-Retusche aufzeigen und erklären, warum kostenpflichtige Angebote bei ChatGPT durchaus lohnen – aber ein Blindflug sind…

  • Digitale Gouvernante: KI-Kastration in Sachen Sex, Drugs & Rock’n’Roll


    Ich nutze das ausklingende Jahr, um ein paar größere Beiträge vorzubereiten. Weil es dabei um Retro-Themen geht, möchte ich die auch retro bebildern. Das geht nur so mittel und ich erzähle euch jetzt, warum das so ist.

    Da ich seit 25 Jahren alles in die Cloud kopiere, was ich für bewahrenswert halte, besitze ich Unmengen von Bildern, die heutigen Anforderungen in Sachen Auflösung oder Details nicht mehr gerecht werden. Um 2000 herum reichten 320×200 Pixel allemal, an mehr luden sich die Modems der Zeit einen Wolf…

  • MAX HEADROOM im Würgegriff der Marketingmaschinen (NSFW)


    1985. MTV war noch so jung wie das deutsche Privatfernsehen und der Commodore Amiga. STAR TREK: THE NEXT GENERATION war noch nicht gestartet, Reagan Präsident und Kohl Kanzler. Die Yuppies prägten das Jahrzehnt. Um mit den Worten von Gordon Gecko zu sprechen: greed is good.

    Aber es gab eine kleine, kurzlebige Science Fiction-Serie, die sich gegen die "corporate culture" auflehnte, die von Manipulation der Zuschauer und Konsumenten erzählte, die vor der Lethargie der Masse warnte und einer Technologie, die wie Fortschritt scheint, aber die Zivilisation langsam auffrisst…

  • "Der Horror, der Horror!" oder:
    Wem gehört die Vergangenheit?


    Es sollte Einigkeit herrschen: Raubkopien sind mangels Alternativen gut, Originale im Zweifelsfall besser. Vor allem, weil sie legal sind. Davon profitieren alle.

    Soweit die Theorie. In der Praxis ist es allerdings so, dass Raubkopien oft den Originalen überlegen sind, weil sie mangels rechtlicher Bindung komplett auf die Bedürfnisse des Nutzers zugeschnitten werden können, ohne Einschränkungen, von Fesseln und Fehlern befreit. Sie sind nicht nur kostenlos, sondern besser.

    Aktuell gibt es wieder ein schönes Beispiel, wie schwer es Fans gemacht wird, sich für die legale Seite zu entscheiden…

  • Filmverbrechen-Fotostory Extra – Funktion nackt: Die begrenzte Karriere der Debbie Neon (NSFW)


    NACHTRAG : Ich bin meiner Pflicht nicht nachgekommen, euch beim Fazit zum Film KAMIKAZE 1989 die Besucherzahlen zu nennen. Tatsächlich konnte der Film nicht mal vom Tod von Hauptdarsteller Rainer Werner Fassbinder profitieren und stürzte im Juli 1982 mit gerade mal 121.043 Besuchern bös ab. Er schaffte es im Sommer von ET, CONAN und MAD MAX II nicht mal unter die Top 100. Wer einen harten Cop sehen wollte, schaute Belmondos DER PROFI (2,8 Mio. Besucher).

    And now for something completely different…

    Es gibt im anglo-amerikanischen Raum eine Bezeichnung für körperlich gesegnete junge Frauen, die mit ihren Reizen Karriere machen wollen und denen der Weg dahin vergleichsweise egal ist: model, actress, whatever…

  • Zombie-Zeitschriften: The last of the (in)famous international Playboys


    Es kann helfen, vorab meine Abhandlung über die Geschichte des deutschen PLAYBOY-Magazins zu lesen.

    Das hier ist eine ganz wilde Geschichte, darum braucht sie ein wenig Kontext.

    In den 70ern wurde es mit der Legalisierung der Pornographie und dem Erscheinen deutscher Ausgaben von PLAYBOY und PENTHOUSE weitgehend statthaft, mit einem "nudity mag" in der Öffentlichkeit rumzulaufen.

    In den 80ern schämte sich niemand mehr, im Büro oder der U-Bahn das Magazin mit dem Hasen "wegen der Interviews" zu lesen.

    In den 90er drehte sich der Wind wieder, ein zunehmend konservatives Weltbild sorgte dafür, dass die nackten Tatsachen auf dem Cover zunehmend versteckt wurden und ein Haufen Magazine auf den Markt kamen, die zwar mit sexy Mädels köderten, aber niemals eine 16er-Freigabe benötigten: FHM, MAXIM, etc…