• 6 Jahre Wortvogel (5): Kommentatoren-Kontaktbörse


    Wider Erwarten verbringen meine Leser ihre Zeit nicht nur damit, meine Beiträge genaustens zu studieren und treff- wie pointensichere Kommentare dazu zu schreiben. Manche haben ein Leben oder ein Hobby, das den Betrieb einer eigenen Webseite rechtfertigt. Ganz Wagemutige schreiben die URL sogar in das entsprechende Fensterchen der Kommentar-Sektion. Drauf klicken werden die Wenigsten – ich tue es ja auch praktisch nie.

    Das soll sich ändern! Es wird Zeit, dass auch die Diskutanten des Wortvogels mal ans Tageslicht gezerrt werden. Die Bandbreite ist erstaunlich hoch, die Peinlichkeit erstaunlich niedrig, es regieren Kreativität und Individualität von "ganz privat" bis "rein kommerziell"…

  • Wenn ich in einer Woche nicht wieder da bin – benachrichtigt die UNO, die NATO und den Tierschutz!


    Am Donnerstag habe ich Geburtstag. Das ist normalerweise recht entspannt, weil ich seit 20 Jahren nicht mehr feiere und die Glückwunschbekundungen sich in handhabbaren Grenzen halten.

    Das scheint meiner LvA zu unspektakulär.

    Seit Monaten plant sie irgendwas, immer wieder darf ich tageweise nicht in den Briefkasten schauen oder ihr Büro betreten. Gleich für die ganze Woche hat sie mir untersagt, Termine zu vereinbaren. Gestern hat sie meinen großen Trolley gepackt – inklusive Turnschuhe und Badehose. Außerdem hat sie verkündet, dass ich meinen Reisepass (nicht bloss Personalausweis)…

  • Kindle Paperwhite: gimme gimme gimme!


    Ich unterstelle mal, dass es heute bei Amazon einen bestimmten Vorgang gab, der untypisch oft getätigt wurde. Eine Stornierung. Nämlich die Stornierung von noch nicht ausgelieferten Kindle Ebook-Readern. Ich bin einer dieser Stornisten.

    Der Grund: Entgegen früherer Vermutungen, der neue Kindle Paperwhite käme frühestens 2013 nach Deutschland, wurde ein Termin am 22. November bekannt gegeben. Vorbestellbar ab heute. Das Vorgänger-Modell zum gleichen Preis (kein beleuchteter Bildschirm, dafür aber Lautsprecher und Kopfhörer-Buchse für Hörbücher) ist bereits nicht mehr gelistet.

    Nun habe ich also den alten Kindle-Reader storniert und den neuen Paperwhite bestellt – und kann es kaum noch abwarten…

  • The (almost) lost ending: Little Shop of Horrors


    Ahhhh, geil, da lacht das Nerd-Herz! Endlich bekommen wir das alternative Ende des großartigen Grusicals "Little Shop of Horrors" zu sehen, das einst als "zu deprimierend" verworfen wurde. Hier ein Clip:

    Ich liebe es. Das hat was von "The Blob" und "Godzilla".

    Das Ende war immer so ein "heiliger Gral" für Filmfans. Es war relativ früh bekannt, dass es tatsächlich existierte, aber jenseits von ein paar Schwarzweiß-Bildern in der Cinefantastique blieb es verschollen. 1998 kam eine DVD mit einer Schwarzweiß-Arbeitskopie der Sequenz raus, wurde aber sofort wieder zurück gezogen…

  • Bilder saugen mehr als Worte


    Es ist mal wieder an der Zeit, wie es scheint…

    Man sollte Fahrräder nicht zu lange an einem Ort stehen lassen. Sie können geklaut werden, Regen sorgt für Rost – und unter einem Baum mit Vogelbestand sieht es gleich ganz bös aus:

    Ja, da möchte man sich doch gleich drauf setzen:

    Ebenfalls hier in Schwabing stieß ich vor ein paar Tagen auf dieses Plakat:

    Nennt es Haarspalterei, aber: wie kann der Film "Monika Grubers neuer Kinohit!" sein, wenn er doch erst "Demnächst im Kino!" anläuft…

  • Kult 007: "No, Mr. Bond – I expect you to die!"


    Die James Bond-Romane von Ian Fleming sollte man als 007-Fan allein schon deshalb gelesen haben, weil sie ein gänzlich anderes und homogeneres Bild des Agenten mit der Lizenz zum Töten vermitteln als die Filme. Da trifft es sich gut, dass Cross Cult die Werke von Ian Fleming gerade wieder in Deutschland verlegt – ungekürzt, neu übersetzt und mit großartiger Cover-Artwork versehen:

    In den nächsten 48 Stunden werde ich in der Kommentarleiste unten drei Mal "Jetzt!" rufen – wer als Erster darauf "Hier!" antwortet, bekommt einen der ersten drei Romane von mir geschenkt und geschickt…

  • Kleine Siege: Wertarbeit FTW!


    Auf meinem Schreibtisch stehen uralte Büro-Requisiten aus meiner GONG-Zeit, die ich damals (bei Ausmusterung) vor der Tonne gerettet habe: Hefter, Locher, Dialupe, Lineal. Auch der Papierkorb stammt noch aus den frühen 90ern. Nicht schön, viel Plastik und braun, aber dafür unkaputtbar.

    Der Locher sieht seit 20 Jahren so aus:

    Der Fachmann erkennt gleich: da fehlt dieses rausziehbare Stäbchen, an das man das Papier formatgerecht anlegen kann. Da bin ich (so ich mich erinnern kann) mal drauf getreten.

    Das ist kein Drama, aber schon ein wenig ärgerlich, weil es die Ablage von Akten unnötig erschwert…

  • Weekender: Quiz-Overkill


    Ich bin ein Fan englischer Panel-Shows. Die sind mittlerweile inflationär, aber man muss sie ja nicht ALLE gucken.

    Einen einfachen und halbwegs legalen Weg, diese Sendungen anzuschauen, bietet der hübsche YouTube-Kanal <a href=" Hole Bowl. Hier gibt es die ganze Palette: "Mock the Week", "QI", "Big fat quiz", "Would I lie to you?", etc.

    Empfehlen möchte ich aktuell das launige "Big fat quiz of the 80s", eine Erweiterung des alljährlichen "Big fat quiz of the year":

    Etwas anspruchsvoller, weil intellektueller und gerne auch mal schlicht wirr, ist das großartige "QI" mit Stephen Fry – besonders in der XL-Fassung:

    Und weil wir gerade eh beim Thema "tolle britische Sachen, die man sich auf YouTube ansehen kann" sind, lege ich euch noch David Mitchell ans Herz…