Thema: Mix
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Der Kollege Sixtus hat eben die beeindruckende erste ZDF-Folge seine Minizins "Elektrischer Reporter" präsentiert, und da ging es um Twitter. Wenn ich das richtig verstanden habe, macht das heute jeder, muss man das haben, ist man nur in, wenn man drin ist.
Twitter gehört seit jeher zu den Anwendungen, deren Zweck sich mir nicht erschließt. Vielleicht, weil ich nicht viel unterwegs bin, und Updates wie "Kartoffelsuppe mit Maggi aufgepeppt – lecker!" für nicht mitteilenswert halte. Vielleicht, weil ich Handys und PDAs ablehne. Meine beiden Hände reichen zum abzählen sämtlicher SMS, die ich bisher mühsamst getippt habe…
Großes (Tisch)tennis:
Werbung für das Nokia N96 Bruce Lee Edition
IBM hat zum dritten Mal fünf Innovationen vorgestellt, die in den nächsten fünf Jahren die Welt verändern sollen:
Die Erfahrung lehrt: selbst auf einer solchen Kurzstrecke liegen die Experten vermutlich massiv daneben. Die "Genanalyse für jedermann" sehe ich noch nicht vor der Haustür, das "sprechende Internet" halte ich für Kappes, aber die ausdruckbaren billigen Solarzellen sind eine tolle Sache.
Überhaupt scheint die Industrie teilweise in ganz falsche Richtungen zu forschen – brauchen wir wirklich MP3-Player mit 128 Gigabyte Speicher? Handys, die Nintendo-Systeme emulieren? Kühlschränke mit Internet-Anschluss…
Aus der neusten Folge von "Pushing Daisies":
Rächt sich Hillu endlich am Altkanzler?
In den 90ern war ich ein großer Anhänger der Church of the SubGenius und ihres Gründers J.R. "Bob" Dobbs.
Gestern sah ich das Special "A Colbert Christmas – The Greatest Gift of all!".
Und es fiel mir wie Schuppen von den Augen:
Kann es sein? Ist Colbert "The One"? Der Auserwählte? Bob höchstselbst? Oder nur ein gefährlicher Betrüger?
NACHTRAG: Das Mem ist erfolgreich gesetzt:
Man kann den Ex-Sportmoderator Keith Olbermann, der in den USA als liberaler Politkommentator oft als natürliche Balance zu Bill O’Reilly und Sean Hannity gesehen wird, gerne für einen aufgeblasenen Wichtigtuer halten. Er kommentiert, wie andere predigen. Großes Melodrama, mit tiefer Stimme vorgetragen. Bei "Saturday Night Live" hat Ben Affleck ihn kürzlich parodiert.
Was Olbermann jedoch auszeichnet, ist seine Bereitschaft zur ehrlichen Empörung. Man merkt, wenn er mal wieder verzweifelt, weil sich der politische Gegner für keine Schlechtigkeit, keine Bodenlosigkeit zu schade ist. Dann macht er den Kommentar am Ende seiner Sendung zu einer Polemik…
Ich wollte das hier gar nicht ansprechen, weil: is eh' wurscht.
40 Jahre. 40. Vier-zig. Pfirsich. Ich. Seit zwei Wochen. Der Erste, der den "Lieber würzig mit 40, als ranzig mit 20"-Spruch bringt, ist des Todes. Keine Drohung – ein Versprechen.
Weshalb ich es trotzdem erzähle? Weil Karma eine Schlampe ist, und leider nicht mal meine Schlampe.
Ich liege gemütlich auf Ibiza am Pool, verdaue das von der Freundin zum Geburtstag bereitete Frühstück, und denke mir: Midlife Crisis my ass, mir geht’s außerordentlich prima. Weiß gar nicht, warum manche Altersgenossen plötzlich glauben, an Marathons teilnehmen und Rohkost futtern zu müssen…
Okay, ich ziehe das durch – Cola, Chips, Red Bull, Eierlikör-Eis, Marzipan-Schokolade. Und in den letzten Tagen habe ich meine Bettzeit auf 2.30 Uhr geschraubt. Ich bin live dabei, wenn Obama zum Präsidenten der Vereinigten Staaten erklärt wird. Kommt ja sonst nix im Fernsehen.
Derzeit schaue ich den Livestream von MSNBC. Und da bin ich auf ein kurioses sprachliches Phänomen gestoßen. In den 90ern hat die (schwarze) Bestsellerautorin Toni Morrison ("Tar Baby") Bill Clinton den "ersten schwarzen Präsidenten" genannt, weil er sich für Farbige einsetzt, und nicht ausschließlich die weiße Basis bedient…