Thema: Food
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Ich entwickle zu leicht Obsessionen: nachdem ich einige angesagte Low Cal-Eissorten getestet und für vergessenswert erklärt habe, juckt es mich immer wieder, wenn ich im Supermarkt bin: gibt es auf dem Gebiet was Neues? Habe ich was übersehen? Kann eine andere Sorte dem Segment zur Ehrenrettung gereichen? Zumindest LESS & TASTY Salted Caramel von ALDI hatte mich ja nachträglich extrem positiv überrascht und es zu meiner "go to-Sorte" gebracht:
Das ist auf jeden Fall jetzt erstmal die Messlatte, zumal es nicht nur lecker und sehr cremig, sondern auch sehr günstig ist – und leider oft sehr ausverkauft…
Das hier ist so etwas wie Frühjahrsputz. Ich habe festgestellt, dass es zu einigen Beiträgen der letzten Wochen noch was zu sagen gibt und daher fasse ich das hier bequemerweise zusammen, damit ihr alle auf dem neusten Stand seit.
Hollywoods Heilige Kühe in der KI-Falle? Zuerst einmal kehren wir zum Thema der digitalen (beziehungsweise künstlich intelligenten) Film/Foto-Restauration zurück. Es mag nicht ganz klar geworden sein, wo ich persönlich in der Sache stehe. Der GONG-Archivar Max Friedmann hatte mich ja einst gelehrt, dass der Farbfilm das Problem habe, oft einfach nur ein Buntfilm zu sein – es wird abgefilmt, was an Farben vor der Kamera erscheint, ohne eine Farbchoreographie für die Story, die Figuren und die Stimmungen zu entwickeln…
Ich hatte euch das hier vor ein paar Tagen ja schon einmal gezeigt:
In kurz: Ab Mai gibt es bei EDEKA kalorienarmes, proteinreiches Eis. Für einen Eisfanatiker auf Diät wie mich klingt das nach einer Verheißung, dem goldenen Vlies, dem Heiligen Gral, dem Füllhorn aus dem Foodparadies. Vor allem, weil sich die Daten schier unglaublich lesen: dekadente Sorten wie Cookie Dough und Salted Caramel mit gerade mal 350 Kalorien – nicht pro 100 Gramm, sondern PRO BECHER! Das sind nicht die üblichen langweiligen 10, 20 Prozent weniger Kalorien…
Ich hatte das "Pech", mit einer Mutter aufzuwachsen, die selber nicht gerne kochte. Das bisschen, was sie kochte, kochte sie gut – aber Bandbreite oder gar kulinarische Experimentierfreudigkeit waren bei uns zu Hause kein Thema. Auch deshalb, weil meine Mutter immer noch nebenher arbeiten gehen musste und einfach keine Zeit war, mit den Söhnen wie in der Fernsehwerbung lachend die Kekse in den Ofen zu schieben. Ich beschwere mich nicht, ich erkläre es nur.
Meine eigene kulinarische Sozialisierung war entsprechend. Kochen bedeutete zwar Topf aufsetzen und Backofen anschmeißen, aber letztlich meistens nur für Fertiggerichte…
Über den Background von GREAT BRITISH BAKE OFF habe ich bereits geschrieben – auch darüber, wie die LvA und ich zu der Serie gekommen sind. In dem Artikel von 2014 wird erwähnt, dass die Show unglaublich strikt strukturiert ist. Nicht nur ist der Ablauf der Sendung immer gleich, sogar das Editing, die Musik-Clips und die einzelnen Kommentare kommen aus einem begrenzten Baukasten:
"Was würdet ihr sagen, wer ist nach der technical challenge vorne mit dabei?"
"Bäcker, euch bleiben 30 Minuten!"
"Ich habe die unangenehme Aufgabe zu verkünden, wer uns heute verlassen wird"…
Ist schon komisch: da schmeißt man ein bisschen Butter zu einem Häufchen Zucker, haut ein Ei rein, pudert es mit Mehl – und nach einem Trip in den Backofen hat man einen Kuchen oder Kekse wie aus dem Supermarkt. Nur besser. Und billiger. Das war mir eigentlich klar, aber nie wirklich KLAR. Ich habe Kochen und Backen immer für komplizierter gehalten, dabei kann man mit ein paar Zutaten und "warten bis der Backofen pingt" als primäre Aktion Dutzende, gar Hunderte von Leckereien zubereiten. Wenn ich’s doch sage…
Ich hatte ja schon erzählt, dass ich mich in letzter Zeit (und eigentlich erstmals in meinem Leben) mit richtigem Kochen & Backen beschäftige. Es ist nicht so, dass ich als Single-Mann (bevor ich eine Frau heiratete, die sowohl kochen als auch backen kann) nur von LIDL-Pizza gelebt habe: Kartoffeln, Frikadellen, Spaghetti Bolognese, Fisch und ein paar Kuchen – ich kam klar. Das meiste war allerdings Fertigfutter. Neue Sachen nach Rezept – da fehlte mir immer die Geduld und vor allem die Gesellschaft, in der ich das genießen konnte…
Geschmackstests obskurer Lebensmittel mache ich hier ja mittlerweile eher selten – was primär daran liegt, dass ich eine Ehefrau habe, die auch im Kühlschrank ein Mindestniveau erwartet und zudem noch kochen kann.
Nun ist dies aber der Sommer, in dem wir unseren Garten katzensicher gemacht haben und deshalb auch viel draußen grillen. Und es ist der Sommer, in dem sich erstmals das Thema "fleischfreies Burgerfleisch" in den Medien festgesetzt hat. LIDL war sehr gut darin, die Einführung ihres "Beyond Meat" Burgers pressetechnisch aufzublasen.
Ich hatte immer mal das vage Gefühl, ich sollte die veganen Burgerscheiben testen, kam aber irgendwie nicht dazu…
Es ist mal wieder Zeit für ein Diät-Update. Ich habe jetzt knapp vier Wochen mein Intervall-Fasten hardcore durchgehalten: Jeder zweite Tag fällt in Sachen Speis & Trank flach, es wird nur Wasser getrunken. Und es ist hart. Gestern Abend war mir regelrecht flau vom Hunger und erstmals hatte ich auch leichten Schwindel, als ich aufstand.
Das war aber zu erwarten. Je mehr ich meinen Körper in die Knie zwinge, desto weniger hat er, wovon er ersatzweise zehren kann. Mein Körper wehrt sich, er will nicht hungern…