Thema: Food
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Letzte Woche gab es auf MyDealz eine unwiderstehliche Ankündigung:
Das triggerte mich gleich mehrfach: Popup-Store! Outlet! Rabatte! LIDL! Und vor allem: was zur Hölle soll man sich darunter genau vorstellen?
Wenn es sonst keiner recherchiert, mache ich es halt.
Also nachgeschaut: nächstes Outlet noch zwei Tage in Rosenheim. Die LvA wird am Samstag mit dem Versprechen auf einen entspannten Frühlings-Ausflug ins Auto gelockt. Rosenheim, wir kommen!
In einem der größeren Gewerbegebiete finden wir schnell das große LIDL-Logo. Ich habe zuerst Sorge, versehentlich eine reguläre Filiale angesteuert zu haben, aber in den Fenstern preisen bereits Schilder "Bis zu 50 Prozent Rabatt"…
Ich bin immer noch kein Fan von Tiefkühlpizza – weder geschmacklich noch kulturell noch ernährungstechnisch. Es gibt Ausnahmen, aber selbst die kommen bei mir nicht regelmäßig auf den Speiseplan. Was allerdings in den letzten Jahren zugenommen hat, ist nicht nur mein Bauchumfang – es ist meine Neugier, wenn ich vor einer kuriosen Pappschachtel stehe, die das klassische Fladenmahl als "new and exciting" verkaufen möchte.
Wir leben in einer Zeit, in der einige Hersteller in Einkaufszentren mit Probierpizzen aus dem Heißofen werben:
Das erinnert mich an die Automatenpizza, die ich auch schon getestet habe…
Ich gehe eher selten zu McDonald’s – maximal einmal im Monat. Meistens esse ich McNuggets und Pommes mit BBQ- oder Senfsauce. Die Burger waren mir immer eher wurscht, weil ich sie für eine reichlich fade Angelegenheit halte, selbst in theoretisch leckeren Varianten wie dem Hüttengaudi:
Der Zusammensetzung nach müsste das für mich der perfekte Burger sein – allein, er schmeckt mir nicht. Weder der Speck noch die Rösti noch das Patty sind auch nur ansatzweise ausreichend gewürzt, den Geschmack muss man mit Ladungen zusätzlicher Soße reinprügeln – als wäre die Fastfood-Kette entschlossen, um der Massentauglichkeit willen jede Form von Aroma auszuschließen…
Das hier wird ein etwas längerer und komplizierter Beitrag. Ich habe ihn seit Monaten auf der to do-Liste, aber mir war bisher unklar, wie ich ihn angehen soll. Es scheint mir am vernünftigsten, das gesamte Thema in zwei separate Beiträge zu splitten und diesen ersten Beitrag in zwei Bestandteile zu zerlegen. Ich hoffe, dass ich es verständlich aufarbeiten kann.
Es geht heute erstmal um Preise. Für Lebensmittel, Miete, Elektronik. Um Lebenshaltungskosten und Lebenslügen. Um den Mythos "früher war alles besser" im Sinne von "früher war alles billiger"…
Die LvA war für ein paar Tage auf Dienstreise. Das allein sollte ausreichen, bei euch alle Alarmsirenen schrillen zu lassen. Wortvogel – Allein zu Haus! Recipe for disaster nennt man so etwas – und eine gute Überleitung, weil ich die sturmfreie Bude nämlich für ein paar Rezepte nutzen wollte.
Wobei… Rezepte trifft es nicht genau. Ich hatte mir in den letzten Monaten in den Kopf gesetzt, dass man aus herkömmlichem Leberkäse/Fleischkäse sicher ein paar tolle Fast Food-Ideen über "Scheibe mit Senf auf Brot" hinaus entwickeln könnte…
Ich habe schon länger kein todesmutiges Food-Experiment mehr durchgeführt – was schlicht daran liegt, dass die LvA super kochen kann und ich nur noch selten unterwegs bin, wo sich "auswärts essen" anbieten würde. Aber heute musste ich die Gattin kurz nach Schwabing bringen und mir dann 15 Minuten Zeit vertreiben – ausreichend, um zu einem legendären Tatort zurückzukehren. Ein kurzer Blick aufs Handy: statt des gewünschten McFlurry wird mir ein heute gültiger Gutschein für 9 Chicken McNuggets angezeigt. Alternativ: 9 McPlant Nuggets. 2,99 Euro statt 5,68 Euro…
Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Sagt man so. Bei uns heißt das: Ist die LvA aus dem Haus, tanzt der Wortvogel auf dem Esstisch.
Wir haben in den letzten drei Jahren unsere Ernährung umgestellt – nicht geplant oder mit Ziel, aber angetrieben von einem schlechten Gewissen. Weniger Fleisch, in Tierbelangen fast ausschließlich Bioprodukte (Eier, Wurst, Milch, etc.), mehr Körner im Brot, praktisch keine Schokolade mehr. Aus Gründen, auf die ich noch eingehen werde, gibt es aktuell auch keine Süßgetränke in unserem Haushalt…
Ich hatte im Vorfeld schon darüber berichtet, dass die diesjährige FFF-Location in der Nähe vom Stachus deutlich mehr Möglichkeiten bot, sich ungesund, aber abwechslungsreich zu ernähren. Weil ich dabei viele interessante Entdeckungen gemacht habe, möchte ich die mit euch teilen.
Vorab: Am einfachsten war es, sich im 1 Euro-Laden direkt neben dem Kino mit gekühlten Getränken und Snacks jedweder Couleur einzudecken. Dabei bin ich auf ein paar echte Klassiker gestoßen – die haben Kaugummizigaretten!
Wer sich auskennt, der weiß natürlich, dass die scheiße schmecken – und echt harte Jungs essen sie natürlich mit dem Papier, auch 2022 noch…
Die LvA sollte mich nicht allein lassen. Kaum bin ich Strohwitwer, ziehe ich durch die Gegend auf der Suche nach Lebensmitteln, die meiner Gattin ein kritisches Stirnrunzeln aufzwingen würden. Neulich war ich in dieser Mission mal wieder bei der METRO. Da bin ich sonst eher selten. Reguläre Supermärkte reichen uns gewöhnlich. Es gibt aber eine Ausnahme:
Das ist der einzige Kaffee, der bei uns in den Vollautomaten kommt. Wir haben Dutzende andere Bohnen/Marken probiert, aber die LvA ist da – und nur da – pingelig…
Der Aufhänger für diesen Artikel ist dieses Bild, das vor einigen Tagen auf Facebook an mir vorbei schwamm:
Faszinierend: Die Apfeltasche hieß noch "Äppel Pei", die Shakes "Happy Mäc" und ausgerechnet der Quarterpounder wurde zum "Viertelpfünder" eingedeutscht. Warum eigentlich nicht <a href=" Es gab kein McRib, keine McNuggets, keinen Salat, keinen Cappuccino und keine McMenüs. Ich erinnere mich, dass McDonald's damals Verpackungen aus Styropor verwendete, bis es Ärger wegen des Mülls gab und man (zumindest hierzulande) auf Pappe umstieg. Alles extrem basic, wie man es aus den amerikanischen Filmen kannte…