• The true original (well…) Sorcerer Supreme: Doctor Mordrid, Master of the Unknown!


    "What’s you name?"
    "Doctor Mordrid."
    "Strange."
    "No, Mordrid."

    Es ist ein guter Zeitpunkt, Charles Band-Fan zu sein. Nicht nur erscheint dieses Jahr noch der zweite Band über die Karriere des fleißigen B-Film-Produzenten, seine comic-esken Abenteuerstreifen werden auch verstärkt wiederentdeckt. Als ich zusammen mit Dave Jay vor mehr als 10 Jahren die Arbeit an dem Buch begann, waren die meisten kleineren Filme von Band schwer zu bekommen, ich musste teilweise TV-Aufnahmen aus irgendwelchen Obskur-Ländern einkaufen. Viele Fassungen waren gar nicht mehr verfügbar, der ganze Softsex- und Familien-Sektor von Full Moon praktisch verschollen…

  • Legends don’t die – they reboot!


    Das hier ist erstaunlich:

    Nach 12 Filmen, Trading Cards, Comics, Figuren und Postern wird die vielleicht nicht beste, aber zumindest ertragreichste Franchise von Charles Band neu gestartet. Nicht von ihm selbst, Gott bewahre – unter den 14 Produzenten befinden sich allerdings ein paar durchaus etablierte Namen.

    Ich bin vorsichtig zuversichtlich, denn "Puppet Master" bringt genau die Voraussetzung mit, die ich für ein Reboot erwarte – das Original ist ziemlich mau. Ein paar der Filme sind sogar – und das sage ich als alter Band-Head – bodenlos schlecht…

  • Das Schrödinger-Doppelkatzen-Dilemma


    Wir haben zwei bezaubernde Katzen mit ausgesuchten Manieren. Wenn die LvA morgens aus der Tür ist, kriechen die nochmal zu mir ins Bett und nisten sich zwischen meinen Beinen ein. Auch den Rest des Tages verbringen sie bevorzugt so:

    Das kann man furchtbar niedlich finden, aber es birgt auch ein furchtbares Problem: Katzen sind nachtaktiv. Besonders Katzen, die den ganzen Tag über leise vor sich hin geschnorfelt haben. Der Trigger für Becky und Rufus ist dann auch meistens die Tatsache, dass wir uns bettfertig machen…

  • Promoting virtual media – killing physical media? Ein Streit straight outta Facebook


    Kurz das Szenario: Markus Haage, Herausgeber des Zombie-Magazins mit Ambitionen zum DVD/Blu-ray-Vertreiber, verkündet auf Facebook:

    "Falls wem langweilig ist: David Cronenbergs Kult-Horror "Die Brut" (1979) ist in HD und uncut (und legal) auf YouTube gratis abrufbar. Wer ihn nicht kennt, kann eine Bildungslücke schließen."

    Dazu der Link:

    Das stößt Daniel Peree von Wicked Vision auf, selbst Magazin-Macher und Scheiben-Vermarkter:

    "Anstelle die physischen Medien zu supporten, wie es eigentlich alle Magazine tun, supportet DER ZOMBIE lieber fucking YouTube-Videos! Da sagen wir doch einfach mal Danke Markus Haage"

    Schnell entspannt sich ein Streitgespräch, in dem auch viele Leser und Zuschauer Partei ergreifen…

  • Schmutz & Schund! Literatur zum Abgewöhnen! Nicht mal als Klolektüre! Ein neuer Tiefpunkt!


    Sehen SO Bestsellerautoren aus?

    Nein! So sehen Strolche aus! Tagediebe! Hungerleider! Sozialparasiten!

    Aus diesem Grund warne ich – nein, prangere ich an! -, dass dieses lichtscheue Gesindel bei Amazon nun einen sogenannten Roman veröffentlich hat. Schon der Titel entlarvt den Schund, der sich genüsslich durch das zieht, was dieser feine Herr für einen "Text" hält: "Das Höllenbiest gegen McKinsey". Der Groschenroman feiert fröhliche Urstände, Generationen von Lei(s)tung suchenden Jugendlichen sind damit für die schöne Schreibkunst eines Walser, einer Jelinek verloren.

    Ein Pseudonym? Hat er wohl nicht nötig…

  • Science Fiction made in Germany – oder: Das vergessene Genre versucht sein Comeback


    Zuerst mal als Nachklapp: Es hat sich herausgestellt, dass ich den Review zu "Tal der Schatten" im Jahr 2000 für die Seite SF-Fan.de geschrieben hatte, dieser aber über die Jahre die Umstellung zu Wordpress nicht überlebt hatte.

    Aus der gleichen Ära stammt dieser Artikel zum Thema "qualitativ hochwertige deutsche SF-Streifen neu verfilmen". Verfasst habe ich ihn damals für das Magazin "phantastisch!", dem ich aus Verbundenheit zur Perry-Redaktion einige Beiträge zukommen ließ. Wie üblich werde ich in Nachgedanken weiter unten über die "freshness" der damals von mir gemachten Aussagen sinnieren…

  • Das China-Billig-MP3-Unterwegs-Hörspiel-Set


    Okay, vor drei Tagen habe ich euch von den Freuden der Hörspiel- und Podcast-Unterhaltung auf langen Autofahrten erzählt. Man kann die Audio-Dateien problemlos auf sein Android-Smartphone und etwas weniger problemlos auf sein iPhone spielen oder gleich das Tablet auf den Beifahrersitz legen. Es gibt aber eine vergleichsweise preiswerte Lösung, mit der man den Hörgenuss komplett von der sonstigen Elektronik abkoppelt. Das hat den Vorteil, dass man unabhängiger ist und sich auch keine Sorgen machen muss, wenn man das ganze Klump im Wagen liegen lässt oder gar verliert…

  • 2 Cent: Zur (a)sozialen Verantwortung von Social Media


    Ihr werdet es in den Nachrichten gehört oder gelesen haben – der Justizminister fordert in einem neuen Gesetzentwurf nicht nur bessere Löschmechanismen von Facebook und Twitter, er droht den Verantwortlichen und ihren Firmen drakonische Strafen bei Nichtbeachtung an. Im Kern geht es Maas darum, dass die Sozialen Netzwerke nach klaren Vorgaben gesetzwidrige Inhalte zeitnah löschen sollen. Er beruft sich dabei auf eine Untersuchung von Jugendschutz.net, nach der Twitter nur 1 Prozent der strafbaren Aussagen, Facebook nur 39 Prozent nach Meldung löschen würde.

    Die Reflexreaktion der Netizens: Geht ja gar…

  • Hyperland Redux (2): London: Nahverkehr mit Vergangenheit – für die Zukunft


    Originaltext März 2013:

    London ist eine der ältesten Großstädte Europas. Der Kampf gegen den Kollaps der Infrastruktur hat hier Geschichte. Vielleicht ist die Stadt gerade deshalb Vorbild und Testlabor für viele Innovationen auf dem Gebiet der urbanen Verkehrsplanung.

    Als 1863 die erste U-Bahn der Welt in London den Betrieb aufnahm, ging es noch nicht um Smog und Parkplätze, sondern um Schlamm und Pferdeäpfel. Große Mengen Pendler mussten durch den zunehmend industrialisierten Großraum transportiert werden, ein effizienter Nahverkehr wurde gebraucht.

    1987 kam die Docklands Light Railway dazu, eine Art S-Bahn-System für den boomenden Londoner Osten, welches weitgehend fahrerlos auskommt, auch wenn die Züge selbst noch Service-Personal mitführen…