Thema: Liebes Land
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Ich mache gerne Reportagen mit Johannes Geyer, weil er nicht nur als Fotograf ein echter Profi ist, sondern weil er frei von Allüren ist und die Chemie einfach stimmt. Er hängt sich sich immer zu 150 Prozent rein, "geht nicht" gibt’s nicht, und wenn er sich in ein Motiv verbeisst, muss man ihn manchmal mit strengen Worten wegzerren. Das mag ich.
Was die meisten von euch nicht wissen: Johannes war nicht immer Fotograf. Der hat sein Berufsleben als Kameramann verbracht, war für den "Pumuckl" ebenso mitverantwortlich wie für "Rohe Ostern", hat dem "Tatort" die Bilder gegeben und Serien wie "Die Cleveren"…
Wer fleißig lineares Fernsehen schaut, hat’s vielleicht schon gemerkt – der Klambt-Verlag schaltet jetzt auch TV-Spots für unsere Liebes Land:
Gewöhnlich äußere ich mich nicht über die Konkurrenz bei den Landheften. Das ist stillos und unnötig. Ich habe für die LandIdee geschrieben und bin mittlerweile Chefautor der Liebes Land, da fange ich keine Grabenkriege mit Kollegen an.
Ihr ahnt: Da kommt ein "allerdings". Und hier ist es auch schon:
Allerdings gibt es nun wieder ein neues Heft in einem Segment, das ich seit zwei Jahren für völlig überladen halte und dem ein Kehraus gut tun würde. Die "LandLux" versucht es mit ökologischem Anspruch als Alleinstellungsmerkmal…
Ich neige nicht zu Sentimentalitäten, träume als jemand, der Landromantik verkauft, selbst wenig von Landromantik und dem "Häuschen im Grünen". Ich bin ein urbaner Mensch, der Lärm vor dem nächtlichen Fenster hasst, aber Leben vor dem nächtlichen Fenster braucht. Ich will von Kultur umgeben sein wie andere Menschen von Natur – ob ich sie tatsächlich nutze, ist dabei zweitrangig. Die schiere Möglichkeit zur Zerstreuung in vielerlei Gassen reicht oft, die konkrete Zerstreuung unnötig zu machen. Solange die Stadt da draußen auf mich wartet, ist alles gut…
Ab morgen am Kiosk:
Das ganze Team ist ziemlich stolz drauf, sich für Nummer 2 noch mal deutlich gesteigert zu haben. Ich habe erneut einen Löwenanteil des Hefts geschrieben und finde, es ist insgesamt deutlich runder. Das hängt damit zusammen, dass die Redaktion langsam Betriebstemperatur erreicht. Wir sind ja auch schon in der Zielgeraden der nächsten Ausgabe. Ein Landheft pro Monat zu machen erfordert ziemliche Disziplin.
Diesmal ist im Heft ein "Gaststar" dieses Blogs zu finden. Dass ich für die Rubrik "Meine Heimat" nach Walsrode gefahren bin, hatte ich ja schon berichtet…
Wer genau aufgepasst hat, wird es vielleicht gemerkt haben: im zweiten Halbjahr 2012 gab es von mir keine launigen „behind the scenes“-Fotos von Reportagen zu sehen. Seit einigen Wochen gibt es die allerdings wieder vermehrt.
Das ist kein Zufall.
Ende Juli habe ich die „LandIdee“ verlassen, für die ich drei Jahre lang geschrieben habe. Es ist eine Geschichte für die Gerichte – und hoch unterhaltsam, sobald ich das Okay habe, sie hier zu erzählen. Aber das wird eventuell noch dauern.
Ein zweites Puzzleteil. Vielleicht hat der eine oder der andere von euch diese Meldung bei DWDL gelesen…
Gestern war ich mal wieder in der Republik unterwegs und habe euch ein paar Eindrücke mitgebracht. Es ging mit dem Flieger nach Münster/Osnabrück. Man entschuldige die mitunter maue Bildqualität, ich habe die Bilder mit meinem Handy geschossen. Teilweise mit Zoom. Dafür ist alles anklickbar.
Ich habe keine Ahnung, seit wann es in München NapCabs gibt:
Das ist so eine Art schallisoliertes Mini-Hotelzimmer für 15 Euro die Stunde bei zwei Stunden Minimum. Zuerst dachte ich "watt’n Quatsch!". Andererseits: Wenn man ein paar Stunden auf dem Airport fest hängt und Geld keine so große Rolle spielt, mag das in der Tat sehr entspannend sein…
Gestern war ich schon wieder "auf Reportage" (man merkt, die Deadline der neuen "LandIdee" rückt näher). Diesmal ging es von Düsseldorf durch Holland nach Belgien zu einem Ornamentisten.
Und wenn ihr fragt "Hast du uns was mitgebracht?" – logo:
Weitere Bilder und Gedanken nach dem Break:
Horizont.net vermeldet, dass die Zeitschrift "Daheim in Deutschland" einen Relaunch spendiert bekommt – gefühliger soll sie werden, bildmächtiger. Bedenklich finde ich, dass nun auch Auswanderer in Australien unter die Dachmarke "Daheim in Deutschland" fallen. Honi soit qui mal y pense…
Die erste neue Ausgabe wird so aussehen:
Da deuchte mir: "Das kenn ich doch?" Ein kurzer Blick in mein Magazinarchiv fördert die LandIdee von April/Mai 2010 ans Tageslicht:
Putzig finde ich, dass wir das Cover als Frühlingsmotiv verkauft haben, die Kollegen damit allerdings den Herbst einläuten…
Ich versuche, ein ganz banales Problem für eine LandIdee-Reportage durch Crowdsourcing in den Griff zu bekommen. Meine Frage: Wohnt einer meiner Leser in der Nähe von 77773 Schenkenzell im Schwarzwald?