• Filmkritik: Disaster Movie


    USA 2008. Regie: Aaron Seltzer und Jason Friedberg. Darsteller: Matt Lanter, Vanessa Minnillo, Kim Kardashian, Crista Flanagan u.a.

    Warum tue ich mir das eigentlich an? Hier im Regal stehen (ungelogen) noch Hunderte von Filmen, die ich mir seit Ewigkeiten ansehen will. Große Hollywood-Klassiker, obskure Kunstfilme, billigster Trash aus den düsteren 70ern. Filme, die voraussichtlich Spaß machen.

    Aber ich schaue "Disaster Movie" (und gestern nacht noch "Alone in the Dark II", dazu kommen wir später). Ein Film, dessen Chance, nicht zu saugen wie ein Dyson, eigentlich gegen Null geht…

  • Kino-Kritik: FarCry (Far Cry? Farcry?)


    Ich geb’s ja zu: Uwe Boll entwickelt sich für mich zu einer ungesunden Obsession. Ich bin immer wieder auf seine Filme gespannt. Nicht etwa, weil mich sein konstantes Scheitern erheitert. Es ist seine absolute Lernresistenz, seine Fähigkeit, auch im zehnten solide budgetierten Film noch haufenweise alberne Anfängerfehler zu machen.

    Boll ist nicht der schlechteste Regisseur aller Zeiten. Er ist nicht mal der schlechteste deutsche Regisseur, der international vermarktete Billigheuler dreht – das sind Leute vom Schlage Ittenbach, Lommel, und Büld.

    Aber Ittenbach, Lommel und Büld versauen auch keine Franchises mit eingebauter Fanbasis, hauen ihren Kritikern nicht im Boxring eins aufs Maul, und versprechen nicht auf jeder Webseite, die genügend Bandbreite zur Verfügung stellt, dass ihre nächsten Filme der ganz große Wurf wären…

  • Kino-Kritik: The Clone Wars


    Story : Der kleine Sohn von Jabba dem Hutten wurde entführt. Der galaktische Supergangster bittet die Jedi um Hilfe, im Austausch gegen freies Geleit für die entfernten Routen – ein wertvoller Vorteil im Kampf gegen die Droiden-Armeen von Count Dooku. Doch Jabba ist clever genug, auch die Gegenseite ins Spiel zu bringen, und bald sind die Jedi und die Sith ausgiebig damit beschäftigt, sich gegenseitig Steine in den Weg zu legen. Hinzu kommt, dass Annakin gegen seinen Willen einen Padawan zugeteilt bekommt, die junge Ahsoka Tano…

  • Kino-Kurzkritik: "Die Mumie – Das Grabmal des Drachenkaisers"


    Es gibt Filme, von denen erwartet man soviel, dass man eigentlich nur enttäuscht werden kann: "Superman Returns", "Matrix Reloaded", "Star Wars Episode I". Und es gibt Filme, von denen ist man ist man positiv überrascht, weil man nicht viel erwartet hat, aber der Spassfaktor dann doch beträchtlich war; "Iron Man", "Kung Fu Panda", "Hairspray".

    Bleiben die Filme, von denen man eh nichts erwartet – und die es trotzdem noch schaffen, auf ganzer Linie zu enttäuschen. Meistens sind die von Michael Bay oder Stephen Sommers.

    Ich will gar nicht groß auf das eingehen, was der neuste "Mummy"-Heuler als "Story" verkauft…

  • Kino-Kritik: "The Dark Knight"


    Bester Start aller Zeiten, höchstes Wochen-Einspielergebnis, 450 Millionen nach 10 Tagen – alles unwichtig, wenn ich mit einer Flasche Bier und dem Kollegen Sixtus in einem Düsseldorfer Kino sitze, um mir den neusten Batman-Film anzusehen. Der olle Flatterheinz hat es sowieso schwer, denn in meinen Augen ist "Iron Man" in diesem Jahr schon alles gewesen, was man von einer Comic-Verfilmung erwarten kann. Und "Batman begins" fand ich als Neustart der Franchise vielversprechend, aber letztlich ein wenig unbefriedigend, was Handlung und Charaktere angeht.

    Egal – Vorurteile über Bord, Arsch in den Sitz, Licht aus, Film an…

  • Kritik: "Akte X – Jenseits der Wahrheit"


    Ich habe in der Titelzeile dieses Beitrages das Wort "Kino-" am Anfang nicht vergessen. Ich habe es mangels Berechtigung weggelassen. Ehrlich, ich bin zu müde für diese Kritik. Es war ein langer Tag, und kein besonders guter. Aber der Film läuft in zwei Tagen in den Kinos an, und ich bin gestern extra zur Pressevorstellung ans andere Ende der Stadt gefahren. Ich habe gelitten – warum sollte es euch jetzt besser gehen?

    STORY : Eine FBI-Agentin wurde entführt. Ein pädophiler Priester behauptet, Visionen von ihr zu haben…

  • Kino-Kritik: Sonderedition


    Ich gehe seit ca. 1991 auf Pressevorführungen. Damals hatte ich gerade beim GONG angefangen. Es war noch die "goldene Zeit" der TV-Zeitschriften, denn es gab weder die große Konkurrenz wie "TV Spielfilm" oder "TV Movie", noch die kleine Konkurrenz der Piccolos wie "TVneu" und "TVpur". Es gab auch keine Konkurrenz aus dem Internet. Die Magazine am Markt waren zumeist steinalt (der GONG reicht samt Vorläufer bis in die 40er zurück), hatten einen Haufen Kohle, riesige Redaktionen, und alle Zeit der Welt. Es war kein Problem, vier bis fünfmal die Woche während der Arbeitszeit ins Kino zu gehen, manchmal auch in zwei Filme nacheinander…

  • Kino-Kritik: "Postal" – Good luck, Mr. Boll!


    Story: Dem "Postal Dude" geht sein beschissenes Leben noch mehr auf die Eier als Michael Douglas in "Falling Down": seine fette Frau betrügt ihn, einen Job hat er nicht, und Leben im Wohnwagenpark kotzt ihn an. Gründe genug hätte er, um Amok zu laufen – aber erst als Nazis und Terroristen die Stadt überrennen, greift er zu den Waffen.

    Kritik : Ich hatte ja nach dem "In the Name of the King"-Desaster prophezeit, dass kein Boll-Film in den USA mehr einen Kino-Start bekommt, aber so kann man sich irren: Immerhin 17 Kinos konnte das deutsche Wunderkind buchen, um "Indiana Jones" am Startwochenende die Zuschauer streitig zu machen…

  • Kino-Kritik: Indiana Jones IV Never too old for this shit!


    "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" – das sollte eigentlich die kürzeste Kino-Kritik aller Zeiten sein, denn was kann man schon sagen? Es ist Indiana Fucking Jones! Reingehen! Der letzte im Kino ist ein Turnbeutel- Vergesser!

    Aber so kurzweilig das auch wäre, es befriedigt weder mich noch euch. Also salbader ich jetzt wieder ein paar Absätze lang rum, und rolle die Jones-Historie von hinten auf, bevor wir zu dem Teil mit dem „Reingehen! Der letzte im Kino…“ kommen.

    „Jäger des verlorenen Schatzes“ war der erste und einzige 16er-Film, in den ich reingeschlichen bin, obwohl ich eigentlich zu jung war…

  • Filmkritik: "Iron Man"


    STORY : Waffenkonstrukteur und Playboy Tony Stark wird bei einem Rebellenangriff im Nahen Osten schwer verletzt und gefangen genommen. Er entkommt, in dem er sich aus den Waffenteilen, die er für seine Entführer zu einer Rakete zusammenbasteln soll, eine massiv bewaffnete Rüstung baut. Zurück in den USA erklärt Stark seinen Rückzug aus dem Rüstungsgeschäft, und baut heimlich eine verbesserte Variante seines Kampfanzugs. Das ist auch bitter nötig, denn sein plötzlicher Pazifismus macht ihm viele mächtige Feinde. Am Ende steht er einer waffenstarrenden Mega-Variante seiner Rüstung gegenüber, und es kommt zum Showdown der Menschmaschinen…