Filmverbrechen-Fotostory in HD, KI und mit Schnitt-Alarm: DREI UND EINE HALBE PORTION (1)


Genug gefeiert – an die Arbeit!

Womit kann ich das "Halbjahr der Highlights" beginnen? Mit einer LISA-Produktion, ganz klar. Diese hier habe ich seit vier Monaten auf Halde, weil ich sie aus verschiedenen Gründen erst nach dem Jubiläum veröffentlichen wollte.

Ich hatte es euch nach der harten Kost KANNIBAL KOMIX/VAMPIRA und WENCKE, UDO … UND DER BLAUE DIAMANT versprochen: LISA-Film geht immer. Damit kochen wir uns jetzt runter. Die nächsten Fotostorys werden dann hoffentlich wieder den "middle ground" zwischen Absurdität und Entertainment finden, jene Balance, die diese Reihe so wertvoll macht.

Tatsächlich trügt euch auch die Erinnerung, weil die LISA-Filme sich so eindringlich ins Hirn brennen – die letzte Fotostory der Produktionsfirma ist schon anderthalb Jahre her! Hättet ihr nicht gedacht, oder?

Bei der Frage, welchen LISA-Film ich mir diesmal vornehme, musste ich lange nachdenken. Vielleicht endlich mal eine Reise zurück in die Zeit, als die LISA alberne Schlagerfilme mit Peter Alexander und Ilja Richter produzierte?

Oder doch mal die ganz schmierige Ecke, in der sich LISA eine schnelle Nummer mit dem räudigen asiatischen Action-Remmidemmi gönnte?

Mit DREI UND EINE HALBE PORTION wurde es dann doch wieder ein "safe bet", eine sichere Bank – dem Film verdanken wir immerhin diesen Gassenhauer aus der Feder von (ja doch) Ralph Siegel und Bernd Meinunger:

Den Ausschlag gab letzten Endes das Angebot eines Lesers und Freundes, mir eine sekundengenaue Schnittliste zum Film zu erstellen, die eines seiner größten Defizite zu einem Bonus wandelt: die DVD-Version des Films ist nämlich um satte 13 Minuten geschnitten –  nicht notwendigerweise an den Stellen, an denen man vermuten würde. Da lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Das führte allerdings zu einem Dilemma – die Bildqualität der mir vorliegenden ungeschnittenen Fassung ist sehr mau:

Erinnerungen an den Zamorra-Fanfilm werden wach. Das möchte ich euch nicht zumuten. Die KI-Konvertierung bei WENCKE, UDO … hatte mich letztlich nicht zufrieden gestellt. So kam ich auf eine radikale Idee: warum nicht ERST die Screenshots erstellen und diese DANN mit ChatGPT aufhübschen?

Tatsächlich kommt man damit in eine ganz andere Liga:

Es stellte sich heraus, dass das bei manchen Szenen besser, bei manchen schlechter funktioniert – und bei Nacktbildern gar nicht. Ich habe ein bisschen nachgeholfen und glaube, ein präsentables Endergebnis erreicht zu haben.

Klar ist das erstmal ein "proof of concept" und ihr müsst euch entsprechend äußern, ob das für euch in Ordnung ist oder ob die "Kunst LISA" unangetastet zu bleiben hat. Ich bin allerdings ziemlich sicher, dass wir "restored" das größere Vergnügen haben werden…

Die heutige Fotostory ist demnach mit KI restauriert und wird sekundengenau protokollieren, wo man für die DVD schnipp und schnapp gemacht hat.

DREI UND EINE HALBE PORTION wurde 1985 gedreht, als sich die LISA mal wieder neu erfinden musste. Die ganzen Abklatsche von EIS AM STIL, die irgendwelche Urlaubsorte mit jungen Brüsten und brünstigen Jungen bevölkerten, waren passé. Das nächste goldene Zeitalter, in dem sich die LISA an den deutschen TV-Sendern mit Seichtware eine goldene Nase verdienen sollte, war noch nicht angebrochen. Die "Zwischenzeit" füllte die Produktionsfirma mit seltsamen Zwittern, die zwar immer noch hummeldumme Geschichten und gelegentliche Busenblitzer präsentierten, das aber mit einem erheblich seriöseren Cast wie zu den Zeiten des Schlagerfilms kombinierten. Anständiger, spießiger, ja öffentlich-rechtlicher.

So war mit dem Casting der Olympioniken Jürgen Hingsen und Rolf Milser eigentlich schon klar, dass die LISA hier nicht heftig unter die Gürtellinie zielen würde. Aber LISA is as LISA does und ein bisschen Schmierigkeit geht immer.

Wir erinnern uns:

SCHNITT-ALARM! Dieser Shot (und der nächste) fehlen bereits auf der DVD.

Ein offensichtlich stillgelegter kleiner Flugplatz irgendwo auf Mallorca, auf dem die LISA vermutlich für einen Kasten Sangria und einen Satz Nacktfotos der Darstellerinnen drehen durfte:

"Wenn früh am Morgen die Werksirene dröhnt"… NDW-Referenz for the win!

Allgemeine Hektik bricht aus, irgendein Unheil bahnt sich an:

Was geht ab? Die Bruchpiloten der BRAVO AIR kommen mal wieder "heiss" rein, mit zwei brennenden Motoren – zum vierten Mal in dieser Woche:

Den Fluglotsen "Calcera" gibt Andreas Mannkopff, ein echter deutscher Film & TV-Charakter, von dem ich zu eurer Belustigung mal ein paar Titel aufzähle:

  • Dr. Muffel’s Telebrause
  • Das Ende der Beherrschung
  • Zum zweiten Frühstück heiße Liebe
  • Donnerwetter! Donnerwetter! Bonifatius Kiesewetter!
  • … und zweitens bin ich siebzehn!
  • Flussfahrt mit Huhn
  • 250.000 Mücken im Pappkarton
  • Ein Chinese sucht seinen Mörder

Als allgegenwärtigen Nebendarsteller haben wir ihn auch schon in mehreren Fotostorys erleben dürfen:

Calcera ist entschlossen, die alte Schrottkiste nicht landen zu lassen und lässt die Landebahn von mehreren Fahrzeugen blockieren – in meinen Augen nicht nur eine lebensgefährliche, sondern auch illegale Aktion. Doc, der Bordmechaniker der Airline, will das Schlimmste verhindern:

Man sieht: auch 1985 hatte die Lisa gerne noch ein Dall-As im Ärmel. Wie immer, wenn Herbert Fux gerade keine Zeit im Kalender freischaufeln konnte.

Es sieht aus, als könnte es brenzlig werden und ich bin ehrlich überrascht, dass die LISA sich den Aufwand mit einem echten Flugzeug, echtem Rauch und einer echten blockierten Landebahn erlauben durfte:

Doc versichert Calcera, dass die Maschine landen muss, denn an Bord befinden sich "vier scharfe Bomben!":

Es gibt keine Gummipunkte für jeden, der die Pointe jetzt schon riechen kann…

Calcera gerät in Panik und ordnet einen ungeordneten Rückzug an:

Es gelingt gerade noch so, die Landebahn wieder frei zu räumen:

Der Flieger landet, Doc löscht entspannt die rauchenden Triebwerke, und klärt Calcera auf, was er mit den "vier scharfen Bomben" meinte:

Da sind zuerst einmal die beiden "Titty Sisters" (their words, not mine):

Die kennt ihr als Veteranen dieser Reihe natürlich – es handelt sich um Danuta Lato, den "Star" aus POMMES ROT-WEISS, und Carmen Len(t)z, ein weiteres "Busenwunder", über das ich im Rahmen von BEI ANRUF LIEBE ausführlich berichtet habe.

Ich unterstelle mal, dass Doc mit den "vier" Bomben nicht ihre Brüste gemeint hat, sondern die Mädels selbst und diese beiden Haudegen hier:

Gewichtheber Rolf Milser und Zehnkämpfer Jürgen Hingsen. Extrem populär, weil auch außerhalb der Stadien vermarktbar. Wobei primär in Erinnerung blieb, dass Hingsen immer dann versagte, wenn er gegen den Briten Daley Thompson antreten musste, der es perfekt verstand, Hingsen aus dem Konzept zu bringen.

Reden wir Tacheles über dieses Intro.

Tatsächlich schafft es die LISA mal wieder, mich damit zu überraschen, was eigentlich ihr Geschäftsmodell ist – die gesamte Sequenz (genau genommen sogar das ganze Setup) ist eine kackfreche Kopie von Pfleghars ZWEI HIMMLISCHE TÖCHTER von 1978. Schaut euch ruhig selber mal die ersten fünf Minuten an:

Milser ist Steeger, Hingsen ist Berben, und Dall ist Dahlen. Eine gute Idee muss man ja nicht zweimal erfinden, gelle?

DREI UND EINE HALBE PORTION verliert auch keine Zeit, seine Bösewichte anzukündigen – im Rolls Royce fahren sie vor und beobachten die Szene:

Jetzt wird aber erstmal die erfolgreiche Landung gefeiert und die "halbe Portion" eingeführt in Form von Patrick Bach, einem sehr erfolgreichen Kinderdarsteller, der vor allem in ZDF-Weihnachtsmehrteilern reüssierte und sein letztes großes "Hurra" in der Serien-Sensation ANNA erlebte. Er spielt Sven, der wohl irgendwie bei seinem Onkel "Doc" gestrandet ist. Mehr Details bleiben uns erspart.

Werfen wir mal einen Blick auf die Besetzungsliste:

Zu Natalie Uher kommen wir später, Margit Geissler ist u.a. aus DIE SCHÖNEN WILDEN VON IBIZA (und als spätere Frau des Regisseurs Siggi Götz) bekannt, Otto Retzer ist als Pate der LISA praktisch zwangsweise gebucht, und mit der "Stunt-Gruppe Molina" hat man wieder ein paar Dumme gefunden, die sich für kümmerliche Peseten durch Fenster und in Swimming Pools schmeißen lassen.

Auch einen "internationalen Cast" zwecks Vermarktung gönnt man sich:

Über "Manzanita" sprechen wir später – zuerst einmal tut uns Gianni Garko leid, der nach GRAF DRACULA (BEISST JETZT) IN OBERBAYERN schon wieder für die LISA den Hampelmann machen muss. Der Mann war schließlich Sartana, Django, hat in MONDBASIS ALPHA und diversen Gladiatoren-, Mafia-, und Kriegsfilmen mitgespielt. Der war mal wer!

Garko ist übrigens mittlerweile 90 Jahre alt und dreht immer noch!

Hier steht’s schwarz auf weiß – "Keine Angst vorm Fliegen" stammt vom Super-Duo Siegel/Meinunger. Über den Song von Ron Last reden wir noch.

Ich unterstelle mal, dass an irgendeiner Stelle der Lastwagen der Jungs zusammen gebrochen ist – in echt jetzt, denn gefilmt hat das keiner und das Duo Milser / Hingsen muss schieben. Es bleibt unerklärt, warum man nicht auch noch die beiden "Sängerinnen" mitgenommen hat:

Wir kommen nun zu einem der wie immer sinnfreien "running gags" des Films – Sven starrt jedem Mädel notgeil nach…

… und "Tscharlie" und "Hammer" sind da keinen Deut besser:

Wir dürfen demnach unterstellen, dass es wirklich was zu sehen gibt? Leider nein:

Tatsächlich präsentiert DREI UND EINE HALBE PORTION jede Frau, als wäre sie ein Playmate im Stripper-Outfit. Und gleich noch einmal:

Siggi Götz aka Sigi Rothemund – den hatten wir auch schon mehrfach, der hat u.a. den deutlich schwiemeliger angelegten DIE SCHÖNEN WILDEN VON IBIZA verbrochen. Ein Regisseur, der besser konnte, aber wohl aus Bequemlichkeit selten besser wollte. Schämte sich für nix. Ist tot. Hat eine eigene Zeitschrift.

Hammer muss zur Bank, um dort um einen weiteren Zuschuss für die Airline zu betteln. Doc geht lieber in eine Bar, in der ein betont schwuchteliger Conferencier den Mund ziemlich voll nimmt:

"Gestern Abend noch in New York, heute hier bei euch – die Titty Sisters! Das hat’s noch nie gegeben, das war noch nie da! Die vier größten Brüste der Welt zusammen auf dieser Bühne! Die Titty Sisters!"

Erwartungsgemäß staksen nun Carmen und Danuta in Reizwäsche auf die "Bühne", aka durch die schummerige Kneipe. Wirklich sensationell ist da nix – in Sabrinas "Boys boys boys"-Video wurde mehr Fleisch kecker dargeboten:

Es ist ja auch nicht so, dass die Mädels hier einen nennenswerten Auftritt hinlegen würden – sie wackeln lediglich ein wenig zu Gerhand Heinz' gassenhauerigem Song "Wonderful tits" (yes, they went there):

Erlaubt ist, was gefällt – und den präsenilen Säcken der Bar gefällt es anscheinend:

Auch Doc hat offenbar auf Mallorca noch keine großbusige Frau gesehen:

Aber es kommt noch besser, wie der Conferencier nun ankündigt:

"Und jetzt, Leute, seht ihr etwas, wovon ihr nicht gewagt habt zu träumen – den Strip des Jahrhunderts! Die Titty Girls!"

Es ertönt nun das Stück "Striptease Blues" von Gerhard Heinz:

Mag sein, dass in den Tresoren der LISA-Film noch ein "unrated cut" schlummert, aber selbst in der mir vorliegenden Langfassung zeigen die sonst wahrlich nicht prüden Damen keinen Quadratzentimeter nicht jugendfreien Fleisches:

Der Film ist nämlich frech genug, Doc von Bösewicht Fabo aus der Bar schleifen zu lassen, bevor die Hüllen fallen:

Zur Eröffnung des Gesprächs bekommt Doc erstmal ordentlich eine verpasst:

Was Fabo damit sagen will: Doc und seine beiden Kumpel Tscharlie und Hammer sollen am nächsten Tag für einen geschäftlichen Termin am Flughafen bereit stehen. Das hätte sich sicher auch ohne körperliche Gewalt vereinbaren lassen.

SCHNITT-ALARM! Die gesamte Sequenz in der Bar ist auf DVD radikal zusammen gekürzt – augenscheinlich, weil man die Rechte an der Musik von Gerhard Heinz nicht (mehr) hatte und sich nicht die Mühe machen wollte, den Auftritt der "Titty Sisters" anders zu unterlegen. Dadurch fällt der Conferencier ersatzlos raus.

Hammer ist frustriert, dass die Bank ihnen keinen Kredit von 10.000 Dollar geben will – ich habe mich stattdessen gefragt, warum eine spanische Bank Kredite in Dollar gewähren sollte. Tscharlie interessiert das nur sekundär, denn er guckt spitz wie Lumpi schon wieder nach einer Ische am Nachbartisch:

Ja, das entspricht wenigstens mal dem Niveau des Quelle-Katalogs 1985:

Die Dame ist übrigens nicht irgendwer. Fun fact: Jürgen Hingsen flirtet hier mit seiner damaligen Ehefrau, der Amerikanerin Jeanne Purcell. Ich vermute mal, dass sie beim Dreh sowieso dabei war und es der LISA nur recht war, das Geld für eine weitere Nebendarstellerin zu sparen.

Natürlich möchten gleich beide Herren die junge Dame mit ihren körperlichen Vorzügen beeindrucken – Muskeln statt Manieren sind angesagt:

Dummerweise enden alle libidinösen Absichten in dem Moment, als die junge Frau auf die Bestellung einer Flasche Champagner besteht:

SCHNITT-ALARM! Diese komplette Szene fehlt auf DVD – ich kann wieder nur vermuten, dass das im Hintergrund laufende Instrumental "schuld" ist.

Derweil läuft eine Yacht im Hafen ein – nicht so luxuriös, wie man es sich bei einem Mafiaboss vorstellt, aber so luxuriös, wie es sich die LISA leisten konnte:

Beobachtet wird die Szene von der feschen Eva, die augenscheinlich eine Rechnung mit dem organisierten Verbrechen offen hat:

Sie verständigt anonym die Polizei, dass der Mafiaboss und Rauschgifthändler Art Malone (laut Credits "Art Melone") gerade angelegt hat:

Sven sieht Eva und ist mal wieder hormonell begeistert von den langen Haaren und der engen Jeans – sein Anspruch ist augenscheinlich niedrig angelegt:

Auf dem Polizeirevier hat Erna den Anruf entgegen genommen – die Credits weisen sie fälschlicherweise als "Stewardess" aus, dabei ist sie nicht nur Polizistin, sondern auch mit dem etwas minder bemittelten Polizeichef verheiratet:

Mit ein wenig souffliertem Hintergrund kommt Gonzalez endlich dahinter, dass zwischen Malones Ankunft und einem von Interpol avisierten großen Drogendeal ein Zusammenhang bestehen könnte – das muss man untersuchen!

Erna freut sich schon auf den Ausflug mit dem jungen blonden Kollegen – und bei Margit Geissler wissen wir, worauf das hinaus läuft:

Auf dem Weg zum Hafen kommt es zu einem peinlichen Malheur – Gonzalez stolpert und reißt einer älteren Dame die Kleider vom Leib:

Das ist das typische LISA-Humorniveau – auf dem neusten Stand des Stummfilm-Slapstick. Und weil das so ein Schenkelklopfer ist, werden wir das nun als "running gag" zu sehen bekommen. Weil die Altherrenriege der Macher nicht anders kann.

Sven möchte derweil seinen Onkel Doc davon überzeugen, dass Art Malone dingfest gemacht werden muss – er weiß sogar, dass Fabo und sein Kumpan die Killer von Malone sind und erst letzte Woche in Palermo vier Leute mit Maschinenpistolen nieder gemäht haben!

Woher Sven das weiß? Wir werden es nie erfahren. Es soll ja auch nur etabliert werden, dass er ein großes Interesse an True Crime hat, aber niemand ihm glauben mag.

Art Malone, Fabo und sein "muscle" bekommen nun Besuch von der Polizei:

Überraschenderweise mag es Malone gar nicht, wenn man ihm auf den Kopf zusagt, dass er als Drogenhändler gerade einen großen Deal abwickeln will:

Ist von Gonzalez und Erna vielleicht auch nicht sooo smart gewesen, groß zu tönen, bevor sie irgendwelche Beweise dafür haben:

Übrigens Art Malone: Der gehört zum "internationalen Cast", den sich die LISA manchmal leistete in der Hoffnung, die Filme damit auch in die Nachbarländer (in diesem Fall Spanien) verkaufen zu können. Denn siehe, der farblose Mafiaboss ist in Wirklichkeit ein populärer Sänger seiner Zeit gewesen:

Die "Ermittlungen" laufen erwartungsgemäß ins Leere, weil der Bösewicht sich noch gar nichts zu schulden hat kommen lassen. Ein Satz mit X.

Tscharlie und Hammer beraten, wie sie künftig etwas rentabler fliegen können. Die erste Faustregel muss sein: keine Weibergeschichten mehr!

Der Schnitt zu Eva lässt ahnen, dass hier der Wunsch der Vater des Gedankens bleiben wird. Eva bittet darum, in einer schlecht beleumundeten Kneipe das Telefon benutzen zu dürfen, was ihr auch erlaubt wird:

Wir bekommen das Mindestmaß an Background, das wir für diese Story brauchen: Evas Vater hatte sich mit Malone angelegt und dafür schmerzhaft bezahlt:

Er rät seiner Tochter dringend, sich nicht an einem Rachefeldzug zu versuchen – und besser ist das, denn schon in diesem Moment droht Eva Ärger von ein paar Halunken, die ihr Telefonat mitgehört haben:

Hammer und Tscharlie kommen gerade rechtzeitig an der Bar vorbei, um Evas Hilfeschreie zu hören. Nur gut, dass sie gerade geschworen haben, sich nicht mehr von Weibern in irgendwelche krummen Geschäfte verwickeln zu lassen…

Es bedarf wenig Kenntnis der Filmgeschichte oder des männlichen Geschlechts für die Ahnung, dass die beiden Jungs ihrem Schwur gleich wieder untreu werden. Was das bedeutet und wohin das führt, erfahrt ihr im zweiten Teil.



25 Kommentare

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Nicht Jürgen Hingsen
27. August, 2026 08:45

Es wird das Geheimnis des Autoren hier bleiben, wie man allen Ernstes Silbermedaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften als "versagen" einstufen kann.

heino
27. August, 2026 09:00

Den habe ich tatsächlich gesehen, aber zum Glück wirklich komplett vergessen. Was ja bei LISA-Produktionen eher einem Akt der Gnade entspricht

Sergej
27. August, 2026 10:35

Milser ist Steeger, Hingsen ist Berben,

Soweit ich weiß, hat Ingrid Steeger in dem verlinkten Film gestrippt um einen (nicht so) wilden Stier zu beruhigen. R.M. wird doch nicht etwa?

Vor langer Zeit bin ich mal über beiden himmlischen Schwestern auf youtube gestoßen. Kleine Rollen haben haben Dieter Hildebrandt und "Ekel Alfred" Heinz Schubert. Hildebrand und Schubert war noch damals schon bekannte Namen, warum haben bei sowas mitgespielt? Ein paar Tage Arbeit und Geld ist besser als nichts machen und kein Geld? Ist es manchmal wirklich so simpel?

Sergej
27. August, 2026 11:12
Reply to  Torsten Dewi

Oder die Tochter will unbedingt ein Pony.

Matts
27. August, 2026 13:05

Nice! Die erste Fotostory im neuen Gewand.

Art Malone (laut Credits "Art Melone")

Und darum hab ich für einen Sekundenbruchteil auf dem Foto gelesen "…als EINE Art Melone. >.<

VaderRyderwood
27. August, 2026 18:05
Reply to  Matts

Dito

27. August, 2026 13:10

Ouh, den hab ich als 8-Jähriger noch im Kino gesehen. Danach dann nie wieder. Da hab ich so wenig Erinnerung dran, das konnte nicht mal die Foto-Story etwas auffrischen. An meinem Gedächtnis liegt es nicht, denn ich erinnere mich noch an meinen ersten Kinobesuch zur zweiten Wiederaufführung von Das Dschungelbuch, weil dort der Trailer von Hammers Eine Million Jahre vor unserer Zeit lief (war wohl noch von der ersten WA), was mir 1982 dann Albträume bescherte (die Riesenkrabbe konnte ich nicht mehr vergessen). Aber Drei und eine halbe Portion? Bis auf den Cast ist nichts hängen geblieben (und dass ich den Trailer dazu bei einem Kinobesuch zuvor gesehen hatte).

Dirk van den Boom
27. August, 2026 13:29

Hm, Mallorca, echt? Du hast mit dem Flughafen-Screenshot mein Laster für obskure Propellermaschinen getriggert, sorry. Das Flugzeug in Deinem Screenshot ist eine argentinische Chincul, ein Lizenzbau von Piper, die in Argentinien als Lösch- und Saatflugzeug benutzt wird und dort mega populär war. Die Zulassung auf dem Flugzeug ist auch argentinisch und der Schriftzug am Hangar lautet "Plan Gyro para Volar Seguro", ein Sicherheitsprogramm für Agrarflieger in Argentinien. Vielleicht also doch Argentinien?

Dirk van den Boom
27. August, 2026 13:39
Reply to  Torsten Dewi

Ja, das mit den Stock Shots klingt plausibel, da kenne ich mich nicht aus. Ich habe mich nur über eine Chincul in Spanien gewundert 🙂

Frank
27. August, 2026 18:22
Reply to  Torsten Dewi

Sowohl Flugzeug als auch Hangar doch sind auf vielen Screenshots im Hintergrund zu erkennen?

Frank
27. August, 2026 20:04
Reply to  Torsten Dewi

Confirmed. Um genau zu sein, handelt es sich um das Aeródromo de Son Bonet, bis 1960 der Flughafen von Palma. Sein ICAO-Code dürfte den alten Herren von der LISA gefallen haben: LESB.

Frank
27. August, 2026 22:19
Reply to  Torsten Dewi

Wenn Dich (und Dirk vielleicht auch) solche Details so erfreuen, werfe ich abschließend noch die abenteuerliche wahre Geschichte der im Film notlandenden DC-3 hinterher: https://www.aviationinmalta.com/CivilGeneralAviation/DC3/AvionBarbara/tabid/785/language/en-GB/Default.aspx
Auch dieses Flugzeug stammt aus Argentinien, und auf dem Überführungsflug hatte es tatsächlich kurzzeitig einen Ausfall beider Motoren.

Mic
27. August, 2026 22:02

Einmal (m)eine Meinung zu den aufgehübschten Screenshots. Abgesehen davon, dass ich den betriebenen Aufwand zu schätzen weiß, gefällt mir auch das Ergebnis. Wenn ich das Ausgangsmaterial sehe, dann ist es auch absolut zu verschmerzen, falls die KI irgendwo mal ein paar Pixel falsch interpretiert hat. Wenn ich am Ende auf einem Bild etwas "falsches" oder gar nichts erkennen kann, dann entscheide ich mich ohne groß nachzudenken für die ansehnliche Variante.

Und ich glaube, der künstlerische Anspruch der LISA wird es überleben.

Magineer
29. August, 2026 12:39

Ich liebe die Filmverbrechen-Fotostories wirklich selten aufgrund der Filme, denn so schlecht, dass sie wieder gut sind, sind tatsächlich die wenigsten, aber ich bewundere dich wegen deiner absoluten Detailversessenheit. Es ist tatsächlich bemerkenswert, dass ich beim Lesen so oft über Randbemerkungen stolpere, die mich dann wiederum ins nächste Rabbit Hole katapultieren oder hier und da einen kräftigen Nostalgieflash auslösen. Die zwei (an sich für die Story völlig irrelevanten) Details in dieser Fotostory:

"Sigi Goetz Entertainment"? Es gibt eine Zeitschrift, die sich ernsthaft so nennt? Also konsultier ich die Seite, und tatsächlich, das Ding hat bislang über 40 Ausgaben und erscheint immer noch und selbst der Blog auf der Website ist aktuell. Der filmverwandte Inhalt der Hefte scheint recht speziell (und auf schräge Weise München/HFF-bezogen), aber dass ich bislang noch nie über solche Kuriositäten gestolpert bin, wundert mich wirklich. Irre, und danke für die Erweiterung meines Horizonts, Torsten. 🙂

Ein völliges Randdetail aus der Filmographie von Andreas Mannkopf hat dann zum unerwarteten Flashback geführt: Bei den "lustigen Titeln" aus Mannkopfs Vergangenheit findet sich doch tatsächlich "Dr. Muffels Telebrause"! Ich weiß gar nicht, ob du die jemals hier im Blog hattest (die Folgen dürften alle noch über YouTube zugänglich sein), aber das war in den 70ern der etwas hilflose Versuch des HR, eine deutsche Variante vom "Flying Circus" zu produzieren ("live aus den Puddingpulver-Minen von Panama"), der grandios gescheitert ist und genau deswegen heutzutage vermutlich entweder völlig unwatchable oder aber tatsächlich unerwartetes Gaga-Gold sein dürfte.

Autor der Show war übrigens die GEK-Gruppe, die seit den 70ern auch sämtliche Gags und Bühnenprogramme von Otto schreiben und ein paar Jahre nach dem Muffeldoktor die Titanic aus der Taufe gehoben haben (die Zeitschrift, nicht das Schiff).

Danke, Torsten. Dafür, dass ich auch nach zwanzig Jahren auf deinem Blog noch Dinge entdecke, die sonst völlig an mir vorbeigegangen wären.