Letzte Artikel


  • MidJourney: Tod oder Durchbruch moderner Gebrauchsgrafik?


    Über Wombo.art hatte ich ja bereits ausführlich geschrieben. Die KI dieser Software generiert aus Stichworten teils faszinierende, meist aber sehr vage Artwork, die mehr von der Stimmung und der Atmosphäre lebt als von dem, was sie tatsächlich zeigt. Während ich das sehr wegweisend finde, widersprachen diverse Leser lautstark.

    Seit ein paar Wochen sind KI-Algorithmen im Netz verfügbar, die noch mal eine deutliche Schippe drauflegen – und deren mögliche Auswirkungen man durchaus langsam mal diskutieren muss. Shit is getting serious.

    Es lässt sich schwer leugnen: Hier wachsen mächtige Werkzeuge, nicht nur für den Bereich Buch-Cover und Poster – der gesamte Bereich der Gebrauchsgrafik steht vor einem Umbruch, wenn man der KI einfach nur ein paar Stichworte hinschmeißen muss, damit sie daraus professionell wirkende Illustrationen nahezu jeden Stils liefern kann…

  • Mundpropaganda: Oral Histories – Leseliste


    Ich bin ein Freund von Sekundärliteratur, von der Aufarbeitung großer Ereignisse, Erfindungen und Entdeckungen. Hinter die Kulissen schauen, die Zahnräder sehen, die getroffenen und hinterher bereuten Entscheidungen.

    Man kann es aber auch übertreiben – so kann ich schwer nachvollziehen, warum es immer mehr Bücher über die Entstehungsgeschichte einzelner Filme gibt. Da stehen die Erkenntnisse und der verlangte Aufwand in keinem Verhältnis.

    Braucht wer einen sechsteiligen Podcast über die Entwicklung eines Plastikstuhls?

    Ich bevorzuge knappe, konzentrierte Rückblicke, die persönliche Erinnerungen und Fakten in einen überschaubaren Rahmen gießen…

  • (N)Ischen-Kino


    Das ist einer dieser Beiträge, die man gerne mit der Phrase "Manchmal werde ich gefragt…" beginnt. Aber das stimmt nicht. Niemand fragt mich, warum ich so selten deutsche Filme schaue oder gar bespreche. Und das, obwohl ich selber welche geschrieben habe und durchaus Expertise mitbringe.

    Ich will gar nicht bestreiten, dass es gute deutsche Filme gibt, dass der deutsche Film immer besser wird, und dass die Streaming-Portale einen großen Anteil daran haben, dass auch deutsche Serien aus dem Familie/Arzt/Kommissar-Ghetto ausbrechen können. Da ist viel Schönes dabei, da können Regisseure, Autoren und Darsteller ihre eigenen Stimmen entwickeln, ohne ständig von Sender-Redakteuren ausgebremst und auf Spur gebracht zu werden…

  • First Look: SHE-HULK – DIE ANWÄLTIN


    Ja, ja, ja – ich habe weder MOON KNIGHT noch MS. MARVEL besprochen. Verklagt mich. Es muss als Begründung reichen, dass ich beide Serien angefangen und fast augenblicklich wieder abgebrochen habe. Um es knallhart zu sagen: Sie haben mich nicht geschert. Auch Marvel muss sich meinen Prioritäten beugen.

    Bei SHE-HULK ist das allerdings anders. Die wollte ich mir nicht entgehen lassen. Habe ich auch nicht.

    Etwas Background: Der "weibliche Hulk" wurde als Comic 1980 erfunden, als im Fernsehen sehr erfolgreich die HULK-TV-Serie lief. Marvel wollte die Möglichkeit nutzen, eine weibliche Version für einen Spin-Off zu etablieren – vergleichbar mit der BIONIC WOMAN zum SIX MILLION DOLLAR MAN…

  • Filmverbrechen-Fotostory: <br>HAI-ALARM AUF MALLORCA oder: Beissgefahr am Ballermann


    Lieber Oliver Kalkofe, lieber Peter Rütten,

    ich kann euch beide gut leiden. Ich finde SchleFaZ toll, obwohl ich kaum dazu komme, die Sendung zu schauen und sie im Original als MYSTERY SCIENCE THEATER 3000 besser finde. Meine Fotostorys stehen in keiner direkten Konkurrenz zu eurem Konzept und dennoch habe ich mich – der Fairness halber – bisher an die selbst auferlegte Regel gehalten, keine Filme zu besprechen, die bei euch schon zu sehen waren. Man soll sich ergänzen, nicht bekriegen.

    Der Preis für mein einseitiges "gentlemen’s agreement" ist hoch: Ich kann weder TITANIC II besprechen noch SUNSHINE REGGAE AUF IBIZA…

  • Doppelt gemoppelt: Filmduelle


    Ich weiß selber nicht, wie ich auf solche Themen komme. Meistens passiert es auf einer längeren Fahrt mit dem Wagen oder dem Motorroller, wenn mein Gehirn Leerlauf hat und in beliebige Richtungen funkt.

    Es geht heute um verdächtig gleiche Filme, die zum fast gleichen Zeitpunkt veröffentlicht werden und oft genug in direkter Konkurrenz zueinander stehen. Damit meine ich nicht einmal so generische Ähnlichkeiten wie "Superhelden-Filme" oder "Katastrophenfilme", sondern sehr spezifische Parallelen.

    Das hier sind alles Fälle, die ich aus meinem Gedächtnis kramen konnte. Es gibt sicher einen Haufen mehr, aber "I can’t be bothered", wie man so schön sagt…