• Reisen & Reportagen: Die Unentbehrlichen


    Meiner Masterliste zufolge habe ich im Jahr 2014 über 50 Reportagen für die "Liebes Land" gemacht. Ich verwende das unschöne Hilfsverb "machen", weil "schreiben" es nicht trifft. Viele der Reportagen sind noch nicht geschrieben, sondern "auf Halde". Es sind Vorproduktionen. Das ist wichtig, denn wenn ich mit meinem Fotografen z.B. im Schnee einen Hundeschlitten-Kurs besuche, ist es für das aktuelle Heft längst zu spät – wir arbeiten bereits an der Ausgabe, die dem Frühling huldigt. Liegen pralle Kürbisse auf dem Feld, ist die Oktober-Nummer schon in der Druckerei…

  • Die nackten Fakten über Akten


    Auch wenn familiäre Verpflichtungen mich bisher abgehalten haben, den Wortvogel-Flohmarkt zu eröffnen, so bin ich doch nicht faul gewesen, was die Entschlackung meines Teils des Haushalts angeht. Das hatte auch ganz praktikable Gründe: Wegen einer kompletten Umfinanzierung meines Immobilien-Parks musste ich eine geradezu irrwitzige Menge an Plänen, Formularen, Fotos, Nachweisen, Auszügen und Berechnungen beibringen, was den Wunsch verstärkte, so etwas künftig mit weniger Stress griffbereit zu haben. Analog wie digital.

    Das Fundament hatte ich über Jahre, in denen ich meine Akten wieder und wieder sortiert habe, bereits gelegt – alles, was mein Leben und meine Interdependenzen mit Behörden, Banken und Versicherungen protokolliert, findet sich in fünf robusten Ordnern:

    Dazu gibt es noch zwei Ordner mit Unterlagen auf dem Dachboden, die ich zwar nicht mehr brauche, aber auch nicht wegwerfen möchte – alte Verträge, Arbeitsnachweise, Briefwechsel mit der Polizei und Kaufbelege von Artwork…

  • Cineastische Vorstrafen: Abkürzung als Umweg


    Zu den Sachen, für dich Facebook liebe, gehört die Tatsache, dass es Menschen wieder in mein Blickfeld schiebt, die ich lange vergessen oder verschollen wähnte. Das kann ein ehemaliger Crush sein, ein Klassenkamerad, oder einfach ein Kumpel aus Zeiten, als Kumpel zu haben furchtbar wichtig war.

    Im Fall von Olaf (für’s Protokoll: Kumpel, kein Crush) ist das doppelt erfreulich, weil er quasi als Facebook-Gastgeschenk etwas mitbrachte – den Link zum ersten Film, an dem ich je beteiligt war.

    Genau genommen ist es nicht der erste Film…

  • Kurz nachgehakt


    Ich will nur sicherstellen, dass niemand unglücklich bleibt – 23 der 24 Geschenke aus dem Wortvogle-Adventskalender sollten ihre Besitzer erreicht haben (die DVD mit meinem Booklet ist ja noch nicht raus). Überprüfen kann ich das allerdings nur sehr schwer.

    Darum, wie man bei uns so sagt: Noch irgendwer ohne Fahrschein?

  • Abofalle YouTube-Videos: Endlose Auswahl


    Ihr kennt mich. Ich neige dazu, neue Entwicklungen und Technologien so lange bitter zu verteufeln, bis ich sie in einer lauen Stunde ausprobiere und danach lauthals preise. Facebook, Smartphones, Flachbildfernseher – der Wortvogel ist selten Speerspitze, weil ich halt doch glaube, dass es viel Zeit und Mühen erspart, wenn man einfach ein Jahr oder zwei abwartet, ob sich ein Trend durchsetzt und ausentwickelt. So komme ich einfacher und preiswerter davon.

    Ich weiß nicht, wie man seine Musiksammlung mit iTunes pflegt, ich fotografiere mein Essen nicht mit Instagram und habe noch keine Minute an Candy Crush verschwendet…

  • Bankgeheimnis: Alle doof


    Die heutige Anekdote ist schon fast 12 Jahre alt. Sie ereignete sich im ersten Quartal 2003, da wohnte ich gerade noch recht frisch in meinem eigenen Haus und hatte beruflich gerade auf "frei" umgestellt, was noch etwas stockend lief. Manchmal kam monatelang nix rein, dann gaben sich die Schecks die Klinke in die Hand. Und es passierte etwas, das mich dazu brachte, nach 30 Jahren die Hausbank zu wechseln.

    Warum das gerade jetzt erzähle? Weil ich dieser Tage meine analogen wie digitalen Aktenberge entschlackt habe…