• Klingeling! Erinnerungen an die Telefon-Steinzeit


    Ich habe mich gestern ein wenig darüber geärgert, dass mein Smartphone satte 270 Mb für ein Systemupdate laden musste. Und darüber, dass ich bei meinem Festnetz-Telefon die zu speichernden Nummern und Namen händisch wie bei einer SMS anno 1999 eingeben muss. Leben wir denn in der technologischen Steinzeit?!

    Dann erinnerte ich mich an die technologische Steinzeit. Und ich nahm meine Telefone, entschuldigte mich und drückte sie ganz fest.

    Weil ich davon ausgehe, dass es Leser unter der 30 Jahre-Schallgrenze gibt, möchte ich davon künden, wie es war, als die Post noch das Monopol hatte und Telefone zwar allgegenwärtig, aber auch gleichgeschaltet wie Minions waren…

  • Der Wortvogel schraubt wieder an seiner Ernährung


    Einige meiner Leser werden sich noch an mein Diät-Tagebuch von 2012 erinnern. Das war eine coole Sache, die mir geholfen hat, mehr über mich, meinen Körper und seine artgerechte Instandhaltung zu lernen.

    Ich war lächerlich überzeugt, das verlorene Gewicht danach problemlos halten zu können. Das Runterhungern ist schließlich das Problem, ein bisschen Disziplin für den Status Quo dagegen ein Klacks.

    Leider ist das nicht so. Der Körper hat perfide Arten, sich die verlorenen Kalorien wieder reinzuholen, schiebt dich ganz langsam wieder in Richtung Völlerei und schaltet das schlechte Gewissen an neuralgischen Punkten einfach mal ab…

  • Pulp heaven!


    Vor ein paar Jahren habe ich euch von einem großartigen Kalender erzählt, den die LvA und ich in Lafayette/Louisiana gekauft haben. Einzeln in silberne Rahmen gepackt machen die Motive echt was her. Sie sind mit uns umgezogen und haben es auch in unser neues Esszimmer geschafft, allerdings aus Platzgründen reduziert auf neun ausgewählte Artworks:

    Die Platzierung ist wahrlich nicht willkürlich. Wir haben versucht, möglichst keine gleichen Titel nebeneinander zu hängen, Mila Kunis (so nennen wir die Dame Mitte links) sollte intrigant aus dem Fenster schauen, während, die Lotterliese unten rechts jeden abknallt, der aus der Küche kommt…

  • APO-Erinnerung 1965: Hauptstadtpresse, halt die Fresse!


    Ein bekanntes, entgegen seiner reflexhaften Verwendung nicht immer zutreffendes Sprichwort besagt:

    „Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen“
    (Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana)

    Ich halte dieses Motto für zeitgeschichtlich sehr relevant, weil es sich mit jeder neuen Generation lohnt, die Attitüden, Ziele und Fehler der vergangenen zu reflektieren. Während wir uns sehr leicht damit taten und tun, unsere Vorfahren unter dem Hakenkreuz (ab) zu werten, so wehren wir uns noch tapfer gegen eine kritische Bestandsaufnahme der 68er und der Ökopaxe…