• Die hässliche Fragilität der Gerechtigkeit


    Ich hatte eben ein Facebook-Erlebnis, das ich mit euch teilen möchte. Weil es ein Lehrstück dafür ist, dass "gut meinen" und "gut machen" selten deckungsgleich sind und dass sich hinter einer vermeintlich "gerechten Sache" auch schnell kranker Fanatismus verstecken kann.

    Es gibt eine Frau bei Facebook, die fordert auf ihrer eigenen Seite und auf einer eigens dafür eingerichteten Protestseite "Gerechtigkeit" für ihren Sohn. Soweit ich das verstanden habe, ist dieser nach diversen Straftaten in der Psychiatrie gelandet. Seine Mutter glaubt, das sei Folter, unwürdig, Teil einer großen Verschwörung von Politik und Pharma gegen die Menschlichkeit…

  • In der Enterprise (Star Trek) und auf Jakku (Star Wars): Besuch in den Wunderwelten der Phantasie


    Heute war ein guter Tag für Leute, die gerne mal wissen möchte, wie interaktives und immersives Entertainment der Zukunft aussehen könnte. Zuerst wurde ein frühes Demo eines Programms veröffentlicht, mit dem man in naher Zukunft durch die komplette Enterprise NCC 1701-D schlendern kann:

    Richtig spannend wird das natürlich aussehen, wenn man es mit einer VR-Brille betrachtet – dafür ist die Technologie nämlich gedacht. Mittendrin statt nur dabei…

    Und dann kam noch das hier raus – bei diesem Demo zum neuen Star Wars-Film rast man nicht nur über die Oberfläche von Jakku (Ja-what?), sondern kann sich per Mausbewegung dabei IM BILD herum drehen…

  • Doom 2015: Kleines Grafik-Update


    Vor auch schon wieder sechs Jahren habe ich anhand von Screenshots dargestellt, wie sehr sich die Grafik von Computerspielen weiter entwickelt hat. Heute gibt es wieder ein sehr schönes Beispiel.

    1993 war’s, da kam das 3D Shooter-Genre so richtig auf die Füße. Man kann streiten, ob "Wolfenstein 3D" der erste "echte" Vertreter der Gattung war, aber es lässt sich kaum bestreiten, dass "Doom" eigentlich die Maßstäbe und Eckpunkte setzte – man schalte an dieser Stelle auf Vollbild:

    Ja, das hat uns damals umgehauen. 3D! Fette Action…

  • My name is Hunt… Ethan Hunt: Ein paar Gedanken zu "Mission: Impossible" ./. "James Bond"


    Okay, ich habe mir gestern dann doch noch den fünften "Mission: Impossible"-Film im Baden-Badener Moviac angesehen (klein, aber fein). Es lohnt keine ausführliche Kritik, denn viele von euch haben das neuste Abenteuer des IMF-Teams sicher schon gesehen und es gilt immer noch, was ich zu Teil 4 schrieb:

    „Mission: Impossible“ ist ein krachender, flüssig inszenierter, internationaler Actionthriller mit beeindruckenden Schauwerten, sehenswerten Stunts, genügend Highlights für drei Blockbuster, und einem gut aufgelegten Cast, der schick zu den Locations passt und immer mal wieder dezent zwinkert. Brad Bird ist sympathisch old school, wenn es um Action geht – selbst die absurdesten Verfolgungsjagden riechen noch handgemacht, so dass man mit den Protagonisten durchaus fiebern kann…

  • Betreff: Rezensionsexemplare


    Ich kriege immer mal wieder Bücher, CDs und DVDs geschickt, die ich weder gekauft noch sehnlich erwartet habe. Die kommen meistens von Verlagen und Presseagenturen in der Hoffnung, ich würde drüber schreiben. Positiv, negativ, egal – nur keine Presse ist schlechte Presse.

    Angesichts meiner blogweit bekannten Abneigung gegen Kram würde ich davon abraten. Schon der Vorgang, mir unaufgefordert den Schreibtisch vollzumüllen, nimmt mich gegen das Produkt ein. Die Wahrscheinlichkeit, dass mir Thema, Autor oder Story liegen – oder ich Zeit habe, mich damit auseinanderzusetzen -, ist verschwindend gering…

  • Weniger haben, mehr leben


    Ich vertrete nicht nur die These, dass man mit weniger Kram glücklicher ist. Ich vertrete auch die These, dass die letzten 30 Jahre massive Fortschritte in Sachen kram-freieres Leben ermöglicht haben. Das Apartment, aus dem ich 2002 ausgezogen bin, war mir damals viel zu klein – heute würde es ohne Abstriche bei der Lebensqualität absolut ausreichen. Weil unglaublich viel Volumen ins Digitale geschrumpft ist. Dieses gif verdeutlicht es sehr schön:

    Das Prinzip ließe sich bequem erweitern: Der eReader, der zwei Bücherregale schluckt, die externe Festplatte, die 500 Videokassetten überflüssig macht, der MP3-Player, der Hunderte von Platten und CD’s virtualisiert…