• Hyperland Redux (11): Der Groschenroman als digitales Fastfood


    Originaltext Oktober 2013:

    Privatfernsehen, Internet und Videospiele haben dem klassischen Romanheft vom Kiosk schwer zugesetzt. Die Verlage setzen auf neue Vertriebswege, um Jerry Cotton, Perry Rhodan & Co. einer neuen Lesergeneration nahe zu bringen. Als eBooks machen die Romane ihre Schwächen zu Stärken – und auch die Autoren sehen neue Chancen.

    Endstation Altpapiercontainer?

    Lange Zeit sah es nicht gut für den Groschenroman aus, der spätestens mit der Umstellung auf den Euro keine Groschen mehr kostet, sondern 1,60 bis 1,80 Euro. Seit den Hochzeiten in den 70er und 80er Jahren sind die Auflagen von üppig fünfstellig auf breiter Front in den vierstelligen Bereich abgesackt, die wenigen Ausnahmen sind Kultreihen wie „John Sinclair“, „Jerry Cotton“ und der unverwüstliche „Perry Rhodan“…

  • Galactica & Buck Rogers: The Magic of Models


    Ich habe bereits fünfmal auf die unfassbaren Auktionen und die wunderbaren Kataloge von "Profiles in History" verwiesen. Angesichts meiner Umzüge habe ich dieses Wunderland für Hollywood-Requisiten etwas aus den Augen verloren. Gestern nutzte ich eine ruhige Stunde, um mich mal wieder auf deren Webseite umzuschauen und wenigstens die PDF-Dateien der Kataloge zu archivieren.

    Im Nachhinein bin ich eigentlich glücklich, dass ich nicht wusste, was vor zwei Wochen unter den Hammer kam – ich hätte mich ruinieren können.

    "The definitive collection of visual effects filming miniatures from the classic Sci-Fi adventure series Battlestar Galactica (1978) and Buck Rogers in the 25th Century (1979)…

  • Diet Diary: Zwischenstand


    Bei einer Diät ist nicht der Weg das Ziel, sondern das Ziel das Ziel – was manchmal etwas ermüdend sein kann. Hungern und sporteln sind für mich keine Werte an und für sich. Ich will damit etwas erreichen. Und in Ruhe sterben kann ich erst, wenn das Ziel erreicht ist.

    Das bedingt natürlich, dass ich mein Ziel kenne. Konkret: 90 Kilo und darunter. Konzeptionell: eine Gewöhnung an Sport und vernünftige Ernährung, um das auch zu halten. Sollte mein Interesse am Jogging anhalten, gerne auch mal ein Stadtlauf…

  • Days of dooring dangerously


    Der Kollege Mario Sixtus, nie um ein klares (wenn auch nicht immer wahres) Wort verlegen, bezeichnete den Verursacher des tödlichen Dooring-Unfalls in Berlin kürzlich als "rücksichtsloses Arschloch" – und in dem Atemzug gleich alle Autofahrer, die beim Öffnen der Tür Unfälle verursachen.

    „Außerdem finde ich, „rücksichtslose Arschlöcher im Auto“ sollte man „rücksichtslose Arschlöcher im Auto“ nennen und nicht „Dooring“.“

    Die Wutbezeichnung klingt gut, streitsam und holt angesichts des aktuellen Falls Beifall. Billigen Beifall, wie ich finde, aber man ist da ja nicht notwendigerweise wählerisch. Die Facebook-Crowd, sie kradolft entsprechend…

  • Humble bundle bragging


    Es ist mir fast schon ein Sport, das Tablet und das iPhone mit legalem kostengünstigen Content zu füllen. Das können WDR-Hörspiele ebenso sein wie Comicalben, die von Amazon für umme angeboten werden. Dieser Tage habe ich die ersten "Ms. Marvel"-Bände ebenso gelesen wie "The Incal" von Jodorowsky/Möbius. Beides sehr empfehlenswert.

    35 Klassiker der Weltliteratur (Moby Dick, Dschungelbuch, Alice im Wunderland) in einer illustrierten Fassung für 49 Cent? Don’t mind if I do.

    Es hilft, dass ich mich mit Begeisterung durch alle Genres und Epochen lese und nicht nach spezifischen Titeln suche…

  • Abandoned: Sony Playstation Fitness Machine


    Ich merke es auch gerade beim Sport wieder: Mein Gehirn braucht mehr Bewegung als meine Beine. Ich kann nicht einfach "an nichts denken" oder "die Umwelt auf mich wirken lassen". In der Badewanne, im Bett, an der Bushaltestelle, im Sprechzimmer des Zahnarztes – IRGENDWAS muss mich ablenken. Ich bin nicht gut auf "Standby".

    Natürlich ist auch DAS mal bei Dilbert angemessen illustriert worden:

    Deshalb besaß ich früher viele Reclam-Heftchen und hatte den SPIEGEL abonniert. Heute übernimmt das mein Tablet, im Notfall mein Smartphone.

    Es wird niemanden überraschen, dass ich auch im Fitnessstudio vor 20 Jahren weniger über mein (weitgehend erfolgloses) Training nachgedacht habe als über die Möglichkeiten, das Training etwas interessanter zu gestalten…