• Kino Kritik: Mindhorn


    England 2016. Regie: Sean Foley. Darsteller : Julian Barratt, Simon Farnaby, Essie Davis, Russell Tovey, Steve Coogan, Andrea Riseborough, Kenneth Branagh, Simon Callow u.a.

    Story : Richard Thorncroft war Ende der 80er als Detektiv "Mindhorn" in England für kurze Zeit so etwas wie ein Star. Aber der Erfolg stieg ihm zu Kopf, er scheiterte in Hollywood und ausgerechnet sein gedemütigter Sidekick wurde mit dem Spinoff "Windjammer" zum Dauerbrenner auf britischen Bildschirmen. Thorncroft, reduziert auf peinliche Werbespots und magere Gastauftritte, sieht die Bitte des Polizeipräsidiums der Isle of Man, ihnen bei der Jagd nach einem Killer mit Mindhorn-Fetisch zu helfen, als zweite Chance…

  • Alles hat ein Ende, auch die Wurst hat eins


    Es war nicht leicht, von München nach Speyer zu ziehen. Es war nicht leicht, von Speyer nach Baden-Baden zu ziehen. Und es war nicht leicht, nach einem halben Jahr innerhalb Baden-Badens umzuziehen. Weg von allen vertrauten Freunden, Orten, Erinnerungen. Nochmal bei Null anfangen. Wie macht man das? Mit 20 ist das leicht, da wird man schnell auf Partys eingeladen. Hat man Kinder, findet man im Nu Kontakt zu anderen Eltern. Wir? Wir haben nicht mal einen Hund. Und unsere beiden Katzen sind an Gästen nicht sonderlich interessiert…

  • Summertime Leseliste


    Lesen bildet!

    Dass Pop ein Business ist und dass Erfolge gekauft werden, ist eine Binsenweisheit. Dieser Artikel vom Deutschlandfunk handelt deshalb nicht nur vom Glamour, sondern von den vielen fleißigen Handwerkern, die alle hoffen, irgendwann für das nächste "Shake it off" verantwortlich zu sein – oder wenigstens das nächste "Atemlos".

    Ich hatte ja schon über betrügerische Autoren geschrieben, die Werke anderer als ihre eigenen ausgeben. Auf der Webseite der irischen Zeitung Independent kann man nun aus erster Hand nachlesen, wie man sich als Bestseller-Autorin fühlt, deren Werke und Konzepte plötzlich unter anderem Namen auftauchen…

  • Unfriendly Fire: Stuss unter Beschuss


    In einem Beitrag vor einem Monat schrieb ich das hier:

    Besonders enttäuscht bin ich darüber hinaus von den Mitgliedern der Facebook-Gruppe „Nothing but the Truth – Aktiv gegen Chemmies und andere VT’ler“, die den Artikel von Lorenzen heute feixend geteilt haben. Auf meinen Einwand, ob sie denn überhaupt wüssten, worum es bei Illig geht, antworteten sie mit abfälligen Bemerkungen wie „wenn es nach drei Sekunden Nachdenken anfängt wehzutun, gehört es in diesen Topf“ (der Verschwörungstheorien) und „Da muss man doch nicht son Scheiß glauben!!!“. Ich hatte mehr erwartet als pubertäre Überheblichkeit…

  • Konzert Kritik: Pet Shop Boys


    Ich war nie ein Mega-Fan von PSB, aber immer ein Verehrer ihrer großen Hits und ein Bewunderer ihres großen Einflusses in Sachen Elektropop. Darum scheute ich mich auch 1992 (?) nicht, sie mir in der Olympiahalle in München anzuschauen. Es war ein fetter Event mit Dutzenden von Sets, Kostümen und Tänzern – als Versuch, den doch relativ mauen Schauwert der Herren Tennant & Lowe auszugleichen. Hinterher gab es Presseberichte, dass dabei Millionen verbraten wurden.

    2011 sah ich sie im Olympiastadion wieder – als Vorgruppe von Take That…

  • Hinterm Horizont geht’s weiter… auf der A6


    Es ist ein Tag, der eigentlich nur Stress verspricht: eine Reportage schreiben, eilig benötige Informationen von Experten besorgen, die kein Konzept des Begriffes "eilig benötigt" haben, dann 6 Kilometer Trainingslauf bei knapp 30 Grad (die Trainerin ist kostenpflichtig gebucht). Nur 10 Minuten für Dusche und Reisetasche, um den Trip nach Nürnberg zum B-Film Basterds Festival anzutreten. Bevor man frische Klamotten trägt, ist man schon wieder durchgeschwitzt. Nichts vergessen? Computer, Smartphone, Ladekabel, Schlüssel, Geldbörse, Sportkleidung? Frau geküsst?

    Go, go, GO!

    Schnell noch den Wagen tanken. Während der Diesel gluckert, sucht das Handy die Bluetooth-Verbindung zur Multimedia-Anlage des BMW…