• Flashback: Bravo 1978


    Selbst Kai Meyer meinte neulich in einem Facebook-Kommentar, ich sei ein Nostalgiker – mittlerweile kommen mir plausible Gründe abhanden, das zu bestreiten. Je älter man wird, desto größer ist die Zahl der Jahr(zehnt)e, auf die man zurückblicken kann – und desto größer wird die Zahl derer, die diese Jahr(zehnt)e nicht erlebt haben. Das Leben drängt mich fast zwangsläufig in eine "zu meiner Zeit…"-Position.

    Gestern zum Beispiel. Da haben wir für eine Reportage ein saucooles Shabby Chic Café mit zugehörigem Antiquitätenhandel besucht. Und was liegt da in einer Scheune…

  • Here’s what happened: Diesel ist Super – oder eben nicht


    Mein erster Roller war ein Sym (auch Sanyang) Flash 50. So ein Baumarkt-Scooter in knallrot und Plastik, der eigentlich zu klein für einen erwachsenen Mann war und an der Ampel keine 16jährige beeindrucken konnte. Mir war das egal, weil ich den Roller 1997 nur deswegen gekauft hatte, um mal anzutesten, ob so ein Gefährt zu mir passt. 899 Deutschmark bei der Metro, wenn ich mich recht erinnere.

    Häme bin ich grundsätzlich mit dem Hinweis entgegen getreten, dass man sich seiner Männlichkeit SEHR sicher sein muss, um so einen Plastikschrabbel zu fahren…

  • Auch Kater schieben den Blues


    Es gehört zu den Vorzügen einer Beziehung, vermisst zu werden. Früher, wenn ich lange unterwegs war, kam ich in ein kaltes und leeres Haus zurück. Klar konnte das auch entspannend sein, aber in den letzten Jahren wärmt es doch das Herz, wenn hinter der Tür jemand aufgeregt auf und ab springt, weil man endlich wieder da ist. Und aufgeregt auf und ab springen, das kann die LvA gut.

    Und nicht nur die.

    Wir sind es gewohnt, dass unsere Katzen sich merklich freuen, auch wenn wir nur einen Tag lang nicht daheim waren…

  • Unwritten: Miss President of the United States


    Vorwort : Ich sitze in einem Hotel in Niedersachsen. Gestern Abend fiel mir wieder ein, wann ich das letzte Mal in einem Hotel in Niedersachsen gesessen habe: in der US-Wahlnacht 2016. Ich kann mich gut erinnern, es ist einer dieser "wo warst du, als…?"-Momente gewesen.

    Um 3.00 Uhr morgens, Ablauf und Ergebnis der Wahl schienen ausgemacht, schrieb ich den nachfolgenden Text. Gegen 4.30 Uhr war mir klar – ich werde ihn nicht veröffentlichen können. Um 5.00 Uhr schaltete ich den Fernseher aus. Fassungslos.

    Es sind seither acht Monate vergangen – und alle düsteren Befürchtungen haben sich nicht nur bestätigt, sie wurden weit übertroffen…

  • Spocht ist Mocht


    Ich habe es anderswo schon angedeutet – nach den letzten sechs Läufen hatte ich vor, eine Pause von fünf Tagen einzulegen, damit meine Muskulatur und meine Gelenke sich etwas erholen können. Leider wurde das torpediert, als ich gleich am ersten Ruhetag für eine Reportage auf das Nebelhorn musste. Bergwandern ist zwar eine schöne Abwechslung, aber ein Abend in der Badewanne wäre besser gewesen.

    Danach folgt eine Phase brutaler Leibesschwere. Ich komme kaum aus dem Bett, meine Beine fühlen sich wie altgriechische Tempelsäulen an und meine Motivation ist =<0…

  • Here’s what happened: Die steinhartgekochten Eier


    Da ich in den nächsten 9 Tagen in der Republik unterwegs bin und kaum dazu komme, substanzielle Beiträge zu schreiben, werde ich nicht die Klappe halten (das wäre vernünftig, aber spaßfrei), sondern einfach mild kuriose bis irrwitzige Anekdoten aus meinem Leben teilen. Die Idee verdanke ich dem Herrn Spiegelberg, der mich heute dahingehend provoziert hat.

    Fangen wir mit dem Tag im Jahre ca. 1997 an, an dem ich drei Eier mit Wasser in einen kleinen Kochtopf warf, alles auf den Herd stellte – und dann zur Arbeit ging…